Der kompass-social.media begutachtet soziale Netzwerke
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Konteneinstellungen, Meldesysteme und Datenschutz auf dem Prüfstand
In die Tiefen sozialer Netzwerke vorzudringen gestaltet sich als schwieriges Unterfangen. Wie kann ich meine Daten schützen? Was bekommen andere User von mir zu sehen? Warum werden Falschmeldungen nicht gelöscht, obwohl ich sie dem Support gemeldet habe? Antworten auf all diese Fragen gibt die Plattform ,,kompass-social.media‘‘, die soziale Netzwerke regelmäßig auf Herz und Nieren prüft. Besonderes Augenmerk legt das Angebot des Bund-Länder-Kompetenzzentrums jugendschutz.net auf Konteneinstellungen, Meldesysteme und Datenschutz von Facebook, Instagram und Co..
Über ein Ampelsystem können sich User einen ersten Eindruck von sozialen Netzwerken verschaffen, in denen sie sich bereits bewegen oder künftig bewegen wollen. Detaillierte Bewertungen sollen Jugendliche dazu ermutigen, hinter die Kulisse der Plattformen zu schauen.
Welche Bereiche nimmt der Bewertungskompass unter die Lupe?
Auf der Plattform erfahren Nutzer/-innen, was sie anderen Usern über sich Preis geben, wenn sie sich bei einem sozialen Netzwerk registrieren und die Standardeinstellungen beibehalten. Hierbei klärt der kompass-social.media auf, ob die Einstellungsoptionen nachträglich geändert werden können und wie gut diese sich in den Menüpunkten aufspüren lassen. Nutzer/-innen finden zudem Informationen darüber, wie effizient die Blockierfunktionen unerwünschte Nachrichten fremder User abschirmen.
Der kompass-social.media testet regelmäßig die Meldesysteme der sozialen Netzwerke hinsichtlich Reaktionszeit und Feedback. Kriterien hierbei sind zum einen, wie zuverlässig und schnell Supportdienste auf Meldungen reagieren und zum anderen, ob deren Entscheidungen nachvollziehbar sind. Der Meldevorgang wird ebenfalls unter die Lupe genommen und sollte möglichst unkompliziert abzuwickeln sein.
Zu guter Letzt rückt auch der Datenschutz in den Radar der Bewertungsplattform. Der kompass-social.media begutachtet hierzu, ob Datenschutzerklärungen verständlich geschrieben sind und anschauliche Beispiele für komplexe Zusammenhänge enthalten. Gute Datenschutzerklärungen klären Nutzer/-innen über ihre Rechte auf, verweisen auf einen Kontakt für Anliegen zum Datenschutz und fragen nur solche Daten bei der Registrierung ab, die rechtlich konform sind.
Über Phänomene und Risiken aufklären
Bereits seit 2018 peilt die Kompassnadel soziale Netzwerke an. Artikel rund um aktuelle Trends, Phänomene und Risiken im Bereich Social Media tragen seit Anfang dieses Jahres dazu bei, das Bewusstsein junger Nutzer/-innen zu schärfen.
Nicht nur der Datenschutz spielt hierbei eine Rolle. Nutzer/-innen sollen insbesondere für alltägliche Phänomene in sozialen Netzwerken, wie z.B. Cybermobbing oder Fake-News sensibilisiert werden. Der kompass-social.media gibt dazu wertvolle Tipps, wie Nutzer/-innen Risiken auf Plattformen erkennen und begegnen können.

