Computational Thinking
Kreatives Problemlösen, logisches Denken und Teamarbeit – all das bedeutet Computational Thinking. Lassen Sie sich inspirieren und bereiten Sie Lernende auf die Zukunft vor.
Über das Projekt
Computational Thinking wird sich zukünftig als eine grundlegende Denkweise in der Bildung etablieren. Diese gibt Lehrenden und Lernenden innovative Methoden an die Hand, um komplizierte Probleme in verschiedenen Fächern systematisch zu lösen. Dadurch fördern wir das Vertrauen sowie das Interesse der Lernenden in digitale Technologien.
Der Kerngedanke von Computational Thinking: Lernende wenden Informatik-Denkweisen und Methoden auf intuitive Weise an und verstehen Konzepte wie Abstraktion und Mustererkennung.
Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg stattet im Auftrag des Kultusministeriums bis Ende 2026 insgesamt 404 weiterführende Schulen mit ComThink-Sets in Klassenstärke aus. Das Landesmedienzentrum unterstützt Lehrkräfte mit passendem Material zum direkten Einsatz am Lernort und darauf abgestimmten Fortbildungen.
Fragen und Antworten zum Projekt
1. Warum ist der Kompetenzerwerb von Computational Thinking in der Schule von Bedeutung?
In unserer sich rasant ändernden Welt gewinnen digitale Technologien zunehmend an Bedeutung. Lernende sollen nicht lernen, mit diesen Technologien umzugehen, sondern dadurch einfacher Probleme lösen zu können. Computational Thinking hilft ihnen, sich besser auf den ständigen Wandel und die damit verbundenen Herausforderungen vorzubereiten. Folgende Aspekte sind hierbei besonders hervorzuheben:
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Förderung von Schlüsselkompetenzen für das 21. Jahrhundert: Es fördert zentrale Fähigkeiten wie kritisches Denken, logisches Denken und systematische Problemlösung. Diese Kompetenzen sind unerlässlich, um im 21. Jahrhundert erfolgreich zu sein. Lernende können dadurch komplexe Probleme in kleinere, handhabbare Teile zerlegen und effiziente Lösungsstrategien entwickeln.
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Aufbau von digitaler Selbstbefähigung und Selbstvertrauen: Lernende überwinden Ängste vor neuen Technologien und entwickeln Selbstvertrauen im Umgang mit digitalen Werkzeugen. Sie werden nicht nur zu aktiven Nutzern der Technologie, sondern auch zu Gestaltern. Das bedeutet, dass sie selbstbewusst und souverän mit digitalen Herausforderungen umgehen können.
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Förderung von Zusammenarbeit und Kreativität: Es fordert Lernenden dazu auf, im Team zu arbeiten, um kreative und innovative Lösungen zu finden. Diese Kombination aus Kreativität und Zusammenarbeit ist in einer vernetzten und komplexen Welt von unschätzbarem Wert.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Computational Thinking ein mächtiges Werkzeug zur Problemlösung ist, das über die Informatik hinaus in vielen Bereichen des Lebens anwendbar ist. Lernende verbessern nicht nur ihre Fähigkeiten in der Informationstechnologie, sondern entwickeln eine vielseitig einsetzbare Methode, um komplexe Probleme effizient zu analysieren und kreative Lösungen zu finden. So werden sie besser auf die digitale Welt vorbereitet und können sich aktiv und selbstbewusst darin bewegen.
2. Was bedeutet COMPUTATIONAL THINKING denn nun genau?
Computational Thinking ist eine Denkweise und eine systematische Methode zur Problemlösung. Sie umfasst verschiedene Schlüsselelemente, die für das wissenschaftliche Arbeiten von großer Bedeutung sind. Die Kernelemente sind:
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Zerlegung: Ein großes Problem wird in kleinere Teile zerlegt.
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Mustererkennung: Das Erkennen von Mustern und Gemeinsamkeiten in Problemen oder Daten.
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Abstraktion: Die wesentlichen Informationen werden hervorgehoben und unwichtige Details ausgeblendet, um allgemeine Prinzipien abzuleiten.
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Algorithmen-Design: Die Entwicklung einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Problemlösung.
Zusätzlich spielen folgende Elemente eine Rolle:
- Evaluation: Die Bewertung und Optimierung der Lösung.
- Kritisches Denken: Das Hinterfragen und Analysieren von Problemen und Lösungen.
