18. Februar: Tag der Batterie – Geburtstag von Alessandro Volta

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Gemälde: Alessandro Volta neben einem Modell der Volta'schen Säule

Alessandro Volta neben einem Modell der Volta'schen Säule | Bild: gemeinfrei

Bahnbrechend und zukunftsweisend

Erst mit der Batterie konnten die Elektrizität und alle daraus resultierenden Entwicklungen fundiert erforscht werden. Alessandro Volta, geboren am 18. Februar 1745 im italienischen Como, legte den Grundstein für die Batterien, wie wir sie heute kennen. Er wurde damit zu einem Wegbereiter für die Elektrotechnik und Elektronik und ermöglichte mit der ersten brauchbaren, kontinuierlichen Stromquelle die Erforschung der Elektrizität und zahlreiche daraus entstandene Erfindungen.

Um 1800 erfand Volta, Professor für Physik an der Universität Pavia, die erste funktionierende Batterie. Diese „Volta‘sche Säule“, wie er sie nannte, stellte er alsbald der Wissenschaft vor. Die Säule besteht aus vielen übereinander geschichteten Kupfer- und Zinkplättchen, die durch elektrolytgetränkte Pappe- oder Lederstückchen getrennt sind. Ein Element der Säule besteht jeweils aus einer Kupferfolie, einer Elektrolytschicht und einer Zinkfolie. Alternativ kann statt Kupfer auch Silber und statt Zink auch Zinn verwendet werden.

Immer abwechselnd folgt auf ein Kupferplättchen das Elektrolyt und ein Zinkplättchen. Das unedle Metall geht am negativen Pol, der Anode, in Lösung. Während sich das Zinkplättchen auflöst, gibt jedes Zinkatom zwei Elektronen ab, was zu einem Elektronenüberschuss in der Zinkelektrode führt. In der positiven Elektrode, der Kathode, findet eine Reduktion statt und Kupferionen entladen sich. Die Elektronen wandern von der Anode in die Kathode: Es fließt elektrischer Strom.

Quelle: www.elektrotechnik.vogel.de

schematische Darstellung der Schichten einer Batterie

schematische Darstellung der Schichten einer Batterie | Nick B. | CC_BY-SA_3.0

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Die Weiterentwicklung dieser ersten elektrischen Batterie brachte die Erfindung, die heute viele technische Errungenschaften möglich macht. Die Volta‘sche Säule hatte weitreichende Folgen: Mit der ersten stabilen Stromquelle konnten die Elektrolyse erfunden und erstmals viele unedle Metalle dargestellt werden. Die elektrische Telegrafie nahm ihren Anfang, und die erste elektrische Beleuchtung durch Bogenlampen wurde erfunden. Angetrieben durch eine Volta‘sche Säule fuhr 1839 erstmals ein Elektroboot.

Mit seinen Erfindungen und Forschungsbeiträgen machte Volta auch seinen Namen unsterblich: Als die Einheit für elektrische Spannung Ende des 19. Jahrhunderts festgelegt wurde, einigte man sich auf die Bezeichnung „Volt“. Diese Ehrung bekam Volta, der 1827 starb, leider nicht mehr mit.

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