Den Klimawandel greifbar machen
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Das neue Geo-Werkzeug „Klimawandel“
Das Tool basiert auf einer Fülle von Klimadaten von rund 5.300 Klimastationen weltweit. Dabei stehen für jede Station vier Klimadiagramme zur Verfügung. Diese wurden aus der Mittelwertbildung der letzten vier 30-Jahres-Zeiträume generiert. Konkret handelt es sich um die Daten zu den Klimanormalperioden von 1961-1990, von 1971-2000, 1981-2010 und 1991-2020.
Das Redaktionsteam des GeoPortals am LMZ hat dafür die Klimadaten verschiedener Quellen, unter anderem vom Deutschen Wetterdienst, vom NOAA – National Weather Service, von dem NOAA – Global Historical Climatology Network und der NOAA – Integrated Surface Database miteinander kombiniert. Dort, wo sich Lücken im Datensatz ergaben, wurden Daten des aktuell am höchsten aufgelösten Reanalysemodells „Terraclimate“ ergänzt.
Einsatzmöglichkeiten im Unterricht
Die umfangreichen Analysemöglichkeiten im Geo-Werkzeug „Klimawandel“ erlauben differenzierte Fragestellungen für die Sekundarstufen 1 und 2. So lassen sich zum Beispiel lokale Veränderungen der Niederschlags- oder Temperaturgegebenheiten abfragen und in Diagrammen analysieren. Dabei kann man selbst entscheiden, ob man diese Veränderungen für ein ganzes Jahr oder für kürzere Zeitabschnitte untersuchen möchte. Für die oben genannten Klimanormalperioden können außerdem die globalen bodennahen Winde monatsweise als animiertes Overlay eingeblendet werden. Die räumliche Darstellung der Stationen erfolgt vor dem Hintergrund einer geeigneten Auswahl von Karten und Satellitenbildern.
Die Einführung in dieses Geo-Werkzeug und in seine Einsatzmöglichkeiten ist Teil der ZSL-Fortbildung „Virtuell unterwegs: digitale Medien im Geographieunterricht“. Sie ist über die Lehrkräftefortbildung Baden-Württemberg (LFBO) buchbar.
Weitere Angebote des GeoPortals
Neben dem neuen Tool „Klimawandel“ bietet das GeoPortal noch weitere digitale Geomedien an: Mit dem Geo-Werkzeug „Bevölkerungsdynamik“ lässt sich das weltweite Bevölkerungswachstum seit 1950 darstellen. In dem Tool „Windparks“ kann man zu diesem Energieträger eine Standortplanung mit GIS (Geographisches Informationssystem) durchführen. „Die Welt im Höhenlinienbild“ wiederum ermöglicht das Erstellen von Höhenlinienkarten mit Profilschnitten und Geländeprofilen. Anschließend kann man die Daten der Geländekarte für einen 3D-Druck verwenden. Auch digitale Wetterkarten und ein Tool zur digitalen Geländeanalyse stehen zur Verfügung. Alle digitalen Geomedien sind direkt über einen Browser nutzbar und erfordern keine weitere Installation.
Außerdem finden sich auf dem GeoPortal praxiserprobte Unterrichtsmodule. Zum Beispiel hat man Zugriff auf Unterrichts- und Fortbildungsmaterialien, die in Kooperation mit der Landesakademie für Lehrerfortbildung und der Zentralen Projektgruppe Geographie (ZPG) entstanden sind.

