DNA-Analyse im Makerspace
Biologieunterricht mal anders – Forensik-Workshop
Am 24 Juni wurde im SMZ-Makerspace Ermittlungsarbeit geleistet: Zu Gast war eine neunte Klasse der Jahn-Realschule, die am Stadtmedienzentrum an einem Forensik-Workshop in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg teilnahm.
Im Rahmen des LaboraTri-Moduls „Der Mordfall“ der PH Ludwigsburg schlüpften die Schülerinnen und Schüler in die Rolle von Ermittlerinnen und Ermittlern und klärten mithilfe molekularbiologischer Untersuchungsmethoden einen fiktiven Kriminalfall auf. Nach einer Einführung zum Prinzip des genetischen Fingerabdrucks und dem Einsatz von DNA-Analysen in der Kriminalistik wurden sie selbst aktiv: Die Schülerinnen und Schüler erhielten vorbereitete DNA-Proben vom „Tatort“ und von drei Verdächtigen. Um den Täter zu identifizieren, führten sie eine Gel-Elektrophorese durch. Indem sie eigenständig experimentierten und Spuren auswerteten, konnten sie wissenschaftliche Arbeitsweisen praxisnah erleben.
Insbesondere den Aspekt der Selbstständigkeit lobten auch die Schülerinnen und Schüler: „Ich fand gut, dass wir alles selbst machen konnten und einen Einblick bekamen, wie sowas funktioniert.“„Es hat ziemlich viel Spaß gemacht, jetzt könnte ich mir auf jeden Fall besser vorstellen, etwas in die Richtung zu machen. Alles wurde Schritt für Schritt gemacht, die Mitarbeitenden waren sehr freundlich.“
Die Lehrkräfte der Jahn-Realschule hoben besonders das Material und die praktische Arbeit hervor. „Das war ein wunderbar didaktisch vorbereiteter und von tollem pädagogischen Fachpersonal durchgeführter Workshop. Für uns als Stuttgarter Schule waren der kurze Weg ins SMZ und die Organisation sehr unkompliziert. Sehr gerne würden wir im Rahmen des Biologieunterrichts wieder kommen“, berichtet Lehrkraft Julia Klotz.
Auch Dr. Maren Muth sowie Kevin Kärcher von der PH Ludwigsburg schätzen die Veranstaltung als Erfolg ein: „Die Atmosphäre war während der gesamten Veranstaltung sehr angenehm und positiv. Das Team des SMZ hatte die Veranstaltung hervorragend vorbereitet, sodass wir uns als Referierende von Beginn an sehr willkommen fühlten. Besonders erfreulich war das große Engagement der Schulklasse: Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten motiviert mit, hatten sichtbar Freude an den Aufgaben und konnten zahlreiche positive Lernerfahrungen sammeln. Wir freuen uns sehr über die gelungene Zusammenarbeit und auf weitere gemeinsame Projekte.“
Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg soll in Zukunft mit weiteren spannenden Workshops fortgesetzt werden. Lehrkräfte, die mit ihrer Klasse ebenfalls einen Mordfall lösen möchten, können gerne auf das Stadtmedienzentrum zukommen.

