Einstieg in die Filmpraxis

Ob Filmszene, Schüler-Nachrichten oder Erklärvideo: Kinder und Jugendliche profitieren davon, wenn sie selbst in die Rolle von Filmschaffenden schlüpfen. Neben der Analyse und dem kreativen Bearbeiten eines bereits fertigen Films sollte daher auch die Filmpraxis Gegenstand des Unterrichts sein.

Filmpraxis heißt nicht automatisch, dass am Ende ein fertiger Film entstehen muss. Auch kurze und einfache Praxisanreize können eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht darstellen und die Filmlesefähigkeit sowie einen kritischen Blick auf Bewegtbild entscheidend stärken. Eine Sammlung kurzer praktischer Methoden für den Unterricht haben wir Ihnen im Verlauf der Seite zusammengestellt.

Kleine Filmprojekte planen

Dank des stetigen technischen Fortschritts ist es inzwischen einfach, Filme zu erstellen – zum Beispiel mithilfe von Digitalkameras, Tablets oder Smartphones. 

Für den ersten kleinen Film haben sich folgende Projekte bewährt:

  • Visualisierung eines Gedichts oder einer Kurzgeschichte
  • Umwandlung einer Theater- in eine Filmszene
  • Dokumentation von Schulveranstaltungen
  • Interviews mit Lehrkräften
  • Schüler-Nachrichten
  • Fake-Trailer
  • Tutorials und Erklärvideos

Bei der Produktion eigener Filme im Unterricht spielen neben kreativen Aspekten auch rechtliche Fragen eine wichtige Rolle, insbesondere im Hinblick auf das Recht am eigenen Bild und das Urheberrecht. Eine übersichtliche Sammlung von Informationen und praxisnahen Fallbeispielen bietet die Seite „Wer hat Urheberrecht“.

Vor dem Filmdreh

Eine Geschichte entwickeln

Bevor ein Film gedreht werden kann, muss zunächst eine Geschichte entwickelt werden. Aus einer ersten Idee entsteht Schritt für Schritt eine strukturierte Handlung, die später im Drehbuch festgehalten wird. Für den Aufbau einer Geschichte bietet die Drei-Akt-Struktur eine hilfreiche Orientierung. Sie unterstützt dabei, Figuren, Konflikte und Wendepunkte klar zu planen. Anschließend wird die Filmidee in verschiedenen schriftlichen Formen ausgearbeitet – vom Exposé über das Treatment bis hin zum vollständigen Drehbuch.

Praxistipps für Kinder und Jugendliche: mit Brainstorming zur eigenen Geschichte

1. Organisatorische Fragen klären:

  • Wie viel Zeit haben wir?
  • Wer macht mit?
  • Welche Ressourcen haben wir? Und wer kann intern oder extern unterstützen?
  • Wen wollen wir mit dem Film erreichen?

2. Erste Gedanken zum Filminhalt machen:

  • Welche Art von Film wollen wir machen?
  • Worum soll es gehen?
  • Was soll die Aussage des Films sein?

3. Ideen in der Gruppe sammeln: 

  • Zeitungen, Bücher oder Zeitschriften lesen sowie eine Internetrecherche vornehmen
  • Beobachtungen und Erfahrungen aus dem Alltag sammeln
  • Ideen in ein Notizbuch schreiben
  • Ideen in der Gruppe vorstellen und zunächst ohne Bewertung anhören (Brainstorming-Methode)
  • Moodboard erstellen, zum Beispiel aus selbstgemachten Fotos, gezeichneten Szenenbildern oder Sammlungen anderer Werke
Zwei Jungs und zwei Mädchen im Teenageralter sitzen an einem Tisch in einer Bibliothek und unterhalten sich. Vor ihnen liegen Zettel. Im Hintergrund sitzen zwei weitere Mädchen.

Eine gute Idee steht am Anfang jedes Filmprojekts. | Foto: PP/Peopleimages.com - adobestock.com

Die Drei-Akt-Struktur: Planungshilfe für Erzählformate

Die klassische Drei-Akt-Struktur gliedert eine Geschichte in drei Teile: Exposition (Akt I), Konfrontation (Akt II) und Auflösung (Akt III). Sie bietet eine hilfreiche Orientierung für die Planung erzählender Formate, egal ob Film, Video oder Kurzgeschichte.

