Karlsruher Schülerinnen und Schüler gewinnen Hauptpreis bei landesweitem Wettbewerb zum Thema respektvoller Umgang im Netz

Presse

Stop-Motion-Film zum Thema Mobbing und Fairness überzeugt beim Kreativwettbewerb des Programms BITTE WAS?! Kontern gegen Fake und Hass

„Wir haben's im Blick! Wir gucken hin!“ rufen die Lernenden der jahrgangsgemischten Klasse 1/2 am Ende ihres Kurzfilms Das Ekelpaket im Chor. Im Trickfilm zeigen die Kinder, dass Schubsen, Schlagen, Schimpfwörter und Mobbing an ihrer Schule keinen Platz haben. Gemeinsam stellen sie sich dem titelgebenden Ekelpaket entgegen und laden es am Ende zum Spielen ein, sofern es verspricht, sich zu bessern. Das Fazit der Klasse: unsere Gemeinschaft ist „friedlich, freundlich und fair".

Die Klassenlehrerin Anke Lüttich berichtet, dass die Idee für das gemeinsame Projekt entstand, nachdem sich Konflikte und Beschwerden innerhalb der Klasse zunehmend häuften. Ziel sei es gewesen, gemeinsam sichtbar zu machen, „wie wir in den Pausen miteinander sein wollen“. Da die Arbeit mit Trickfilmen bei Kindern erfahrungsgemäß besonders nachhaltig wirkt, habe sie sich bewusst für dieses Format entschieden. Die Inhalte wurden über mehrere Wochen hinweg behandelt und in unterschiedlichen Unterrichtsfächern besprochen. Die finale Geschichte sei dabei erst während des Drehens entstanden. „An der Ernsthaftigkeit, mit der die Kinder sich damit beschäftigt haben, war abzulesen, dass es ein wirklich wichtiges Thema für sie ist“, so Lüttich. Für die Zukunft wünsche sie sich, dass die Kinder die gemeinsam erarbeiteten Lösungen mitnehmen und sich daran erinnern, dass sie Konflikte selbst lösen und gemeinsam etwas verändern können.

"Die Klasse zeigt mit ihrem Stop-Motion-Film nicht nur, wie Gemeinheiten und Mobbing zunehmend zum Problem werden und den Spaß am gemeinsamen Lernen und der Freizeit nehmen können. Sie zeigen auch, wie sich eine starke Schulgemeinschaft entschlossen und respektvoll dagegenstellen kann. Den Film können wir jeder Klasse ans Herz legen“, lobt Christian Heneka, Leiter des Programms am Landesmedienzentrum Baden-Württemberg.

Die Lernenden dürfen sich nicht nur über die Auszeichnung freuen, sondern auch über 500 Euro für die Fördergemeinschaft der Schule.

Weitere ausgezeichnete Schulen der Challenge „Mitreden im Netz!“

Insgesamt haben sich rund 180 Schülerinnen und Schüler aus ganz Baden-Württemberg von Oktober 2025 bis April 2026 mit dem Wettbewerbsthema auseinandergesetzt und Beiträge in Form von Comics, Liedern, Kurzfilmen und Plakaten eingereicht. Neben dem Kurzfilm der Anne-Frank-Gemeinschaftsschule wurde ein weiterer Beitrag ausgezeichnet: Der Song „Komm wir schauen den Helden zu“ von Rebecca Lehnhardt und Lara Höhnle vom Hohenstaufen-Gymnasium Göppingen. Beide Projekte zeigen, wie Kinder und Jugendliche kreative Wege finden, um sich für einen respektvollen Austausch im Netz starkzumachen.

Die Beiträge sind in Kürze abrufbar unter: www.bitte-was.de/zeichensetzen-mitreden

Hier können Sie den Kreativbeitrag der Anne-Frank-Gemeinschaftsschule bereits ansehen: Video

Bildmaterial

Bilder von der Preisübergabe zur Verwendung sind hier herunterladbar. Die Bilder dürfen unter Angabe der Quelle „Landesmedienzentrum Baden-Württemberg“ genutzt werden.

Zum Programm BITTE WAS?! Kontern gegen Fake und Hass

BITTE WAS?! Kontern gegen Fake und Hass ist Teil von #RespektBW, einer Initiative der Landesregierung Baden-Württemberg für gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine respektvolle Diskussionskultur in sozialen Medien. Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg führt das Programm im Auftrag des Kultusministeriums durch.

Ihr Pressekontakt

Für Rückfragen zum Programm BITTE WAS?! Kontern gegen Fake und Hass steht Ihnen Carl Postelmann (Telefon: 0711 2070-9826, E-Mail: bitte-was@lmz-bw.de), Mitarbeiter im Referat 13 - Jugendmedienschutz und #RespektBW am Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, gerne zur Verfügung.

Gruppenbild der Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen Frau Kohl und Frau Lüttich (beide links im Bild), dem Programmleiter Christian Heneka und der Projektmitarbeiterin Carolin Arning von BITTE WAS?! (beide rechts im Bild)

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