Keine Likes für Lügen – So können Sie Desinformation und Fake News erkennen

Team BITTE WAS?!
Ein Mädchen mit schwarzen, schulterlangen Haaren hat den rechten Arm in die Hüfte gestützt und hält im linken Arm eine Lupe, mit der sie auf grafische Darstellungen von Handy, Tablet, Internetbrowser, Videoportal, Kurznachrichten und Megafon schaut.

Manipulationstechniken wie Dekontextualisierung, Panikmache oder Whataboutism zu kennen, kann im Social-Media-Alltag dabei helfen, Desinformation und Fake News zu erkennen. | Foto: Mix and Match Studio/Shutterstock.com

Fake News, irreführende und manipulative Inhalte schüren Hass

Im Netz finden sich vielfältige Informationen zu allen möglichen Themen – doch nicht alle davon sind verlässlich. Insbesondere in den sozialen Medien verbreiten sich auch manipulative und irreführenden Inhalte rasend schnell und können gezielt dafür genutzt werden, Hass zu schüren. Die Absenderinnen und Absender machen es sich dabei zunutze, dass einseitige oder falsche Informationen verunsichern und verwirren können. Um Fake News, Deepfakes und ganz allgemein Desinformationen zu verbreiten, werden bestimmte Manipulationstechniken angewendet.

Drei typische Manipulationstechniken zur Verbreitung von Desinformation

Im Zeichen des heutigen Safer Internet Day der Initiative klicksafe, der unter dem Motto „Keine Likes für Lügen“ steht, möchten wir euch drei häufig verwendete Manipulationstechniken im Netz vorstellen:

  • Dekontextualisierung:
    Texte, Bilder oder Videos werden aus ihrem ursprünglichen Kontext herausgelöst, absichtlich in einen anderen Zusammenhang gebracht oder nur unvollständig gezeigt. So bekommt der Inhalt – zum Beispiel ein Ausschnitt aus einem Video oder ein isolierter Kommentar – eine neue, irreführende Bedeutung.
  • Panikmache:
    Diese Technik zielt darauf ab, bei den Empfängerinnen und Empfängern einer Nachricht emotionale Reaktionen hervorzurufen, die ihr rationales Denken einschränken. Durch die Aktivierung von Angst, Verwirrung oder Unsicherheit soll eine möglichst große Reichweite generiert werden. Der Grund, warum das funktioniert: Viele Menschen haben den Impuls, andere vor möglichen Gefahren zu warnen.
  • Whataboutism:
    Diese Strategie kommt häufig in Diskussionen zum Einsatz und bedeutet übersetzt: „Aber was ist mit …?“ Statt auf das ursprüngliche Argument oder Thema einzugehen, legt das Gegenüber den Fokus auf etwas Neues. Um abzulenken und zu verwirren, werden zum Beispiel Gegenfragen oder irrelevante Fragen gestellt.

Die oben vorgestellten Techniken zu kennen, erleichtert es im Internet- und Social-Media-Alltag, Inhalte und Nachrichten einzuordnen. Das vorbeugende Aufklären über typische Manipulationstechniken bezeichnet man auch als „Prebunking“.

Kampagne BITTE WAS?! sensibilisiert für Fake, Hass und Hetze

Die Kampagne „BITTE WAS?! – Kontern gegen Fake und Hass“ klärt Kinder und Jugendliche nicht nur am heutigen Safer Internet Day, sondern das ganze Jahr lang über Fake, Hass und Hetze im Netz auf.  Sie motiviert Kinder und Jugendliche, sich aktiv für ein respektvolles gesellschaftliches Miteinander starkzumachen – online wie offline. Mit der aktuellen #ZeichenSetzen-Challenge nimmt BITTE WAS?! auch am diesjährigen Safer Internet Day teil.

Die laufende Challenge ruft Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg dazu auf, kreative Beiträge einzureichen zur Frage: „Wie könnt ihr Betroffene von digitaler Gewalt unterstützen?“ Ob Erklärvideo, Song, Comic oder ein dokumentiertes Projekt an der Schule: Welche Form ihr kreativer Beitrag annimmt, ist dabei den Kindern und Jugendlichen überlassen. Noch bis einschließlich 28. März 2025 können Klassen, Gruppen oder Einzelpersonen teilnehmen und attraktive Gruppen- oder Einzelpreise gewinnen.

Mehr über die #ZeichenSetzen-Challenge erfahren

Alle Veranstaltungen und Aktionen des Safer Internet Day 2025

Team BITTE WAS?!

E-Mail senden

Diese Seite teilen: