Interview: Meine Schulplattform – Neuer Webauftritt der paed.ML
Ulrich Hollritt und Nadja Burst vom Team "Redaktion und Support" am Landesmedienzentrum Baden-Württemberg haben den Relaunch der paed.ML federführend begleitet. Schulen, die sich für die IT-Lösung paed.ML interessieren, sollen alle Informationen möglichst schnell und einfach finden. Hierzu wurde die Website neu strukturiert und nach kundenfreundlichen Kriterien umgesetzt. | Foto: Marlene Feller
Was ist „Meine Schulplattform?“– Im Interview mit Ulrich Hollritt und Nadja Burst zum Relaunch der paed.ML-Website
Mit dem Relaunch der paed.ML-Website setzt das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) auf mehr Übersicht, stärkere Markenidentität und eine klare Ansprache der Zielgruppen. Im Interview erklären Ulrich Hollritt und Nadja Burst vom LMZ, was hinter „Meine Schulplattform“ steckt, warum die paed.ML jetzt unter einer eigenen Domain zu finden ist und welche Vorteile Schulen, Schulträger und Dienstleister künftig erwarten dürfen.
Anfang März ging die neue paed.ML-Website online. Welches Ziel verfolgt das LMZ mit dem Relaunch?
UH: Mit dem Relaunch wollen wir die Kundennähe stärken. Alle relevanten Informationen zur schulischen IT-Lösung paed.ML sollen transparent, übersichtlich und leicht auffindbar sein. Dafür haben wir das Angebot rund um die paed.ML neu strukturiert und stärker nach Zielgruppen ausgerichtet. Gleichzeitig war es uns wichtig, den Markenauftritt der paed.ML zu modernisieren. Unterstützt wurden wir dabei von den Agenturen VISEE Design und der Navigate AG. Produkt und Website sollten eine visuelle Widererkennbarkeit erzeugen – das ist uns gelungen: Nun spiegelt sich das Design auch im Internetauftritt wider. Mit dem Relaunch wollten wir außerdem die paed.ML stärker in den Fokus rücken. In der Markenkommunikation stehen künftig nicht einzelne Produktlinien im Vordergrund, sondern die paed.ML als Landeslösung für ganzheitliche IT in Schulen.
Die neue Website erscheint jetzt unter der Adresse Meine-Schulplattform. Was ist damit gemeint?
UH: Meine Schulplattform“ ist ein Claim, mit dem wir die Markenidentität weiter stärken wollen. Unter diesem Begriff bündeln wir alle technischen Angebote des LMZ für pädagogische Schulnetze.
Hintergrund: Die Bezeichnung paed.ML ist nicht für alle selbsterklärend und für manche auch schwer auszusprechen. Mit „Meine Schulplattform“ haben wir einen sprechenden, eingängigen Claim entwickelt, der die Kommunikation erleichtert, im Marketing besser funktioniert und als Slogan leichter im Gedächtnis bleibt.
Gleichzeitig trägt der Begriff dem gewachsenen Angebot Rechnung. Technisch geht das Leistungsspektrum für die paed.ML-Kundinnen und -Kunden heute deutlich über die eigentliche Netzwerklösung hinaus. Dazu gehören zum Beispiel die Tablet-Steuerung mit Relution als Mobile Device Management, die Nextcloud als datenschutzkonformer Cloudspeicher oder schulgerechte Firewall-Lösungen. Viele Entwicklungen gibt es als optionale Erweiterungen. Für dieses Paket brauchten wir einen Überbegriff, der das wachsende Angebot gut klassifiziert. Dabei haben wir uns für „Meine Schulplattform“ entschieden.
Ulrich Hollritt, Teamleiter "Redaktion und Support" am Landesmedienzentrum Baden-Württemberg. Foto: Marlene Feller
„Meine Schulplattform ist ein Claim und keine technische Lösung. Wir bündeln unter meine Schulplattform alle Angebote, die wir unter der paed.ML und rund um die paed.ML für Schulen und Schulträger anbieten."
Was bietet die Website Neues? Was ist besser?
NB: Auf der Homepage wurde viel Text entschlackt und auf relevante Themen reduziert. Dadurch ist die Menüstruktur übersichtlicher geworden, die Navigationswege sind kürzer. Wichtige Informationen sind nun für Kundinnen und Kunden leichter auffindbar – das war uns besonders wichtig. Die paed.ML kann jetzt online und barrierefrei bestellt werden. Alle Gebühren und Lizenzen findet man auf einen Blick. Auf der Website gibt es außerdem einen eigenen Newsroom für alle paed.ML-Meldungen.
Die paed.ML erscheint jetzt unter eigener Domain und mit neuer URL. Bleibt die IT-Lösung ein Produkt des LMZ?
