Pornografische Inhalte auf dem Smartphone – Tipps für Eltern & Lehrkräfte
Sex im Klassenzimmer
„Sie haben einen Blowjob angedeutet. Das war in der sechsten Klasse.” – Zwischen kindlicher Naivität und jugendlicher Neugier, inmitten der digitalen Welt.
Wann stoßen Kinder in diesem Netzwerk das erste Mal ungewollt auf Pornografie? Und: Wie können Sie als Elternteil oder Lehrkraft sie davor schützen?
Saskia Nakari ist medienpädagogische Referentin am Stadtmedienzentrum Stuttgart und Expertin im Bereich Jugendmedienschutz. Sie hat mit unserer Kollegin Romy Göhner gesprochen und erklärt, wie wir Kinder und Jugendliche bestmöglich begleiten können: Wenn sie in Kontakt mit Pornos kommen, illegale Inhalte durch den Klassenchat auf dem eigenen Smartphone besitzen, aber auch, wie wir präventiv aufklären und auf eine solche Situation vorbereiten.
Augen auf – gerade bei Pornos
Dazu ist eines enorm wichtig, sagt Saskia Nakari: „Hinschauen.” Die Anzeichen erkennen und offen sein. Was braucht das Kind in der Situation? Entstehen sexualpädagogische Fragen oder treten Verhaltensänderungen auf?
„Wenn Kinder zum Beispiel das erste Mal ein erigiertes Glied sehen und nachfragen: ,Sieht das echt so aus?’”, neigen manche angesprochenen Vertrauenspersonen dazu, zu viel Input zu liefern und damit zu überfordern. Die Expertin rät, auf die Jugendlichen einzugehen.
Anzeichen erkennen & konkrete Praxistipps
Das bedeutet aber auch, Anzeichen zu erkennen und die digitale Welt zu kennen. Durchschnittlich gerät ein/-e Heranwachsende/-r heutzutage mit 12,6 Jahren ungewollt mit pornografischen Inhalten in Kontakt. In diesem Alter sind Jugendliche nicht in der Lage, diese Inhalte richtig einzuordnen und damit umzugehen.
Woran Sie erkennen können, welche Inhalte im Klassenchat und auf dem Pausenhof verbreitet werden, wo die Grenze zwischen unangemessenem und illegalem, strafbarem Material liegt und mit welchen Gesprächsstrategien Sie den Jugendlichen begegnen können, all das erklärt Saskia Nakari in unserem YouTube-Video.