Akt I – Exposition

Figuren, Ausgangssituation sowie Ort und Vorgeschichte werden eingeführt. Ein erstes einschneidendes Ereignis setzt den zentralen Konflikt in Gang. Dies stellt den ersten Wendepunkt dar.

Akt II – Konfrontation

Dies ist häufig der längste Teil der Geschichte. Der zentrale Konflikt entfaltet sich: Hindernisse, Beziehungen und Entwicklungsmöglichkeiten treten hervor.

In der Mitte dieses Aktes liegt der sogenannte Mittelpunkt (Midpoint). Dabei handelt es sich um ein zentrales Ereignis oder eine zentrale Erkenntnis, die die Bedeutung des Konflikts vertieft, die Einsätze erhöht oder die Perspektive der Figur verändert.

Der nachfolgende zweite Wendepunkt spitzt die Situation entscheidend zu und führt in die Schlussphase.

Akt III – Auflösung

Der Konflikt wird gelöst: entweder positiv als „Happy End“ oder negativ durch Scheitern. Die Handlung findet ihren Abschluss.

Didaktischer Hinweis: Eine Geschichte sollte ein zentrales Thema verfolgen. Die drei Phasen gehen fließend ineinander über. Wendepunkte erzeugen Spannung, Überraschung und lenken die Handlung in eine neue Richtung. Sie verändern die Situation oder das Ziel der Hauptfigur grundlegend und leiten in den nächsten Akt über.

Die Grafik zeigt den Verlauf der drei Akte Exposition, Konfrontation und Auflösung. Am Übergang von Exposition und Konfrontation startet mit dem ersten Wendepunkt der zentrale Konflikt. Mitten in der Konfronation findet ein zentrales Ereignis statt oder erfolgt eine zentrale Erkenntnis. Der Übergang von Konfrontation zu Auflösung erfolgt mit dem zweiten Wendepunkt durch die Zuspitzung des Konflikts.

Grafik: LMZ

Praktischer Impuls:

Schülerinnen und Schüler teilen eine bekannte Film- oder Seriengeschichte in die drei Akte ein und identifizieren dabei den Mittelpunkt sowie zentrale Wendepunkte der Handlung.

Vom Exposé zum Drehbuch

Sobald eine Geschichte mit einem ersten Handlungsaufbau entwickelt wurde, folgt das Verschriftlichen der Filmidee. Die professionelle Filmpraxis bietet hierfür verschiedene schriftliche Formate an, die nicht für jedes Filmprojekt in der Schule vollumfänglich ausgearbeitet werden können. Im Schulkontext ist zumindest ein grobes Drehbuch sehr hilfreich. Es ist nicht notwendig, jeden Dialog vollständig auszuformulieren. Wichtig ist jedoch, dass der Handlungsablauf klar erkennbar ist und Anweisungen für die Schauspielerinnen und Schauspieler enthalten sind.

Hier finden Sie die wichtigsten Formate im Überblick:

Das Exposé

Zu Beginn eines Filmprojekts wird ein Exposé erstellt. Es enthält die wichtigsten Informationen zum geplanten Filmprojekt: Titel, Kurzinhalt, dramaturgischer Aufbau, Länge, Drehorte, Schauspielerinnen und Schauspieler und Technik. Es ist häufig nur eine Seite lang und richtet sich an potenzielle Produzentinnen und Produzenten des Films, die für die Finanzierung des Films zuständig sind. Diese sollen in einer Minute verstanden haben, worum es geht, und wie viel der Film ungefähr kosten wird.

Das Treatment

Auf das Exposé folgt häufig die Ausarbeitung eines Treatments. Das Treatment gibt den Aufbau des Films in gegliederter Form wieder. Einzelne Passagen sind bereits ausgearbeitet, z. B. eine Dialogszene, und die wichtigsten Figuren werden charakterisiert.

Das Drehbuch

Das Drehbuch ist die letzte Stufe der schriftlichen Vorbereitung für einen Film. Meist in verschiedenen Spalten gegliedert (Einstellungsnummer, Bild, Ton, Länge), enthält es eine genaue Beschreibung jeder einzelnen Szene. Sämtliche Dialoge sind darin verschriftlicht  inklusive Angaben zu Geräuschen, Musik, Ort innen/außen), Tageszeit (Morgen – Tag – Abend – Nacht) und den benötigten Requisiten.    

