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Landesmedienzentrum stattet Schule mit ComThink-Set aus – Staatssekretärin Boser überzeugt sich, wie digitale Bildung an Karlsruher Schule gelingt

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Ein Baukasten voller guter Ideen: Am Helmholtz-Gymnasium Karlsruhe lernen Kinder und Jugendliche seit Kurzem im Unterricht mit den ComThink-Sets des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg Programmieren und kreatives Konstruieren.

Karlsruhe, 9. Juli 2025: Als eine der ersten von 101 weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg hat das Helmholtz-Gymnasium in Karlsruhe ein sogenanntes ComThink-Set erhalten. Es ist Bestandteil des Projekts „Computational Thinking im Sekundarbereich I“ des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg (LMZ). Verstaut in einem Rollschrank enthält das ComThink-Set Zubehör für Programmierung, Robotik und kreatives Konstruieren in Klassenstärke sowie Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte. In einer beispielhaften Unterrichtsstunde hat Staatssekretärin Sandra Boser MdL eine siebte Klasse des Gymnasiums besucht und persönlich erlebt, welche Möglichkeiten sich für die Lernenden bieten.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Fabian Karg, stellvertretender Direktor des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg, und Schulleiterin Sarah Lumpp, die Einblicke in das Projekt des LMZ gaben, konnten die Lernenden in den Computerräumen des Helmholtz-Gymnasiums selbst aktiv werden. 15 Lernende der Klasse 7 hatten vor der Unterrichtsstunde ein Modell aus Bauteilen von fischertechnik gebaut und durften unter Anleitung ihrer Lehrkraft weiterprogrammieren. Die andere Hälfte der Klasse, die bisher noch keine Erfahrung mit dem ComThink-Set hatte, lernte es nun kennen und konnte bereits nach kurzer Zeit ein kleines Projekt umsetzen. Staatssekretärin Sandra Boser schaute ihnen dabei über die Schultern und erfuhr im persönlichen Gespräch, wie begeistert die Kinder von den neuen Sets waren. 

Digitale Welt aktiv gestalten

„Es freut mich sehr zu sehen, wie kreativ die Kinder und Jugendlichen mit den ComThink-Sets umgehen. Mit der Integration von Computational Thinking in den Unterricht ermöglichen wir Lernenden und Lehrkräften, die digitale Welt nicht nur zu nutzen, sondern aktiv zu gestalten“, betonte die Staatssekretärin. „Das Projekt ,Computational Thinking im Sekundarbereich I’ des Innovationsprogramms ,Digitale Schule’ ist ein wichtiger Baustein, um Zukunftskompetenzen zu fördern und Schulen in Baden-Württemberg nachhaltig zu vernetzen. Ich freue mich, dass die ersten ComThink-Sets ausgeliefert werden konnten und wir nun immer mehr Schulen mit ComThink-Sets ausstatten können.“ 

Computational Thinking als Teil der „Digitalen Schule“ fördert Zukunftskompetenzen

Das Projekt „Computational Thinking im Sekundarbereich I“ ist Teil des Innovationsprogramms „Digitale Schule“ des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg. Ziel ist es, Lernende fit für eine zunehmend digitalisierte Welt zu machen, in der Kooperation, Kreativität und Problemlösungsfähigkeit „Zukunftskompetenzen“ (future skills) gefragt sind. Das Programm verfolgt zudem das Ziel, die Digitalisierung von Schulen konsequent und flächendeckend umzusetzen und bietet Impulse für den bildungsplanbezogenen Einsatz digitaler Technologien und Medien im Unterricht.

Computational Thinking fördert kritisches und logisches Denken, systematische Problemlösung sowie Kreativität und Zusammenarbeit. Lernende zerlegen Herausforderungen in kleinere, handhabbare Einheiten, erkennen Muster und entwickeln effiziente Lösungsstrategien. So gewinnen sie digitales Selbstvertrauen und setzen neue Technologien souverän ein – nicht nur als Anwendende, sondern auch als kreative Gestaltende.

Ein zusätzlicher Aspekt des Projekts ist die Zusammenarbeit mit fischertechnik, einem renommierten baden-württembergischen Unternehmen mit über 60 Jahren Erfahrung in der Entwicklung innovativer Lern- und Konstruktionssysteme. Beim Termin vor Ort überzeugten sich Martin Rogler (Geschäftsführer) und Michael Bronner (Vertriebsleiter Europa) persönlich von der Einbindung und Wirkung der fischertechnik-Produkte im Unterricht.

Einfache Integration in den Schulalltag und Vernetzung

Die ComThink-Sets sind speziell darauf ausgelegt, sich nahtlos in den Unterricht einzufügen und Lehrkräfte bei der Unterrichtsgestaltung zu unterstützen. Sie erhalten neben didaktisch aufbereiteten Unterrichtsmaterialien auch eine praxisnahe Fortbildung. „Die ComThink-Sets wurden so entwickelt, dass Lehrkräfte sie ohne großen Vorbereitungsaufwand direkt im Unterricht einsetzen können. Wir bieten nicht nur die technische Ausstattung, sondern auch begleitende Fortbildungen und Unterrichtsmaterialien, um den Einsatz in der Praxis zu erleichtern und die Sets direkt im neuen Fach Medienbildung und Informatik einzusetzen“, hebt Juanjuan Jia, Projektleiterin für ComThink am Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, hervor. Ein weiterer zentraler Aspekt des Projekts ist die Vernetzung von Schulen untereinander. Wissen soll geteilt, Unterrichtskonzepte an benachbarte Schulen weitergegeben und gemeinsam weiterentwickelt werden.

Vier Förderrunden bis Ende 2026

Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg stattet im Auftrag des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport bis Ende 2026 insgesamt 404 weiterführende Schulen in Baden-Württemberg mit ComThink-Sets in Klassenstärke aus. Zudem unterstützt es Lehrkräfte mit Material zum direkten Einsatz am Lernort sowie darauf abgestimmten Fortbildungen. In insgesamt vier Förderrunden können weiterführende Schulen im Land sich um Ausstattung mit ComThink-Sets bewerben. Aktuell läuft die zweite Bewerbungsrunde – interessierte Schulen können sich noch bis zum 18. Juli 2025 bewerben. Weitere Informationen unter: https://www.lmz-bw.de/comthink

Bildmaterial

Bildmaterial zum Download finden Sie hier. Die Bilder dürfen unter Angabe der Quelle „Sascha Schmidt – LMZ” genutzt werden.

Pressekontakt
Laura Margara
Pressesprecherin
Landesmedienzentrum Baden-Württemberg
E-Mail: presse@lmz-bw.de
Telefon für Rückfragen: 0711 2090-7843

Juanjuan Jia
Projektleiterin „Computational Thinking im Sekundarbereich I“
Landesmedienzentrum Baden-Württemberg
E-Mail: jia@lmz-bw.de

Die 7. Klasse des Helmholtz-Gymnasiums zusammen mit ihren Lehrkräften, Kamil Piecha, Ralf Bielfeldt und Doris Wolff (links) sowie der Staatssekretärin Sandra Boser MdL, dem Geschäftsführer der Firma fischertechnik, Martin Rogler, und dem stellver-tretenden Direktor des Landesmedienzentrums, Fabian Karg.

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