gesund und digital @Ländlicher Raum
Das LMZ bildet digitale Gesundheitsbotschafterinnen und -botschafter aus. Diese geben ihr Wissen an Mitmenschen weiter, damit sie digitale Gesundheitsangebote souverän nutzen können.
Versorgung im ländlichen Raum verbessern
Die Digitalisierung wirkt in alle Lebensbereiche und davon betroffen sind Menschen aus allen Generationen. In der digitalen Welt den Anschluss zu behalten, ist deshalb ein zentraler Aspekt, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Vorwiegend ältere Menschen fühlen sich jedoch oft unsicher oder können auf wenig Erfahrung zurückgreifen, insbesondere beim selbstbestimmten Umgang mit digitalen Anwendungen und Dienstleistungen in Gesundheit, Medizin oder Pflege.
Ältere Menschen im ländlichen Raum sind dabei in mehrfacher Hinsicht besonders in den Blick zu nehmen. Digitale Gesundheitsangebote und Dienstleistungen können:
- eine Verbesserung der individuellen Versorgungslage bewirken
- Defizite der Mobilität kompensieren
- die Bewältigung des Alltags angesichts geringerer Infrastruktur erleichtern
Das durch das Ministerium für Ernährung, Ländlicher Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) über den Kabinettsausschuss Ländlicher Raum geförderte Projekt erarbeitet Konzeptionen, die insbesondere auf die spezifischen Bedürfnisse des ländlichen Raums zugeschnitten sind. Die zentralen Ziele des Projekts gesund und digital im Ländlichen Raum sind:
- Chancen der digitalen Gesundheitsversorgung in den ländlichen Raum bringen
- Insbesondere ältere Bürgerinnen und Bürger selbstbestimmte, digitale Teilhabe durch Medienkompetenz ermöglichen
Das Projekt richtet sich auch an Angehörige, Betreuende und Verantwortliche der entsprechenden Bereiche bei Kommunen und Institutionen.
Online-Vortragsreihe
Einmal im Monat findet online ein Expertenvortrag zu Themen aus dem digitalen Gesundheitswesen statt. Die Anmeldung zu den Veranstaltungen erfolgt über den jeweiligen Veranstaltungslink. Die Teilnahme ist kostenfrei.
26.02.2025, 18:00 – 19:30 Uhr Digitalisierung, KI und Versorgungsinnovationen - wie kann die Gesundheitsversorgung der Zukunft gelingen?
Digitalisierung, KI und Versorgungsinnovationen - wie kann die Gesundheitsversorgung der Zukunft gelingen?
Die Digitalisierung und sinnvoll eingesetzte KI bieten großes Potenzial, die Effektivität und Effizienz im Gesundheitswesen zu steigern. Durch digitale Technologien könnten Mitarbeitende mehr Zeit für Patient:innen haben, der Zugang zur Versorgung verbessert und die Qualität erhöht werden. KI kann dabei Diagnosen optimieren, personalisierte Behandlungspläne ermöglichen und administrative Prozesse automatisieren. Innovative Versorgungsmodelle fördern eine patientenzentrierte, sektorenübergreifende Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsdienstleistern. Schließlich könnten diese Technologien präventive Ansätze stärken und das Gesundheitswesen stärker auf Gesundheitserhaltung ausrichten.
Prof. Dr. Opitz, Leiter der Koordinierungsstelle Telemedizin Baden-Württemberg am Bosch Health Campus
26.03.2025, 18:00 – 19:30 Uhr Die elektronische Akte im Alltag: Einfach, digital, gesund!
Die elektronische Akte im Alltag: Einfach, digital, gesund!
Erfahren Sie, wie die elektronische Patientenakte (ePA) Ihnen als Versicherte:r neue Möglichkeiten bietet, Ihre Gesundheitsdaten sicher und effektiv zu verwalten. In diesem Vortrag der gematik erhalten Sie einen umfassenden Einblick in die Funktionen der ePA und lernen, wie Sie Ihre persönliche Akte optimal nutzen können. Entdecken Sie, wie die digitale Verwaltung Ihrer Gesundheitsinformationen Ihren Alltag erleichtert und Ihnen eine aktive Rolle in Ihrer Gesundheitsvorsorge ermöglicht. Dieser Vortrag richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, die mehr über die ePA erfahren und ihre Vorteile nutzen möchten.
Birgit Maier; Produktmanagerin bei der gematik
30.04.2025, 18:00 – 19:30 Uhr Wie Diskriminierung in den KI-Algorithmus kommt
Wie Diskriminierung in den KI-Algorithmus kommt
Der Einsatz von KI hat direkte Auswirkungen auf menschliche Schicksale: Sie wird beispielsweise genutzt, um Bewerbungen zu filtern, Organtransplantationen effizienter zu koordinieren oder die Kreditwürdigkeit von Menschen zu berechnen. Dabei kommt es immer wieder zu Fehlern, die zu diskriminierenden Konsequenzen führen können – etwa wie beim Bewerbungsfilter von Amazon, der systematisch Frauen benachteiligte. Gemeinsam beleuchten wir, wie es zu diskriminierenden Entscheidungen durch Algorithmen kommt, und lernen anhand konkreter Beispiele, welche Auswirkungen das haben kann. Abschließend besprechen wir, welche Konsequenzen dies für Sie persönlich haben könnte und welche Maßnahmen helfen, Diskriminierung zu vermeiden.
