E-Rezept und Co. – Botschafter/-innen des LMZ unterstützen bei digitalen Gesundheitsangeboten

Sandra Appel

gesund und digital@Ländlicher Raum will die Chancen der digitalen Gesundheitsversorgung in den ländlichen Raum bringen und insbesondere älteren Menschen eine selbstbestimmte digitale Teilhabe ermöglichen. I Foto: Lumos sp via Adobe Stock

Fortschreitende Digitalisierung im Gesundheitswesen

Am 1. Januar 2024 wurde das rosafarbene Papier-Rezept durch das E-Rezept abgelöst. Versicherte erhalten verschreibungspflichtige Arzneimittel ab sofort nur noch per E-Rezept und können dieses mit ihrer elektronischen Gesundheitskarte, per App oder mittels Papierausdruck einlösen. Spätestens an diesem Beispiel wird deutlich: Die Digitalisierung schreitet auch im Gesundheitswesen voran.

Vorwiegend ältere Menschen fühlen sich jedoch oft unsicher oder können auf wenig Erfahrung im Umgang mit digitaler Technik zurückgreifen, insbesondere bei neuen digitalen Entwicklungen im Gesundheitswesen. Hier setzt das Projekt gesund und digital@Ländlicher Raum an, das die Chancen einer digitalen Gesundheitsversorgung in den ländlichen Raum bringen und insbesondere älteren Bürgerinnen und Bürgern eine selbstbestimmte digitale Teilhabe durch Medienkompetenz ermöglichen will.

 

gesund und digital@Ländlicher Raum

Wissen weitergeben: LMZ bildet digitale Gesundheitsbotschafter/-innen aus

Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) bildet vor diesem Hintergrund interessierte Seniorinnen und Senioren zu digitalen Gesundheitsbotschafterinnen und -botschaftern (dGB) aus. Diese geben nach abgeschlossener Schulung ihr Wissen als Ehrenamtliche an andere, vorwiegend ältere Menschen weiter – im privaten Umfeld, im Verein oder auf Vortragsebene. Inzwischen wurden bereits 130 digitale Gesundheitsbotschafterinnen und -botschafter ausgebildet.

Insbesondere ältere Menschen profitieren von dem Wissenstransfer. Doch auch Angehörige, Betreuende und Verantwortliche der entsprechenden Bereiche bei Kommunen und Institutionen werden mit dem Projekt angesprochen. Seit Juli 2022 wurden in vier Modellregionen Konzeptionen zur digitalen Teilhabe im Gesundheitswesen erarbeitet. Nun werden die Angebote bis zum 31. Dezember 2024 auf den gesamten ländlichen Raum Baden-Württembergs ausgeweitet.

Einen Einblick in das Projekt und in die Ausbildung zur digitalen Gesundheitsbotschafterin beziehungsweise zum digitalen Gesundheitsbotschafter erhalten Sie auf dem YouTube-Kanal von gesund und digital@Ländlicher Raum.

 

gesund und digital@Ländlicher Raum auf YouTube

Online-Vortragsreihe auf YouTube

Einmal im Monat findet online ein Expertenvortrag zu Themen aus dem digitalen Gesundheitswesen statt, zum Beispiel zu den Chancen und Risiken digitaler Gesundheitsangebote und den zu erwartenden Entwicklungen. Die nächsten Termine sind:

  • 28.02.2024 I Digitales Gesundheitswesen – Welche Rahmenbedingungen braucht es für eine erfolgreiche Umsetzung?
  • 27.03.2024 I Gesundheit, Internet und Datenschutz
  • 24.04.2024 I Roboter als Pflegekraft und KI als Psychotherapeut/-in – Wohin entwickelt sich die Digitalisierung des Gesundheitssystems?
  • 29.05.2024 I EPA und E-Rezept – Alles was Sie wissen müssen
  • 26.06.2024 I Leben mit digitaler Assistenz: Intelligentes Wohnen & AAL
  • 24.07.2024 I KI im Gesundheitswesen

Die Vorträge werden auf dem YouTube-Kanal von gesund und digital@Ländlicher Raum live gestreamt und stehen dort auch nach der Veranstaltung weiter zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

 

Veranstaltungskalender

Über das Projekt

Das Projekt gesund und digital@Ländlicher Raum wird vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) im Rahmen des Kabinettsausschusses Ländlicher Raum gefördert und von der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) koordiniert.

 

LFK: gesund und digital@Ländlicher Raum

Sandra Appel

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