Lernen durch Machen – LMZ präsentiert Prototyp eines mobilen Makerspaces
Die Drittklässler/-innen der Wilhelm-August-Lay Schule experimentierten erstmals mit den Themenmodulen des makermobils. Unterstützt wurden sie dabei vom makermobil-Team rund um Daniel Tuma, zugehöriger Stabsstellenleiter am LMZ (5.v.l.h.). Staatssekretärin Sandra Boser MdL (3.v.l.h.) und Bötzingens Bürgermeister Dieter Schneckenburger (1.v.l.h.) zeigten sich ebenso beeindruckt vom Prototyp des mobilen Makerspaces wie Rektorin Daniela Wolber (4.v.l.h.). | Foto: LMZ/KD Busch
3D-Drucker, Lasercutter und Co. laden zum Tüfteln ein
Premiere für den farbenfrohen makermobil-Transporter: An der Wilhelm-August-Lay Schule in Bötzingen präsentierte das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) heute den ersten Prototyp eines mobilen Makerspaces. Der Transporter ist mit fünf Themenstationen ausgestattet und bringt 3D-Drucker, Lasercutter, Stickmaschine und Co. an Schulen. Vor Ort soll er interaktive, handlungsorientierte Bildungserlebnisse ermöglichen. Staatssekretärin Sandra Boser MdL zeigte sich beeindruckt von den vielfältigen Möglichkeiten des makermobils.
„Mit den makermobilen bringen wir modernste Technik an die Schulen“, so Staatssekretärin Sandra Boser MdL bei ihrem heutigen Besuch an der Wilhelm-August-Lay Schule in Bötzingen, bei welchem der erste Prototyp eines makermobils vorgestellt wurde. Sie fügte hinzu: „Die Ausstattung lädt zum Experimentieren und Tüfteln ein. Es beeindruckt zu sehen, mit wie viel Freude und Kreativität die Kinder wertvolle praktische Fähigkeiten in Bereichen wie Technik, Handwerk und digitale Medien sowie Kompetenzen in MINT-Fächern erwerben.“
Staatssekretärin Sandra Boser MdL tüftelt gemeinsam mit den Kindern am Themenmodul Lasercutter. Angeleitet werden sie dabei von Lien Ha Duong Viet, Mitarbeiterin des Teams makermobil am LMZ. | Foto: LMZ/KD Busch
Themenmodule verwandeln Klassenzimmer in Makerspaces
Die makermobile sind mit verschiedenen Themenmodulen (3D-Druck, Laserschneiden, Mechatronik, Grafik und Textil, Medienproduktion) ausgestattet, die zentrale Aspekte eines Makerspaces abdecken. Sie können für den Einsatz vor Ort von einer einzelnen Person zu den Schulen und Bildungseinrichtungen transportiert werden.
„Die Module sind so konzipiert, dass sie bei Ankunft schnell zu voll funktionsfähigen Makerspaces aufgebaut werden können. Das Fahrzeug selbst verwandelt sich ohne Beladung in ein voll ausgestattetes Foto-, Video- und Podcast-Studio“, so Daniel Tuma, zuständiger Stabsstellenleiter am Landesmedienzentrum. Das LMZ koordiniert die flächendeckende Einführung der makermobile über das Innovationsprogramm Digitale Schule des Kultusministeriums Baden-Württemberg.
Lien Ha Duong Viet, Mitarbeiterin des Teams makermobil am LMZ, zeigt den Schülerinnen und Schülern und Staatssekretärin Boser MdL, wie man den Lasercutter mit dem Tablet bedient. | Foto: LMZ/KD Busch
Ziel ist flächendeckender Einsatz an Schulen in ganz Baden-Württemberg
Die mobilen Makerspaces sind für die Nutzung durch Schulklassen in der Größe von 25 bis 30 Lernenden ausgelegt. Sie zeichnen sich durch ihre Flexibilität in der Einsatzdauer aus: von einzelnen Schulstunden über komplette Schultage bis hin zu umfassenden Projektwochen. Seitens der Schulen wird für die Nutzung keine besondere Ausstattung benötigt, sodass dieses Angebot allen Schulen und Schulformen zur Verfügung stehen wird. Die Lehrkräfte vor Ort werden zudem durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Medienzentren sowie des FSJ digital fachkundig unterstützt.
Aktuell befindet sich das Projekt in der Prototypenphase. Ziel ist, nach einer Erprobungsphase je zwei Fahrzeuge pro Regierungspräsidium an ausgewählten Medienzentren zu stationieren. Sie sollen einen flächendeckenden Einsatz – gerade auch im ländlichen Raum – gewährleisten.