Das Storyboard

Ergänzend zum Drehbuch kann ein Storyboard erstellt werden. Dabei werden einzelne Einstellungen oder wichtige Bildmotive skizziert, um die visuelle Gestaltung des Films zu planen.
 

>> Vorlagen (PDF) zum Ausfüllen herunterladen

Praktischer Impuls:

Schülerinnen und Schüler bekommen eine kurze Filmszene gezeigt, für die sie ein dazugehöriges Storyboard erstellen sollen. Dadurch wird deutlich, wie sorgfältig die Bildabfolge geplant und aufeinander abgestimmt wird.
 

Praxistipp: Das Thema Drehbuchschreiben vertiefen

Die Broschüre Ein Drehbuch schreiben – Ein Leitfaden für junge Filmemacher/-innen und ebenso für Lehrerinnen und Lehrer bietet eine umfassende Einführung in dramaturgische Begriffe. Praxisnahe Beispiele und hilfreiche Übungen unterstützen den Schreibprozess. Der Leitfaden eignet sich sowohl für das Selbststudium als auch für die Anleitung von Schülerinnen und Schülern in Film-AGs oder im Unterricht.

Leitfaden herunterladen

Während des Filmdrehs

Aufnahmen aktiv gestalten

Das Drehbuch ist fertig, der Aufnahmeort steht fest und Schauspielerinnen und Schauspieler sind gefunden: Wie können sich Kinder und Jugendliche auf ihren ersten Filmdreh vorbereiten? Was sollten sie während des Drehs beachten? Und wie können sie gezielt filmische Gestaltungsmittel nutzen, um ihren Film zu gestalten? Mit den folgenden Praxistipps und der 20-Shots-Übung gelingt der nächste Filmdreh bestimmt.  

Praxistipps für Kinder und Jugendliche: mit Smartphone oder Tablet drehen

1. Aufnahme grob planen
Überlegt vorab den Ablauf eurer Szene und skizziert ein einfaches Storyboard, um den Dreh strukturiert und zeitsparend umzusetzen. Achtet dabei auf unterschiedliche Einstellungsgrößen und Kameraperspektiven: Sie helfen euch, die Aufmerksamkeit des Publikums zu lenken, Informationen gezielt zu vermitteln und die Wirkung einer Szene bewusst zu gestalten. Einen Überblick über grundlegende filmische Gestaltungsmittel bietet das folgende Material (PDF).    

2. Arbeitet mit der 5-Shot-Regel
Als Kameramann oder -frau hilft es, sich beim Drehen folgende Fragen zu stellen und sie mit dem eingefangenen Videomaterial zu beantworten:

  • Wer? (Person oder deren Gesicht aufnehmen.)
  • Was? (Details dessen filmen, was die Person tut.) 
  • Wo? (Eine Übersicht des Handlungsortes zeigen.)
  • Was? (Das Geschehen aus einer weiteren Perspektive zeigen.)
  • Wow! (Ein besonderes Bild aufnehmen, das die Person z.B. aus der Frosch- oder Vogelperspektive oder in besonderen Lichtverhältnissen zeigt.)

So entstehen abwechslungsreiche und gut schneidbare Videos.

3. Kamera stabilisieren
Haltet das Gerät mit beiden Händen und möglichst nah am Körper oder stützt euch ab. Ideal ist ein Stativ für ruhige Bilder. Wenn ihr freihändig dreht, überlegt vorab, wie dies die Atmosphäre beeinflusst.

4. Lichtverhältnisse aktiv gestalten
Achtet auf gute Lichtverhältnisse: Smartphone- und Tablet-Kameras reagieren empfindlich auf zu wenig oder ungünstiges Licht, da ihre Linsen kleiner sind als die professionellen Filmkameras. Filmt möglichst mit Licht von vorne oder von der Seite und nutzt zusätzliche Lichtquellen. Vermeidet Gegenlicht, sofern ihr nicht bewusst eine Silhouette erzeugen möchtet. 
Nutzt nach Möglichkeit den manuellen Modus, um Fokus und Belichtung selbst zu steuern und Über- oder Unterbelichtung zu vermeiden. Achtet auf die Lichtquelle (natürlich oder künstlich) und führt bei Farbabweichungen einen manuellen Weißabgleich durch, z. B. mit einem weißen Blatt, damit die Farben im Bild natürlich wirken.

5. Im Querformat filmen
Nutzt das Querformat, da Videos so auf den meisten Geräten besser dargestellt werden und keine schwarzen Balken entstehen.