Michael Puntschuh, Mitgründer von Beyond AI Collective e.V
28.05.2025, 18:00 – 19:30 Uhr Durch intelligentes Leben mehr Selbstbestimmung im Alter
Durch intelligentes Leben mehr Selbstbestimmung im Alter
Der Vortrag beleuchtet, wie digitale Technologien das selbstbestimmte Leben im Alter fördern können. Vorgestellt werden innovative assistive Lösungen – vom intelligenten Tablettenspender über Lösungen aus dem Bereich Ambient Assisted Living (AAL) bis hin zu modernen Smart-Home-Anwendungen. Dabei wird praxisnah aufgezeigt, wie diese Technologien Sicherheit, Komfort und Autonomie im Alltag unterstützen können. Ziel ist es, die Möglichkeiten digitaler Assistenz verständlich zu machen und aufzuzeigen, wie sie zur Lebensqualität im Alter beitragen können
Thomas Heine; Leitung des Bereichs Innovationsinfrastrukturen am Landeskompetenzzentrum Pflege & Digitalisierung BW
25.06.2025, 18:00 – 19:30 Uhr Die Zukunft beginnt jetzt – von Megatrends in Medizin und Pflege
Die Zukunft beginnt jetzt – von Megatrends in Medizin und Pflege
Fachkräftemangel, strukturelle Finanzierungsprobleme und demografischer Wandel stehen nur als einzelne Chiffren für die großen Herausforderungen, die wir schon heute im Bereich von Medizin und Pflege beobachten können. Diese Herausforderungen werden künftig nicht kleiner werden, wenn wir uns die großen Megatrends unserer Zeit anschauen – und diese im Zusammenhang betrachten. Umso wichtiger, dass wir sie in unserem Sinne frühzeitig anpacken und gemeinsam gestalten. Auch mit technischen und sozialen Innovationen. Dann können in diesen großen Transformationsprozessen auch vielfältige Chancen für den Bereich der Wohlfahrtspflege liegen. Damit aus technischem Fortschritt auch sozialer Fortschritt entstehen kann.
Prof. Dr. Daniel Buhr, Leiter des Steinbeis Transferzentrum Soziale und Technische Innovation
23.07.2025, 18:00 – 19:30 Uhr Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) – Vorteile für die Gesundheitsversorgung
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) – Vorteile für die Gesundheitsversorgung
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) bekommen nach und nach ihren festen Platz im Gesundheitswesen. Diese innovativen Anwendungen bieten Patientinnen und Patienten die Möglichkeit, ihre Gesundheit aktiv zu unterstützen – von der Therapie bei chronischen Erkrankungen bis hin zur Prävention und Diagnostik. DiGA können von Ärztinnen und Ärzten verschrieben und direkt in den Alltag integriert weren. In diesem Vortrag erfahren Sie, welche Vorteile DiGA für die Gesundheitsversorgung bieten, wie sie genutzt werden können und welche Voraussetzungen für ihre Anwendung erfüllt sein müssen. Entdecken Sie, wie digitale Technologien die individuelle Gesundheitsförderung revolutionieren.
Andreas Lenz
24.09.2025, 18:00 – 19:30 Uhr Datenschutz und -sicherheit im digitalisierten Gesundheitswesen
Datenschutz und -sicherheit im digitalisierten Gesundheitswesen
Datenschutz und Datensicherheit stehen im digitalisierten Gesundheitswesen mehr denn je im Fokus. Mit der zunehmenden Digitalisierung medizinischer Prozesse – von der elektronischen Patientenakte bis hin zu digitalen Gesundheitsanwendungen – wird der verantwortungsvolle Umgang mit sensiblen Gesundheitsdaten immer wichtiger. In diesem Vortrag beleuchtet Dr. Thilo Weichert, ein erfahrener Experte im Bereich Datenschutz, die Herausforderungen und Lösungen rund um die Sicherheit digitaler Gesundheitsdaten. Sie erhalten einen fundierten Überblick über rechtliche Rahmenbedingungen, technische Schutzmaßnahmen und praktische Tipps, wie Sie Ihre Daten sicher verwalten können. Erfahren Sie, warum Vertrauen und Sicherheit die Grundpfeiler einer erfolgreichen Digitalisierung im Gesundheitswesen sind.