- Modellierung: Die Verwendung von Modellen und Heuristiken, um komplexe Probleme zu vereinfachen und Lösungsansätze zu formulieren.
- Darstellungsvermögen: Die Fähigkeit, Probleme und Lösungen klar und verständlich darzustellen.
- Kreativität: Das Finden innovativer und effektiver Lösungen.
- Kollaboration & Kommunikation: Die Stärkung sozialer und kommunikativer Fähigkeiten, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln und diese klar und verständlich zu präsentieren.
3. WER KANN AM PROJEKT „ComThink | COMPUTATIONAL THINKING“ TEILNEHMEN?
Bewerben können sich alle Schulen der Sekundarstufe I in Baden-Württemberg. Die Bewerbungsphase beginnt Mitte Juni 2026.
4. MÜSSEN SCHULEN SPEZIELLE VORAUSSETZUNGEN ZUR TEILNAHME ERFÜLLEN?
Da Teams kreativer und erfolgreicher arbeiten und Austausch wichtig ist, sollten Lehrkräfte für Computational Thinking ein Team bilden. Für die Bewerbung müssen sich mindestens zwei Lehrkräfte bereit erklären, das Projekt federführend an der Schule zu etablieren.
Jede Schule verpflichtet sich mit der Teilnahme, ihre Erfahrungen und Ideen mit mindestens einer weiteren Schule zu teilen. Gerne unterstützen wir das Computational Thinking-Team der Schule bei der Umsetzung eines solchen Events.
Sie benötigen für die Teilnahme einen Bluetooth-fähigen Klassensatz an mobilen Endgeräten (iPad, Laptop, o.ä.) mit einem gängigen Betriebssystem, (iOS, MacOS, Windows).
5. WIE KANN ICH MICH BEWERBEN?
Folgende Informationen benötigen Sie für die Bewerbung:
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Name der Schule
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Schulform
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Anschrift der Schule
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Angabe Landkreis / Kreiszugehörigkeit der Schule
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Informationen zur Schulleitung
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Teammitglieder der Schule
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Name der Teammitglieder
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Mailkontakt der Teammitglieder
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Angabe des zuständigen Medienzentrums (Ihr zuständiges Medienzentrum finden Sie hier)
Die Bewerbungsphase beginnt Mitte Juni 2026.
6. WAS ERHALTEN WIR ALS SCHULE?
Sofern Ihre Bewerbung erfolgreich ist, erhalten Sie als Schule:
- Technische Ausstattung mit fischertechnik:
STEM Coding Max (12 Sets), STEM Simple Machines (12 Sets), Kreativbox mit vielfältigen Bauteilen (1 Box) - Stabiler, mobiler Aufbewahrungsschrank (1 Stück)
- Passendes Unterrichtsmaterial
- Aktuelle Fortbildungskonzepte
- Vernetzungsmöglichkeiten mit anderen Computational Thinking-Schulen
7. DÜRFEN WIR DIE TECHNIK UND MATERIALIEN NACH ENDE DES PROJEKTS BEHALTEN?
Ja, und wir freuen uns über einen kreativen und dauerhaften Einsatz.
8. WAS, WENN MEIN KOLLEGIUM NICHT AN DIESEM THEMA INTERESSIERT IST?
Auch wenn Sie als Zweierteam im Kollegium starten: Computational Thinking im Unterrichtseinsatz begeistert die Lernenden und Begeisterung ist immer ansteckend. Daher mit Spaß und Neugier ran an die Technik! Der erste Schritt ist es den Mut aufzubringen, neue Möglichkeiten auszuprobieren und diese gemeinsam zu testen. Computational Thinking kann jeden Fachbereich bereichern, probieren Sie es aus.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.
9. ICH FINDE DAS THEMA SPANNEND, HABE ABER LEIDER KEINERLEI ERFAHRUNGEN.
Super, die Neugier auf das Thema ist der wichtigste Punkt. Alles Weitere lernen Sie mit Hilfe unseres Unterrichtsmaterials, der Unterstützung unserer Referentinnen und Referenten, sowie in der Praxis mit Ihren Lernenden. Weitere Vorerfahrung wird nicht benötigt.
Für die Teilnahme bewerben

Die Bewerbungsphase beginnt Mitte Juni 2026.
Unser Computational Thinking-Set

Das Computational Thinking-Set und die Unterrichtsmaterialien zum Download.
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