6. Bildgestaltung bewusst nutzen
Platziert wichtige Bildelemente nicht mittig. Teilt das Bild stattdessen gedanklich in ein 3×3-Raster und platziert wichtige Motive auf einem der vier Schnittpunkte statt in der Mitte, um eine spannendere und ausgewogenere Bildwirkung zu erzielen. Wählt und gestaltet den Hintergrund gezielt mit Requisiten, Farben und Details, um die Bildwirkung zu unterstützen. Achtet auch auf den Vordergrund, um durch Staffelung (Vorder-, Mittel- und Hintergrund) mehr Tiefe im Bild zu erzeugen.

7. Tele-Effekt einsetzen
Nutzt den Tele-Zoom, um Motive näher heranzuholen und den Hintergrund zu verdichten, statt wahllos zu zoomen. Setzt digitale Zooms bei mobilen Endgeräten eher sparsam ein, da dies die Bildqualität deutlich verschlechtert – geht stattdessen näher an das Motiv heran.

8. Blende und Fokus einstellen
Stellt die Kamera nach Möglichkeit in den manuellen Modus, um Blende und Fokus gezielt zu kontrollieren. So könnt ihr die Bildwirkung bewusst gestalten und festlegen, welche Bereiche im Bild scharf oder unscharf erscheinen. Über die Blende steuert ihr die Schärfentiefe: Eine kleinere Blendenzahl sorgt für eine geringe Schärfentiefe und lässt den Hintergrund unscharf wirken.
 

Praktischer Impuls – 20 Shots-Übung: 

Die Schülerinnen und Schüler bekommen die Aufgabe, eine Szene in 20 verschiedenen Einstellungen bzw. aus 20 verschiedenen Perspektiven ohne Zoom zu filmen. Danach wird besprochen, wie die verschiedenen Sichtwinkel die Wirkung beeinflussen.

Nach dem Filmdreh

Mit Schnitt und Ton begeistern

Auch wenn die Postproduktion nicht zwingend Teil der Filmbildung sein muss, wird das Ergebnis durch die Bearbeitung deutlich professioneller. Aufnahmen wirken viel hochwertiger, wenn sie mit einem Schnittprogramm bearbeitet werden. Schon das Hinzufügen von Vorspann, Abspann und Übergängen macht einen großen Unterschied und vermittelt ein echtes „Filmgefühl“. Auch bei der Vertonung gibt es in den verschiedenen Programmen viele Möglichkeiten. Für den Schnellstart stellen wir im Folgenden vier kostenlose Videobearbeitungstools vor.

Tools für Videoschnitt im Unterricht

Für die Bearbeitung von Videoprojekten stehen verschiedene kostenfreie Schnittprogramme zur Verfügung. Sie unterscheiden sich in Funktionsumfang, Bedienbarkeit und unterstützten Betriebssystemen. Die folgenden Programme werden im Bildungsbereich häufig genutzt und dienen als Beispiele. Je nach Ausstattung und Anforderungen können auch andere Programme eingesetzt werden.

iMovie

Videoschnittprogramm für Apple-Geräte mit grundlegenden Funktionen. Einfache Bedienung, geeignet für kurze Projekte.

Kdenlive

Open-Source-Programm mit umfangreichen Bearbeitungsmöglichkeiten für Windows, macOS und Linux. Mittlerer Schwierigkeitsgrad, gut für längere oder komplexere Projekte.

DaVinci Resolve

Umfangreiches Schnittprogramm mit professionellen Funktionen, das für Windows, macOS und Linux als kostenlose Version verfügbar ist. Hoher Schwierigkeitsgrad, Registrierung erforderlich, geeignet für komplexe Projekte oder AGs.

Stop Motion Studio

Programm zur Erstellung von Stop-Motion-Filmen als App für iOS und Android sowie als Programm für Windows und macOS, einfache Bedienung, geeignet für kreative Animationsprojekte im Unterricht.

Praxistipps für Kinder und Jugendliche: Videoschnitt leicht gemacht

Beim Dreh eines Films entsteht meist viel mehr Material, als später im fertigen Film zu sehen ist. Für eine Stunde Film werden durchschnittlich etwa zwanzig Stunden Rohmaterial aufgenommen. Beim Schnitt werden diese Aufnahmen gesichtet, ausgewählt und zu einer verständlichen Geschichte zusammengesetzt.

