Das Makermobil – Lernen durch machen

Viele Schulen stehen vor der Herausforderung, digitale und kreative Kompetenzen praxisnah zu vermitteln, verfügen jedoch nicht über die notwendige technische Ausstattung oder geeignete Räume für Making-Angebote. Geräte wie 3D-Drucker, Lasercutter oder Medienstudios sind oft teuer und im Schulalltag schwer zugänglich. Gleichzeitig besteht insbesondere im ländlichen Raum ein begrenzter Zugang zu innovativen Lernformaten.

Die mobilen Makerspaces – unsere Makermobile – setzen genau hier an, indem sie einen vollständig ausgestatteten Makerspace direkt an die Schulen bringen. Die benötigte Technik sowie das pädagogische Know-how kommen mobil vor Ort, sodass Schulen ohne eigene Ausstattung an moderne Formen der Medienbildung und des kreativen Arbeitens herangeführt werden können.

Was ist das Makermobil?

Unsere Makermobile sind speziell ausgestattete Fahrzeuge, die flexibel an Schulen und Bildungseinrichtungen eingesetzt werden. Sie enthalten verschiedene technische Stationen, die je nach Bedarf genutzt werden können. Vor Ort werden Workshops, Projekttage oder auch längere Lernformate durchgeführt, die von qualifiziertem Fachpersonal begleitet werden.

Ein besonderer Vorteil liegt in der Flexibilität des Konzepts: Es sind weder spezielle Räume noch umfangreiche Vorkenntnisse erforderlich. Das Angebot kann sowohl für kurze Unterrichtseinheiten als auch für mehrtägige Projekte genutzt werden und lässt sich an unterschiedliche Schularten und Altersgruppen anpassen.

Infos kompakt

  • Art des Angebots: Mobile Aússtattung und Konzepte für den Unterricht
  • An wen sich das Angebot richtet: Schulen in Baden-Württemberg 
  • Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen
  • Dauer: kann individuell abgestimmt werden
  • Kosten: kostenfrei
  • Ort: an der Schule

Das Makermobil anfragen

Gute Gründe für das Makermobil

Für Schülerinnen und Schüler eröffnet das Makermobil neue Möglichkeiten des handlungsorientierten Lernens. Sie erwerben digitale, technische und kreative Kompetenzen, indem sie selbst aktiv gestalten und experimentieren. Dabei werden zentrale Zukunftskompetenzen wie Problemlösungsfähigkeit, Kreativität, Teamarbeit und Selbstständigkeit gefördert.

Auch Schulen profitieren von dem Angebot, da es einen einfachen Einstieg in die Welt des Making ermöglicht. Lehrkräfte werden entlastet und gleichzeitig dabei unterstützt, innovative Inhalte in ihren Unterricht zu integrieren.

Die Module des Makermobils

Unsere Makermobile bringen die mobilen Module und somit Zukunftstechnologien wie 3D-Druck, Schneideplotten und mehr direkt dorthin, wo sie gebraucht werden –  egal wo sich ihre Schule befindet, auch ohne Spezialräume. Flexibel, sofort einsatzbereit und mit allem ausgestattet, was für den sicheren Schulbetrieb nötig ist: inklusive Gefährdungsbeurteilung und Betriebsanweisung, geprüft von der AG-Sicherheit des Kultusministeriums. So wird jeder Raum zum Makerspace – sicher, kreativ und voller Möglichkeiten. Das Makermobil selbst ist ein Aufnahmestudio und bringt, je nach Workshop, eine Auswahl aus den folgenden fünf Modulen mit.

 

Lasercutter

  • Ein Lasercutter schneidet und graviert Materialien wie Holz, Acryl oder Papier mithilfe eines fokussierten Laserstrahls. 
  • Dateien werden am Computer vorbereitet und über die X-Tool Software an den Cutter gesendet.
  • Das Modul beinhaltet folgende Geräte: 2x xTool M1 Ultra, 2x Filter xTool Safety Pro 

3D-Drucker

  • Ein 3D-Drucker baut aus Filamenten, d.h. aufschmelzbaren Kunststoffen, Schicht für Schicht einen dreidimensionalen Gegenstand. 
  • Man nutzt eine Computerdatei, oft im STL-Format, um das Objekt zu zeichnen. 
  • Die Lernenden können einfache Alltagsgegenstände im 3D-Programm entwerfen und drucken sie aus, um Materialien, Stabilität und Nützlichkeit zu prüfen oder kreieren naturgetreue Formen (Blattnerv, Knochenstruktur) nach, um Bauweisen und Funktionen zu verstehen. 
  • Das Modul beinhaltet folgende Geräte: 4x BambuLab X1 Carbon

Grafik

  • Ein Schneideplotter kann aus Papier, Folie, Pappe und einer Reihe anderer Stoffe Formen schneiden.   
  • Die Lernenden können ihrer Kreativität freien Lauf lassen und entwerfen z.B. Namensschilder oder Etiketten oder erstellen mehrschichtige Poster-Elemente, um Layout- und Farbkontraste zu erforschen. 
  • Das Modul beinhaltet folgende Geräte: 1x 2D-Drucker: Epson ET-1810, 2x Schneidplotter: Cricut Maker 4, 1x Textilpresse: Cricut Autopress 

Sticken

  • Eine Stickmaschine näht Muster auf Stoff.  
  • Sie braucht eine Stickdatei im passenden Format.  Einfache Namenslogos als Stickdatei erstellen und z.B. als  Namenspatch auf eine Stofftasche anbringen . Als gemeinschaftliches Projekt eignet sich auch ein Puzzle, welches am Ende zusammengefügt wird. 
  • Das Modul beinhaltet folgende Geräte: 2x Stick-/Nähmaschinen: Brother M380 1x Stickmaschine: BrotherXE2 Stellaire  

Ton- und Filmstudio

  • Das Ton- und Filmstudio mit Aufnahme- und Abspieltechnikbefindet sich direkt im Makermobil.  
  • Die Lernenden können Podcast oder Gesprächsbeiträge erstellen und diese schneiden. 
  • Musikprojekte umsetzen, Podcast, Interviews filmen und vertonen. 

