Mechanische und elektromechanische Rechenmaschinen

Konrad Zuse baute die erste vollautomatische, frei programmierbare Rechenmaschine, also den ersten Computer. Die Z3 wurde vorwiegend aus Altmaterial gebaut, als Lochkarten wurden Filmstreifen benutzt, die mit einem einfachen Handlocher gelocht wurden. Für die Durchführung von Multiplikationen oder Divisionen brauchte sie etwa 3 Sekunden.
 
Die Z3 wurde während des Zweiten Weltkriegs zerstört. 1960 wurde sie nachgebaut und im Deutschen Museum in München aufgestellt.

3500 v. Chr.

Die ersten vollständigen Zahlensysteme entstehen.

 

Ca. 3200 v. Chr.

Die erste Rechenmaschine, der Abakus, wird entwickelt.

16. Jhd.

Adam Riese beschreibt in seinen Rechenbüchern die vier Grundrechenarten.

1780

Benjamin Franklin entdeckt die Elektrizität.

1801

Joseph-Marie Jacquard erfindet einen durch Lochkarten automatisierten Webstuhl. Die Lochkarten kontrollierten die Muster auf dem gewobenen Stoff.

1832

Charles Babbage entwickelt das Prinzip der Analytischen Maschine. Sie beinhaltet bereits folgende Komponenten: Rechenwerk, Steuerwerk, Speicher, Ein- und Ausgabe, Programmsteuerung. Ada King, Tochter von Lord Byron, schreibt Berechnungsprogramme für die Analytische Maschine und geht so als erste Programmiererin in die Geschichte ein.

1887

Herman Hollerith entwirft das „Hollerith Electric Tabulating System“. Seine Maschine wird in den USA zur Auswertung der elften Volkszählung 1890 eingesetzt. Seine Firma „Tabulating Machine Company“ entwickelt sich später zu „IBM“.

1935

Howard Hathaway Aiken, Harvard University, kommt in seinem Forschungsgebiet mit Differentialgleichungen in Berührung, die keine genauen Lösungen haben. Deshalb plant er einen Großrechner und lehnt sich unter anderem an Ideen von Hollerith an. Er gewinnt IBM für seine Idee und in vier Jahren wird daraus der ASCC (Automatic Sequence Controlled Calculator). Dieser Rechner wird nach Harvard verlegt und erhält dort den Namen Mark I.

1938

Konrad Zuse stellt den Z1 fertig, die erste binär rechnende Maschine. Drei Jahre später fertigt er mit der Z3 die erste elektromechanische, frei programmierbare Rechenmaschine. Zuse bietet der Armee an, einen elektronischen Rechner zu bauen, was jedoch abgelehnt wird.   

Vom ersten elektronischen Rechner zum PC

Der erste elektronische Rechner ENIAC entstand in Pennsylvania. Er arbeitete mit etwa 18 000 Elektronenröhren und sollte der Artillerie bei der Berechnung von Flugbahnen helfen. Die Programmierung erfolgte durch Umstecken und Umlöten von Drähten. Problematisch war die Störanfälligkeit und der große Stromverbrauch sowie die Wärmentwicklung der Röhren. Diese Probleme konnten durch die Erfindung von Transistoren in den 50er-Jahren gelöst werden.

1945

In den USA wird der erste elektronische Rechner ENIAC (Electronic Numerical Integrator Analyzor and Computer) in Betrieb genommen.

1947

William Bradford Schockley, John Ardeen und Walter Brittain erfinden den Transistor.

1958

Der erste integrierte Schaltkreis wird von Jack St. Clair Kilby von Texas Instruments erfunden.

1966

Erste ARPAnet-Pläne zur Vernetzung mehrerer Rechner.

1971

INTEL fertigt den ersten Mikroprozessor.

1974

Der erste PC, der MITS Altair 8800, kommt auf den Markt.

Die Computer erobern Wohnzimmer und Büros

Der Commodore C64 eroberte die Haushalte wie kein anderer PC. Er kam im September 1982 auf den Markt, schon 1986 waren eine Million Exemplare in Deutschland verkauft. Er hatte die größte Fangemeinde, die sich ein Elektrogerät vorstellen kann. Er war leicht zu bedienen und eignete sich gut für Computerspiele.   

1975

Traf-O-Data wird in den Namen Micro-soft umbenannt. Der Bindestrich wird später weggelassen.   

1976

Die Firma Apple wird am 1. April von Steve Jobs und Steve Wozniak gegründet, im März baute Wozniak den ersten Apple: Apple I.   

1981

IBM stellt am 12. August seinen PC vor. IBM lizensiert DOS von der damals winzigen Firma Microsoft, statt ein eigenes Betriebssystem zu schreiben.

1982

Die ersten Computerviren tauchen auf Apple-Computern auf.

1983

Mit dem Commodore C64 kommt ein Computer auf den Markt, der auch für Amateure erschwinglich ist.

1985

Windows 1.0 kommt im November auf den Markt, fast zwei Jahre nachdem es angekündigt war. Von den vielen Versprechungen, die Microsoft 1983 betreffend Windows gemacht hatte, ging fast keine in Erfüllung; tatsächlich gingen sie erst mit Windows 3.1, einige sogar erst mit Windows 95 in Erfüllung.

Commodore bringt den Amiga auf den Markt, den ersten Multimedia-Computer.

1992

Das Betriebssystem Windows 3.1 kommt auf den Markt.

1993

Die erste Version des Betriebssystems Windows NT wird vorgestellt, es ist netzwerktauglich.

Intel bringt den ersten Pentium-Prozessor auf den Markt.

1994

Das Betriebssystem Version 1.0 von Linux wird im März freigegeben.

Mosaic Communications veröffentlicht den Internet Browser Netscape Navigator.

Der Computerhersteller Apple kündigt die neue Rechnergeneration PowerMac an.

1995

Microsoft beginnt mit der Programmierung des Browsers Internet Explorers. Die ersten Versionen des Internet Explorer wollte praktisch niemand benutzen, obwohl Microsoft sie verschenkte, während zumindest Firmen für die Nutzung des Netscape Navigators noch bezahlen mussten. Microsoft beschließt, dass es etwas kostet, wenn der Explorer nicht verwendet wird. Dafür kreierten sie eine neue Lizenz: Windows inklusive Explorer. Diese war für Computerhersteller billiger als Windows alleine, falls Navigator nicht vorinstalliert wurde. Microsoft hörte mit dieser Praxis in einer außergerichtliche Vereinbarung auf, aber für den Navigator war es schon zu spät.

Das Betriebssystem Windows 95 kommt auf den Markt.

Der Animationsfilm Toy Story ist der erste Kinofilm, der im Computer erzeugt wurde.

1997

Der Großrechner „BigBlue“ von IBM schlägt den Schachweltmeister Garry Kasparov.

2001

Windows XP kommt auf den Markt. Das Betriebssystem wird für die folgenden zehn Jahre die Arbeitswelt beherrschen und deutlich stabiler laufen als alle seine Vorgänger.

2007

Das mit Multi-Touch-Steuerung ausgestattete iPhone von Apple verwischt die Grenze zwischen Handy und Computer, die Ära der Smartphones beginnt.

2008

Der Internetkonzern Google stellt sein Smartphone-Betriebssystem Android vor.

2010

Mit dem Apple iPad beginnt der Siegeszug der Tablet-Computer.

2012

Mit Windows 8 hält das althergebrachte Microsoft-Betriebssystem auf Tablet-Computern Einzug.

Andreas Konitzer

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