Mit diesen sieben hilfreichen Tipps gelingt der Filmschnitt auch bei Einsteigerinnen und Einsteigern.

1. Erst sichten, dann schneiden
Bevor ihr mit dem Schneiden beginnt, verschafft euch einen Überblick über das gesamte Material. Schaut euch alle Aufnahmen an und notiert wichtige Stellen, gute Szenen oder mögliche Probleme.

2. Die besten Aufnahmen auswählen
Von einer Szene gibt es oft mehrere Versionen („Takes“). Wählt die Takes mit der besten Bild- und Tonqualität sowie der überzeugendsten Darstellung aus.

3. Material reduzieren
Ein wichtiger Schritt im Schnittprozess ist das Aussortieren unbrauchbarer Aufnahmen, zum Beispiel Aufnahmen mit Versprechern, technischen Fehlern oder misslungenen Einstellungen. Durch diese Reduktion wird das Rohmaterial übersichtlicher und leichter zu bearbeiten.

4. Szenen sinnvoll anordnen
Ordnet die ausgewählten Aufnahmen so an, dass eine klare und verständliche Abfolge entsteht. Die Reihenfolge der Szenen sollte die Geschichte oder den Lerninhalt logisch aufbauen.

5. Fehler im Schnitt ausgleichen
Nicht alles beim Dreh läuft perfekt. Im Schnitt lassen sich kleine Fehler korrigieren, zum Beispiel durch Zwischenschnitte oder das Einfügen anderer Bilder.

6. Rhythmus und Wirkung erzeugen
Der Schnitt bestimmt auch Tempo, Spannung und Atmosphäre eines Films. Schnelle Schnittfolgen wirken dynamisch, längere Einstellungen ruhiger. Unterschiedliche Montagetechniken, wie etwa parallele Handlungsstränge oder bewusst gesetzte Kontraste, können zusätzlich Bedeutung und Emotionen erzeugen.

7. Den Film im Feinschnitt vollenden
Nachdem eine erste Fassung entstanden ist (der Rohschnitt), wird der Film im Feinschnitt weiteverbessert. Szenen werden gekürzt, verschoben oder präziser geschnitten. Erst in dieser Phase entsteht die finale Version.   

Ein Mann mit Brille ist an seinem Schreibtisch von hinten zu sehen. Er schaut auf einen Laptop, auf dem ein Videoschnitt-Programm geöffnet ist.

Die Auswahl der besten Aufnahmen ist eine wichtige Aufgabe beim Filmschnitt. | Foto: artiemedvedev - adobestock.com

Empfehlungen für die Vertonung eines Films

Für die Vertonung bieten viele Schnittprogramme unterschiedliche Möglichkeiten, etwa durch Musik, Geräusche oder gesprochene Kommentare. Wenn Filme veröffentlicht werden sollen, sollte keine urheberrechtlich geschützte Musik ohne entsprechende Lizenz verwendet werden. Für schulische Filmprojekte können daher frei nutzbare Musik- und Soundbibliotheken im Internet hilfreich sein.

Zwei Beispiele für frei nutzbare Sounds und Musik:

Pixabay

Die Plattform Pixabay bietet eine umfangreiche Sammlung an lizenzfreien Sounds und Musik, die beispielsweise für die Vertonung von Filmprojekten genutzt werden können. Die Audiodateien unterliegen der Pixabay-Lizenz und dürfen in der Regel kostenlos undauch für schulische und nicht-kommerzielle Zwecke verwendet werden. Es empfiehlt sich dennoch, die jeweiligen Lizenzbedingungen vor der Nutzung zu prüfen.

hoerspielbox.de

Die Plattform hoerspielbox.de stellt zahlreiche kindgerechte Geräusche und Sounds bereit, die sich gut für Filmprojekte im schulischen Kontext eignen. Die Audiodateien können in der Regel kostenlos für nicht-kommerzielle Zwecke genutzt werden, sofern sie in eigene Inhalte eingebunden werden. Dabei sollte die Quelle www.hoerspielbox.de angegeben und auf die jeweiligen Nutzungsbedingungen geachtet werden.

Praktischer Impuls:

Die Schülerinnen und Schüler hinterlegen eine kurze Szene mit wechselnder Musik und untersuchen, wie dieser Wechsel die Stimmung verändert. Hierfür kann zum Beispiel die App Top Shot genutzt werden.

Quellen

Vanessa Scheller & Kerstin Tscherbakova

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