UH: Definitiv ja! Die paed.ML ist und bleibt ein Produkt des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg. Hotline-Support und technische Weiterentwicklung der paed.ML liegen weiterhin vollständig beim LMZ. Die Entscheidung für eine eigene Domain ist vor allem eine Frage der Sichtbarkeit und Orientierung. Mit dem neuen Markenauftritt machen wir die IT-Lösung für unsere Zielgruppen schneller zugänglich, und wir erwarten, am Markt präsenter wahrgenommen zu werden.
Der paed.ML-Downloadbereich ist auf der neuen Website noch nicht zu finden. Warum?
UH: Der neue paed.ML-Downloadbereich befindet sich noch in der Entwicklung und wird im Verlauf des Jahres 2026 auch unter „Meine Schulplattform“ verfügbar sein. Dann finden Kundinnen und Kunden Installationsdateien, Handbücher und Anleitungen, alles übersichtlich in einem webbasierten XWiki. Bis es so weit ist, bleiben die gewohnten Download-Portale auf den LMZ-Seiten erreichbar – bald also alles moderner, aktueller und direkt online!
Nadja Burst ist für Marketing und Vertrieb der paed.ML zuständig. Sie betreute das Projektmanagement zum Relaunch der paed.ML. Leichte Auffindbarkeit der Inhalte, digitale Barrierefreiheit und Online-Bestellmöglichkeiten waren ihr dabei besonders wichtig. | Foto: Marlene Feller
„So wie wir mit unserer technischen Lösung paed.ML vorangehen, setzen wir auch Maßstäbe in Bezug auf Barrierefreiheit mit dem Auftritt der neuen Website."
Gab es bei dem Relaunch auch Anforderungen an die digitale Barrierefreiheit?
NB: Digitale Barrierefreiheit ist dem LMZ sehr wichtig. Entsprechend wurde die neue Website auch barrierefrei gestaltet und für Menschen mit körperlichen oder kognitiven Einschränkungen angepasst. Informationen zur paed.ML sind auch in Leichter Sprache und in Gebärdensprache abrufbar. Bei der Auswahl der Agentur haben wir darauf geachtet, dass sie Erfahrung bei der Entwicklung von barrierefreien Webseiten mitbringt. Auch Kathrin Tillenburg, unsere Beauftragte für digitale Barrierefreiheit am LMZ, hat mit ihrem Input dazu beigetragen, dass wir uns bei diesem Thema hohe Maßstäbe gesetzt haben. Eventuell auftretende Barrieren dürfen uns natürlich gerne gemeldet werden.
Was hat Dir an diesem Projekt persönlich am meisten Freude bereitet?
UH: Mich freut besonders, dass wir mit dem neuen Webauftritt, genauso wie mit unserer paed.ML, zeitgemäß nach außen auftreten: So werden wir nicht nur technologisch mit der IT-Lösung, sondern auch im Auftritt als moderner Anbieter für unsere paed.ML-Kundinnen und -Kunden in der Bildungslandschaft wahrgenommen. Eine große Freude war für uns, dass wir dieses umfangreiche Projekt trotz begrenzter personeller Ressourcen erfolgreich umsetzen konnten. Die Zusammenarbeit mit externen Partnern hat gut funktioniert und auch innerhalb des LMZ war das Engagement sehr groß: Insbesondere das Referat „Kommunikation und Marketing“ hat uns während des gesamten Prozesses super unterstützt. Was das Projektmanagement betrifft, so hat mich insbesondere die reibungslose und zielorientierte Zusammenarbeit mit meiner Kollegin Nadja gefreut. Das war Klasse!
„Mich freut besonders, dass wir mit dem neuen Webauftritt das widerspiegeln, was die paed.ML technisch leistet: eine moderne, zeitgemäße Lösung für Schulen."
Ulrich, Du kennst die paed.ML seit über 20 Jahren. Du hast in verschiedenen Funktionen das Thema paed.ML begleitet und bringst viel Expertise und praktische Erfahrung mit. Was wünschst Du Dir für die paed.ML der Zukunft?
UH: Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir den erfolgreichen Weg gemeinsam weitergehen können. Die paed.ML hat sich über viele Jahre als verlässliche, wirtschaftliche und zukunftsfähige IT-Lösung für Schulen und Schulträger bewährt. Das LMZ liefert Beratung, Entwicklung und Hotline-Support aus einer Hand. Mit dieser Arbeit unterstützen wir viele Schulen und helfen ihnen damit, massive finanzielle Mittel einzusparen. Mein Wunsch ist, dass dieser Mehrwert weiterhin gesehen und genutzt wird und dass wir die paed.ML gemeinsam mit unseren Partnern kontinuierlich weiterentwickeln können. So schaffen wir auch künftig stabile Rahmenbedingungen für Schulen, entlasten Schulträger finanziell und stärken nachhaltige, landeseigene Lösungen für die Bildungs-IT. Dies ist ein wichtiger Baustein digitaler Souveränität.
Liebe Nadja, lieber Ulrich, herzlichen Dank für das Gespräch.



