Vom Daumenkino zum digitalen Trickfilm

Workshop in vier Schritten

Der Workshop Vom Daumenkino zum digitalen Trickfilm ist in vier kleinere Einheiten unterteilt. Die einzelnen Einheiten können auf zweierlei Arten zum Einsatz kommen. Einerseits im Ganzen, also nacheinander als kompletter Workshop. Das wäre dann ein über mehrere Tage laufendes Projekt – sei es in der Schule beispielsweise in der Foto-AG oder als Angebot im Jugendhaus (als solches war der vorliegende Workshop konzipiert). Andererseits können die vier Einheiten aber auch problemlos einzeln durchgeführt werden. In dieser Herangehensweise könnte ein Workshop-Teil beispielsweise ein Nachmittagsangebot darstellen, an dessen Ende die teilnehmenden Jugendlichen beispielsweise ein Daumenkino oder eine Zauberscheibe mit nach Hause nehmen.

 

Das Ziel des Workshops: Egal für welche Herangehensweise man sich entscheidet soll das Projekt dazu beitragen, den Teilnehmenden einen Einblick in die Welt der animierten Bilder zu gewähren und ihnen beizubringen, wie mit Hilfe des Computers Animationen erstellt werden.

1. Die analoge Bilderwelt – Zauberscheibe und Daumenkino

Arbeitsschritte Material Vorlagen
Zauberscheibe basteln Bastelvorlage
Schere
Klebstoff
zwei Gummibänder
Hinweis: Die Schrift muss exakt passend geklebt werden. Auf Pappe kopieren (160 g/m²).
Anleitung Zauberscheibe
Daumenkino basteln Bastelvorlage
Schere
Hammer
zwei Nägel
Gewebeklebebank
Schraubzwinge
Hinweis: Auf Pappe (160 g/m²) kopieren Anleitung Daumenkino.
Lebensrad basteln Bastelvorlage
Schere
Klebstoff
Reißzwecke
Holzstab 15 Zentimeter
Schraubzwinge
Hinweis: Die Kopiervorlage ist beim Deutschen Filmmuseum in Frankfurt/M. erhältlich; ebenfalls auf Pappe kopieren oder normale Kopie (80 g/m²) auf Pappe kleben.

Sofern der gesamte Workshop durchgeführt wird, kann diese Einheit auch abgekürzt und die „analoge“ Tricktechnik Zauberscheibe, Lebensrad und Daumenkino lediglich vorgeführt wird – etwa wenn das Interesse innerhalb der Gruppe am Basteln nicht so groß ist (bei älteren Jungen und Mädchen) oder die Kinder gerne zu Hause basteln.

2. Aus analog wird digital – Bilder am PC zeichnen und animieren

Arbeitsschritte Vorbereitung Vorlagen
Serie von Bildern mit Paint zeichnen Anleitung kopieren und gegebenenfalls auf eine Folie kopieren. Anleitung PAINT
Bilder im BMP-Format als GIF animieren Ulead-GIF-Animator installieren
Anleitung kopieren und gegebenenfalls auf Folie kopieren.
Anleitung ULEAD-GIF Animator

3. Die digitale Bilderwelt – Fotografieren, konvertieren und animieren

Arbeitsschritte Material Vorlagen
Serie von Bildern mit der Kamera aufnehmen Stativ
Scheinwerfer
Hinweis: Die Auflösung 640x480 reicht aus; Blitz ausschalten; Fokus möglichst manuell einstellen.
Bilder in den PC überspielen Kartenlesegerät oder
Direktverbindung Kamera-USB
 
Bilder vom JPG- in BMP-Format konvertieren IrfanView installieren (kostenlos im Internet) Anleitung Konvertierung
Bilder im BMP-Format als GIF animieren Ggf. ULead-GIF-Animator installieren
Anleitung kopieren und auf Folie kopieren
Anleitung ULEAD-GIF Animator

4. Die digitale Bilderwelt – Hauptprojekt: Spot aus animierten GIFs erstellen

Arbeitsschritte Vorbereitung Vorlagen
Checkliste Checkliste für jedes Team kopieren Hinweis: Auf eine gründliche Planungsphase bzw. ausgefüllte
Checkliste sollte bestanden werden.
Einstellungen und Perspektive als Gestaltungsmittel Filmausschnitt mit unterschiedlichen Einstellungen suchen und zeigen Hinweis: Beobachtungsbogen ausfüllen lassen.
Hintergrundsmaterial zum Thema Einstellungen und Perspektiven.
Storyboard erstellen Storybaord auf A3 kopieren Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer planen ihren Spot mit dem Storyboard grob vor.
Aus GIFs einzelne AVI-Sequenzen erstellen AnimationsShop installieren Hinweis: Funktioniert auch mit dem Windows-Programm MovieMaker.
Anleitung AVI-Konvertierung
AVI-Dateien mit Schnittprogrammen bearbeiten und vertonen Schnittsoftware installieren, etwa Pinnacle Studio Hinweis: Einfache Effekte und Vertonungen gelingen auch mit MovieMaker, das Windows (ab ME) beiliegt oder aus dem Internet heruntergeladen werden.

Dieser Workshop-Teil nimmt den breitesten Raum ein. Es empfiehlt sich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bereits zu Beginn klar zu machen, dass die Planung und das zu erstellende Drehbuch einen wichtigen Raum einnehmen muss und Teil des kreativen Prozesses ist.

 

Was in einem solchen Workshop entstehen kann, wird hier dokumentiert.