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Neues Material Da.Gegen.Rede – Jugendliche im Umgang mit Hass im Netz stärken

Carl Postelmann/Team Bitte Was?!
Ein türkis-grüner Hintergrund zeigt im Vordergrund das Titelblatt eines Unterrichtsmaterials mit dem Titel "Da.Gegen.Rede Stärkung im Umgang mit Hass im Netz". Das Titelblatt zeigt ein Tablett mit Sprechblasen mit lächelndem und wütendem Smiley.

In insgesamt vier Modulen lernen Jugendliche zum Beispiel, die Mechanismen von Hatespeech zu durchschauen, Recherchetechniken aus dem Journalismus anzuwenden oder Strategien der Gegenrede zu entwickeln. | Grafik: LMZ

Praxisnah: Strategien gegen Fake, Hass und Hetze

Wie kann Kindern und Jugendlichen das „Eisbergmodell“ dabei helfen, Hatespeech einzuordnen? Warum bleiben Social-Media-Beiträge zu Fake News stärker im Gedächtnis als andere? Und können auch Memes eine wirksame Form der Gegenrede sein? Das neue Unterrichtsmaterial Da.Gegen.Rede des Programms BITTE WAS?! und der Fachstelle Extremismusdistanzierung beantwortet diese und weitere spannende Fragen rund um Hassrede, Fake News und digitale Hetze.

Es unterstützt Lehrkräfte dabei, diese Phänomene im Unterricht aufzugreifen. Jugendliche bekommen praxisnahe Strategien an die Hand, um Fake und Hass zu erkennen, einzuordnen, faktenbasiert zu prüfen und respektvoll entgegenzutreten.

Material kennenlernen

Flexibel kombinierbar: Vier Module à 90 Minuten

Das Material besteht aus vier eigenständigen Modulen für die Sekundarstufe II. Jedes Modul ist entlang eines Verlaufsplans für eine 90-minütige Unterrichtseinheit konzipiert, lässt sich ohne lange Vorbereitung durchführen und enthält Präsentationen, Arbeitsblätter und weiterführende Informationen

Die Module lassen sich flexibel kombinieren – je nachdem, welche Themen in Ihrer Lerngruppe gerade relevant sind. Sie eignen sich auch für einen Workshop-Tag:

  • Das Modul Hatespeech behandelt abwertende, gruppenbezogene Hassrede, die in Form offener Beleidigung, aber auch versteckt in Memes oder Witzen im Netz verbreitet wird. Ziel ist es, Mechanismen von Hatespeech zu erkennen, Betroffene zu stärken und Sicherheit sowie Handlungsmöglichkeiten für respektvolles Dagegenhalten aufzubauen.
  • Im Modul Fake News entlarven Lernende Desinformation und Fake News mit eigenen Faktenchecks. Dabei wenden sie Recherchetechniken an, wie sie auch im seriösen Journalismus eingesetzt werden.
  • Im Modul Gegenrede werden gemeinsame Strategien entwickelt, um abwertenden Aussagen respektvoll zu widersprechen, sie zu korrigieren oder Solidarität mit den Betroffenen zu bekunden – stets mit Blick auf die Sicherheit der Handelnden und die Wirkung auf Mitlesende.
  • Das Modul TikTok beleuchtet, wie Symbole, Codes, Trends und Sounds auf der Plattform als Mittel der Manipulation, Polarisierung und zur Stärkung extremistischer Narrative eingesetzt werden. Ziel ist es, Plattformmechanismen zu verstehen und politische Botschaften kritisch einzuordnen.

Spielerisch: Reflexionsübungen zu Social-Media-Konsum

„Jedes Modul enthält Übungen, die auf spielerische Weise die Reflexion des eigenen Social-Media-Konsums fördern“, so Christian Heneka, stellvertretender Referatsleiter des Referats Jugendmedienschutz und #RespektBW. „In der Übung ‚Das Experiment‘ aus dem Modul ‚Fake News‘ wird beispielsweise untersucht, welche Inhalte uns beim Scrollen besonders ins Auge fallen. Beispiel-Postings werden nur kurz eingeblendet. Anschließend müssen die Lernenden das Gezeigte einordnen sowie auf ihre Wirkung und Absicht hin analysieren.“

Da.Gegen.Rede ergänzt das Materialpaket „Social Media und Demokratie“ aus dem Programm BITTE WAS?! und ist in Kooperation mit der Fachstelle Extremismusdistanzierung (FEX) entstanden. Damit eignet es sich besonders für Unterrichtsvorhaben und Projekttage zu Medienbildung, Demokratiebildung, Extremismusprävention und sprachsensibler Kommunikation, auch fächerübergreifend.

Zum Material Da.Gegen.Rede

Zum Materialpaket Social Media & Demokratie

Carl Postelmann/Team Bitte Was?!

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