Mechatronik

  • Das Mechatronik-Modul bietet die Möglichkeit, Mechanik, Elektronik und Informatik zu verbinden. 
  • Ob Roboterarme oder kleine Wagen mit Sensoren. Der Kreativität sind auch hier keine Grenzen gesetzt. 
  • Das Modul beinhaltet folgende Geräte: 2x Lötstationen incl. Absaugung, diverse Handwerkzeuge 

Wie läuft der Einsatz des Makermobils ab?

Die Inhalte des Makermobils sind modular aufgebaut und decken verschiedene Bereiche ab. Dazu gehören beispielsweise 3D-Druck, bei dem eigene Objekte entworfen und produziert werden, sowie der Einsatz von Lasercuttern zum Schneiden und Gravieren von Materialien. Ergänzt wird das Angebot durch kreative Anwendungen wie Grafikdesign, Plotten oder Textilverarbeitung. Auch Bereiche wie Mechatronik sowie die Produktion von Audio- und Videoinhalten sind Teil des Programms.

Ein typischer Ablauf sieht vor, dass das Makermobil an die Schule kommt, die Stationen aufgebaut werden und anschließend Workshops oder Projekte unter fachkundiger Begleitung stattfinden. Am Ende steht häufig eine Präsentation oder Reflexion der Ergebnisse.

Unsere Lernformate bieten den Lernenden die Möglichkeit, innerhalb von drei ausgearbeiteten und vorbereiteten Formaten Kompetenzen auszubilden. Dabei haben wir immer die 21st Century Skills des Bildungsplans im Blick.

  1. WarmUps: Eignen sich perfekt zum Einstieg oder um neue Techniken auszuprobieren. 
  2. Making trifft Schule: Kreative und digitale Methoden werden praxisnah, fächerübergreifend und an den Bildungsplan angedockt, integriert. 
  3. Hackerdays: Teilnehmende arbeiten mit den Modulen an eigenen Projekten, Themenstellungen oder selbst gewählten Problemstellungen. Hackerdays werden im kommenden Kalenderjahr als Prototyp getestet und ab 2027 als drittes Format zur Verfügung stehen.

Fragen und Antworten

1. Für wen ist das Angebot geeignet?

Das Makermobil eignet sich für alle Schularten und Altersgruppen.

2. Benötigt die Schule spezielle Ausstattung?

Nein, das Makermobil bringt alles mit.

3. Wie groß sind die Arbeitsgruppen?

Das Makermobil ist für Klassen mit bis zu 25–30 Lernenden ausgelegt

4. Wer unterstützt vor Ort?

Unterstützung vor Ort erhalten Sie durch Fachpersonal der Medienzentren sowie Teilnehmende des FSJ digital.

Das Makermobil anfragen

Interessierte Schulen können das Angebot beim Landesmedienzentrum Baden-Württemberg anfragen. Die Vergabe erfolgt im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten, insbesondere während der aktuellen Pilotphase.

Das Projekt wird von einem Team des Landesmedienzentrums betreut, das sowohl organisatorisch als auch pädagogisch unterstützt. Der Start des Programms ist im Rahmen eines Pilotjahres erfolgt, mit dem Ziel, das Angebot in den kommenden Jahren weiter auszubauen und perspektivisch flächendeckend verfügbar zu machen.

Sie haben eine Frage zum Makermobil? Dann wenden Sie sich per E-Mail an das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg.

Das Makermobil anfragen

Vom Prototyp zur Praxis

Start ins Pilotjahr

Nach einer intensiven Testphase durch das Team Makermobil startet das Projekt nun offiziell ins Pilotjahr 2026. Dabei gehen insgesamt acht Makermobile an den Start – stationiert in den ersten acht ausgewählten Medienzentren in Baden-Württemberg:
Karlsruhe, Neckar-Odenwald Kreis, Rhein-Neckar-Kreis und Tuttlingen/ Konstanz, Lörrach, Emmendingen, Bodenseekreis, Ulm. 

Ein Blick in die Zukunft

Ab 2027 werden acht Makermobile im ganzen Land so stationiert, dass alle Schularten und Regionen Baden-Württembergs vom Angebot profitieren. Ziel ist es, Making, Medienbildung und digitale Kompetenzen dauerhaft im Schulalltag zu verankern – direkt vor Ort und mit niedrigschwelligem Zugang.

Im Laufe des Pilotjahres 2026 wird das Makermobil in weitere Gegenden Baden-Württembergs fahren.

Folgende Landkreise sind für das Pilotjahr 2026 in Planung

  • Heidenheim
  • Freiburg
  • Mittelbaden
  • Landkreis Karlsruhe
  • Freudenstadt
  • Zollernalbkreis
  • Ostalbkreis
  • Rottweil
  • Crailsheim

Impressionen des Makermobils im Einsatz

Um diese Inhalte anzuzeigen, wird eine Verbindung mit player.vimeo.com hergestellt. Hierbei werden Daten in die USA übermittelt.
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