Klicksafe: Kampagne gegen Cybergrooming

Ulrike Boscher
Besorgtes Mädchen am Handy.

Opfer von Cybergrooming | ClarkandCompany/E-plus via GettyImages

Hilfe bei sexueller Belästigung von Kindern im Internet

„Und dann wollte er Nacktfotos“. Im Kampf gegen sexuelle Übergriffe im Netz hat die EU-Initiative Klicksafe in Kooperation mit der Beratungsplattform JUUUPORT eine bundesweite Kampagne gegen Cybergrooming gestartet. Im Fokus stehen Kinder und Jugendliche, die frühzeitig lernen sollen, wie sie ihr eigenes Profil schützen, Kontakte melden und blockieren können. Sie müssen Warnsignale erkennen, auch unter Druck Grenzen aufzeigen und im Notfall wissen, wo sie schnelle Hilfe finden.

Mit neuen Informations- und Aufklärungsmaterialien will Klicksafe stärker für die Gefahren von Cybergrooming sensibilisieren. Neben der Themenseite gibt es neue Videos, eine Info-Broschüre, eine Familien-Checkliste (für den Einstieg ins Gespräch mit praktischen Tipps), eine Infografik, einen Erklärfilm (für Eltern), einen Flyer, Poster, Webcam-Sticker und Webseminare (auch für Lehrkräfte und Eltern). Über ein Online-Formular und via WhatsApp können Betroffene kostenlos und vertraulich Kontakt mit JUUUPORT aufnehmen. Ein Online-Ratgeber liefert Hintergrundwissen und zeigt, wie man Cybergrooming erkennen kann. Hier gelangen Sie zur Materialien-Übersicht, die Sie nach Zielgruppen filtern können.

Materialien Klicksafe

Wehr Dich und höre immer auf Dein Bauchgefühl!

Die Hauptbotschaft der Kampagne lautet: „Wehr Dich! Gegen sexualisierte Gewalt im Netz“. Kinder und Jugendliche sollten sich immer klar machen: Nicht sie sind schuld, wenn sie sich online jemandem anvertraut haben, der sich hinterher als eine kriminelle Person entpuppt. Sie tragen auch keine Schuld, wenn ihnen im Internet sexuelle Belästigung widerfährt oder wenn ihnen plötzlich die Verbreitung intimer Fotos angedroht wird. Cybergrooming ist eine Straftat und kann zur Anzeige gebracht werden.

Ich brauche Hilfe! ZEBRA hilft.

Die Kampagne macht aber auch klar: Kinder und Jugendliche sollten sich für den Online-Alltag besser wappnen und „Antennen“ entwickeln. Hier ist Aufklärungsarbeit gefragt. Die Botschaften lauten: Sei wachsam. Vertraue nicht jedem. Schütze Dein Profil und stelle es auf „privat“. Gib außerhalb Deines Freundeskreises nicht zu viel Privates preis. Checke Kontakte. Höre immer auf Dein Bauchgefühl! Wenn Dir etwas unheimlich vorkommt, brich den Chat ab und blockiere den Kontakt. Die Polizei NRW rät auch in Krisensituationen: Teile keine Bilder mehr. Zahle kein Geld. Wenn möglich, speichere Textnachrichten und Screenshots mit Bildern, Chatverläufen und dem Usernamen des Täters. Notiere Dir Datum, Uhrzeit und Plattform. Viel wichtiger aber ist: Hole Dir jetzt Hilfe bei Meldestellen, Beratungsplattformen oder der Polizei. Unter fragzebra.de können Kinder und Jugendliche ihren Fall melden. Hier finden Hilfesuchende weitere Beratungsstellen.

Informationen für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte

Wie sollen sich Lehrkräfte oder pädagogische Fachkräfte verhalten, wenn sich ein Kind ihnen anvertraut? Wie gehe ich mit der oder dem Betroffenen um und was sollte ich auf jeden Fall vermeiden? Darf ich den Cybergrooming-Fall auch ohne die Zustimmung der Eltern melden? Was mache ich, wenn die betroffene Person bereits 14 Jahre oder älter ist? Soll ich mir Beweise weiterleiten lassen? Ich bin unsicher, ob es überhaupt schon Cybergrooming ist? Unter fragzebra.de werden diese Fragen behandelt. Wichtige Informationen sind in diesem Handout mit FAQs zur Meldefunktion zusammengefasst.

FAQ zur Meldefunktion (PDF)

Filme für den Unterricht

Der 10-minütige Film richtet sich an Jugendliche, basiert auf wahren Geschichten und eignet sich für den Einstieg in die Thematik.

Infofilm Cybergrooming (Polizei NRW und Europol)

Aufklärungsvideo Cybergrooming (Landesanstalt für Medien NRW)

Beiträge des LMZ

Cybergrooming – Was tun gegen sexuelle Belästigung im digitalen Raum?

zur News

Dokumentarfilm zu sexuellen Übergriffen im Netz

Zur News

Ulrike Boscher

Diese Seite teilen: