Filme können historische Ereignisse emotional erfahrbar machen und Erinnerungskultur stärken. Die Verfolgungsgeschichte von Sinti und Roma im Nationalsozialismus wurde lange Zeit in Gesellschaft und Film weitgehend ausgeblendet – trotz der Ermordung mehrerer hunderttausend Angehöriger dieser Minderheit. Heute stehen bewegende Spiel- und Dokumentarfilme zur Verfügung, die sich für den Unterricht eignen und sowohl historische als auch gegenwartsbezogene Perspektiven eröffnen.
Die Teilnehmenden dieser Online-Fortbildung
- erwerben historisches Hintergrundwissen zur Verfolgung und zum Völkermord an Sinti und Roma im Nationalsozialismus sowie zu deren anhaltender Diskriminierung nach 1945
- lernen film- und bildungstheoretische Grundlagen im Kontext von Antiziganismus kennen
- arbeiten mit ausgewählten Filmausschnitten und Interviews von Zeitzeuginnen und -zeugen, um filmische Zugänge zum Thema zu erschließen
- erproben didaktische Ansätze, um Filme im Unterricht sensibel und wirksam einzusetzen
- entwickeln Unterrichtsideen zu Filmen des Augen auf – Kinotags, darunter „Django – Ein Leben für die Musik“ (F 2017), „Zirkuskind“ (D 2024), „Menschen können zweimal sterben“ (D 2022) und „Wesley schwimmt“ (D 2024)
- diskutieren Wege, wie Schülerinnen und Schüler für die Bedeutung der NS-Geschichte und für Diskriminierungsmechanismen in der Gegenwart sensibilisiert werden können
Die Fortbildung findet im Rahmen des Augen Auf – Kinotags statt.
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