Kritische Sicherheitslücken bei Kinder-Smartwatches entdeckt
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GPS-Daten der Uhren nahezu frei zugänglich
Forscher eines Herstellers von Anti-Viren-Software haben schwerwiegende Sicherheitslücken in einer knappen Million Smartwatches für Kinder entdeckt. Diese machen es Außenstehenden unter anderem möglich, auf die GPS-Daten der jungen Nutzer/-innen zuzugreifen.
Smartwatches für Kinder erfreuen sich aktuell großer Beliebtheit. Für Eltern sind die Geräte vor allem deshalb so reizvoll, weil sie damit per App oder Browser-Link stets einen Blick auf den Standort ihrer Kinder werfen können. Im Notfall lassen sich die Kinder sogar über die Uhr anrufen. Auf Online-Marktplätzen wie Amazon und eBay sind die Geräte bereits sehr kostengünstig zu finden. Viele dieser billigen Modelle stammen allerdings aus China und offenbaren schwerwiegende Sicherheitslücken. Wie ein Anti-Viren-Hersteller herausfand, findet die Kommunikation der GPS-Tracker unverschlüsselt statt. Die Forscher entdeckten dabei mehr als 600.000 Geräte, bei denen das Standartpasswort „123456“ eingestellt war. Da viele Nutzer/-innen dieses nicht ändern, können Außenstehende nahezu problemlos auf den Standort der Kinder zugreifen. Darüber hinaus lässt sich auch das eingebaute Mikrofon abhören. Experten raten deshalb dazu, sich vor dem Kauf über die Sicherheit der jeweiligen Smartwatch-Modelle zu informieren. Bei auffällig günstigen Modellen auf Online-Marktplätzen sollten Eltern besonders kritisch sein. Darüber hinaus empfiehlt es sich unabhängig vom Modell, das Standardpasswort nach Erhalt zu ändern und ein möglichst sicheres Passwort zu wählen.
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