Lernumgebungen für zukunftsorientiertes Lernen

Stephanie Wössner (Stabsstelle Zukunft des Lernens)

Raumkonzept im 3D-Modell

Neue Räume – neues Lernen?

Wie müssen Lernräume gestaltet sein, damit sie zukunftsorientiertes Lernen wirklich ermöglichen?

Fundierte Erkenntnisse liefert die gemeinsame Studie des Zukunfts-Think-Tanks The Future:Project AG und der Stabsstelle des Landesmedienzentrums Zukunft des Lernens „Wo Zukunft wächst – Lernumgebungen, die zukunftsorientiertes Lernen ermöglichen“.

Die Studie bündelt den aktuellen wissenschaftlichen Stand zu innovativen Modellen lernförderlicher Raumgestaltung und zeigt anhand zahlreicher Good Practices wie diese bereits heute umgesetzt werden können. Dazu begleitet sie die Entwicklung und Gestaltung eines exemplarischen Modellraums am Standort Stuttgart des Landesmedienzentrums.

Zur Studie

5 Kerninhalte und Erkenntnisse der Studie

Die Studie analysiert die wesentlichen Herausforderungen und Chancen, die sich im Spannungsfeld zwischen traditioneller Wissensvermittlung und modernen, selbstbestimmten Lernansätzen ergeben. Dabei werden fünf zentrale Entwicklungen in der Bildungslandschaft herausgearbeitet: 

  • von reiner Berufsfähigkeit hin zur ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung, in der neben fachlichen Kompetenzen vor allem Kreativität, kritisches Denken und soziale Verantwortung in den Fokus rücken. 
  • von einer Wissenskultur zur echten Lernkultur, die auf individuelle Förderung, Zusammenarbeit und kontinuierliche Selbstreflexion setzt. 
  • von der Rolle als Lehrkraft zu Learning Facilitators, die als Begleitende sowie Impulsgebende den Lernprozess ermöglichen, unterstützen und mit Lernenden gemeinsam gestalten. 
  • Nutzung digitaler Medien und Technologien als intelligente Lern-Enabler, die den Zugang zu Wissen erleichtern und neue Kommunikations- und Kollaborationsformen ermöglichen. 
  • Neugestaltung von Lernräumen: Unter dem Leitspruch „Transforming Spaces“ entstand ein Konzept, das das klassische Klassenzimmer hinter sich lässt und stattdessen flexible, inspirierende Lernlandschaften schafft, die in die Umgebung eingebettet sind.

Transforming Spaces – Konzeptentwicklung für Lernräume in der Praxis

Ein besonderer Schwerpunkt der Studie liegt auf der Entwicklung eines exemplarischen Modellraums am Standort Stuttgart des Landesmedienzentrums. Unter dem Motto „Transforming Spaces“ wurde mit Unterstützung des Kreismedienzentrum Ravensburg in einem intensiven, partizipativen Prozess mit Workshop-Teilnehmenden – Lernenden von Klasse 2 bis 11 sowie Lernbegleitenden, Designexpertinnen und -experten und weiteren Bildungsakteurinnen und -akteuren – ein zukunftsorientiertes Raumkonzept erarbeitet. Die Ergebnisse deckte sich mit den Erkenntnissen der Literaturrecherche für die Studie.

Davon ausgehend entwarf die Designagentur Atelier Türke aus Balingen den konkreten Modellraum, der zeigt, wie Gestaltung, pädagogische Konzepte und mediale Ausstattung Hand in Hand gehen, um Bildung erlebbar zu transformieren und als Impulsgeber für zukünftige Entwicklungen zu fungieren. 

Durch flexible und inspirierende Gestaltungselemente wird den Bedürfnissen aller Lernbegleitenden und Lernenden entsprochen. Gleichzeitig ist der Raum nicht isoliert von der Umwelt sondern dient als Zentrum einer zukunftsorientierten Lernumgebung, die die ganze Stadt und auch virtuelle Lernumgebungen umfasst.

 

Der Modellraum steht voraussichtlich ab dem neuen Schuljahr 2025/2026 für Schulen, Lernbegleitende und ihre Lerngruppen, die Lehrkräfteaus- und -fortbildung, Schulträgerschaften sowie weitere Akteurinnen und Akteure im Bildungsbereich zur Verfügung. Er kann begleitet von einer Beratung auf Anfrage besichtigt und unterstützt durch zukunftsorientierte pädagogische Impulse genutzt werden, sodass eine neue Form des Lernens in entsprechenden Räumlichkeiten einfach getestet und direkt erfahrbar werden kann. 

Über die Möglichkeit von Beratung und Besichtigung sowie die Zurverfügungstellung von pädagogischem Begleitmaterial wird zeitnah informiert.

Zum 3D-Modellraum

Blick in die Zukunft

Die enge Kooperation zwischen The Future:Project und dem Landesmedienzentrum unterstreicht die gemeinsame Vision, Bildung als einen dynamischen, kollaborativen Designprozess zu verstehen.

Die Studie geht über eine reine Bestandsaufnahme aktueller Bildungsrealitäten hinaus. Als konkreter Leitfaden für die Umsetzung zukunftsorientierter Lernumgebungen zeigt sie auf, mit welchen räumlichen, gestalterischen und pädagogischen Veränderungen die Rahmenbedingungen für eine neue Art des Lernens geschaffen werden können, um einen Impuls für die notwendige Transformation des Lernens zu geben.

Zu The Future:Project

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Stephanie Wössner (Stabsstelle Zukunft des Lernens)

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