Dr. Thilo Weichert
30.10.2025, 18:00 – 19:30 Uhr Digitale Gesundheitskompetenz - Orientierung in einer digitalen Gesundheitswelt
Digitale Gesundheitskompetenz - Orientierung in einer digitalen Gesundheitswelt
Die Fähigkeit, sich in der digitalisierten Gesundheitswelt sicher und kompetent zu bewegen, gewinnt immer mehr an Bedeutung. Von der Nutzung der elektronischen Patientenakte bis hin zum Umgang mit digitalen Gesundheitsanwendungen – digitale Gesundheitskompetenz ist entscheidend für eine informierte und selbstbestimmte Gesundheitsversorgung. In diesem Vortrag zeigt Frau Galatsidas vom Bosch Health Campus Team, wie digitale Gesundheitskompetenz aufgebaut und gestärkt werden kann. Nutzen Sie die Möglichkeiten der Digitalisierung, um Ihre Gesundheit aktiv zu gestalten.
Frau Galatsidas - Bosch Health Campus Team
26.11.2025*, 18:00 – 19:30 Uhr Gesundheitsbezogene Online-Werbung – Wie finde ich vertrauensvolle Informationen im Netz?
Gesundheitsbezogene Online-Werbung – Wie finde ich vertrauensvolle Informationen im Netz?
In einer zunehmend digitalisierten Welt wird es immer wichtiger, vertrauensvolle Informationen im Internet von irreführender oder falscher Gesundheitswerbung zu unterscheiden. Gesundheitsbezogene Online-Werbung spielt dabei eine große Rolle und stellt viele Menschen vor die Herausforderung, seriöse Quellen zu erkennen und fundierte Entscheidungen für ihre Gesundheit zu treffen. In diesem Vortrag gibt Sabine Holzäpfel von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg praktische Tipps und Strategien, um vertrauenswürdige Gesundheitsinformationen im Netz zu finden. Sie erfahren, wie Sie irreführende Werbung entlarven, seriöse Quellen identifizieren und Ihre digitale Gesundheitskompetenz stärken können. Nutzen Sie das Wissen, um sich sicher und informiert in der digitalen Gesundheitswelt zu bewegen.
Sabine Holzäpfel - Verbraucherzentrale BW
* Der Tag kann noch abweichen.
Aktualisiertes Heft mit sechs Zusatzmodulen erschienen
Unsere Welt wird zunehmend digitaler – auch im Gesundheitssystem. Die elektronische Patientenakte und die Telemedizin sind nur zwei Beispiele für digitale Anwendungen, die den Alltag vieler Menschen erleichtern können. Doch besonders im ländlichen Raum sind diese Innovationen für manche Menschen noch mit Unsicherheiten verbunden. Hier setzt das Projekt „Gesund und digital@LändlicherRaum“ an, das in Zusammenarbeit mit dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg digitale Gesundheitsbotschafterinnen und -botschafter qualifiziert und unterstützt.
Die kürzlich aktualisierten Hefte zielen darauf ab, die Potenziale der digitalen Transformation auch für die ältere Generation im ländlichen Raum nutzbar zu machen.
Modulhefte| gesund und digital
In diesen Landkreisen ist das Projekt tätig
Seit Juli 2022 wurden in vier Modellregionen Konzeptionen zur digitalen Teilhabe im Gesundheitswesen erarbeitet.
Im Jahr 2024 wird das Projekt in zusätzlichen Landkreisen im ländlichen Raum Baden-Württembergs eingeführt. Diese Erweiterung ermöglicht es, bestehende Strukturen zu festigen und auszubauen, um eine noch größere Anzahl von Menschen zu erreichen. So können schrittweise alle Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen von den Möglichkeiten der Digitalisierung im Gesundheitswesen profitieren. Das Projekt 2024 unterstützt interessierte Landkreise dabei, Informationen und Qualifizierungsmöglichkeiten anzubieten. Dabei stehen auch neue Fragen und Herausforderungen im Fokus, die sich aus der kontinuierlichen digitalen Weiterentwicklung ergeben.
Werfen Sie einen Blick auf die Landkarte, um herauszufinden, ob Ihr Landkreis am Projekt teilnimmt!
Gesundheitsbotschafter/-in werden und Wissen weitergeben
Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) bildet Ehrenamtliche vor Ort zu digitalen Gesundheitsbotschafterinnen und -botschaftern (dGB) aus. Diese können anschließend selbst Bürgerinnen und Bürger in den Kommunen zu Themen der Internetnutzung und der Nutzung digitaler Gesundheitsanwendungen beraten und begleiten, um so die Digitalisierung im Gesundheitswesen verständlich und greifbar zu machen. Die dGB werden fortlaufend durch das LMZ betreut und erhalten weitere Informationen und Fortbildungen zu den aktuellen Entwicklungen im digitalen Gesundheitswesen sowie die Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung mit anderen dGB. Als Vermittlerinnen und Vermittler zu Fragen der digitalen Transformation im Gesundheitswesen stehen die dGB ihren Kommunen und anderen Institutionen vor Ort zur Seite.
Wenn Sie sich zum digitalen Gesundheitsbotschafter ausbilden lassen möchten oder in Ihrem Landkreis eine Schulung zu digitalen Gesundheitsbotschafterinnen und -botschaftern stattfinden lassen möchten, dann schreiben Sie uns jederzeit eine E-Mail an Senioren@lmz-bw.de.
Diese Seite teilen:



