Schöne digitale Welt – zu viel des Guten?

„Schöne digitale Welt – zu viel des Guten?“ So die Auftaktfrage der Tagung zum Safer Internet Day am 5. Februar 2019 im Haus der Wirtschaft Stuttgart. Die über 200 Besucherinnen und Besucher zählende Veranstaltung der Initiative Kindermedienland dreht sich jährlich um die Sicherheit im Internet. Mit seiner Beratungsstelle und pädagogischen Programmen wie zum Beispiel „101 Schulen“ ist das Landesmedienzentrum (LMZ) Partner dieser Initiative.

Lassen wir uns als Internetsurfer tragen oder überfluten? „Das Internet ist wie eine Welle. Entweder man lernt, auf ihr zu schwimmen, oder man geht unter“. Mit diesem Zitat von Bill Gates dankt Philipp Franke, Leiter des Referats Medienrecht, Medienpolitik und Rundfunkwesen im Staatsministerium Baden-Württemberg, Bildungsinstitutionen wie dem LMZ, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene dabei unterstützen, mit Medien sinnvoll, reflektiv, kompetent und kreativ umzugehen. Gerade junge Menschen, die „Herausforderungen und Anerkennung“ suchen, müssen frühzeitig lernen, „Risiken und Chancen“ der neuen Social-Media-Instrumente einzuschätzen und sich deren Möglichkeiten „zu eigen“ zu machen, ohne in den Sog von Sucht und Abhängigkeit zu geraten.

Dem Druck von „Influencern, Likes“ und Fremdbestimmtheit mit „Selbstbewusstsein, Eigenverantwortlichkeit“ und „Moral“ entgegenzutreten, dies nennt Wolfgang Kraft, Direktor des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg, als Ziele: Mitschüler, Eltern und Medienpädagogen sollen „Begleiter“, „Kompass“ und „Vorbild“ für die Heranwachsenden sein. Im Zentrum sei der „Mensch“, in dessen Diensten die Technik zu stehen habe, nicht umgekehrt. Medien sollten nur so gestaltet und eingesetzt werden, dass sie einen „Mehrwert“ für ihn haben. Dies als Kriterium, was „schön“ und „gut“ überhaupt heißt. Folglich komme es nicht auf die Menge (zu viel oder zu wenig) an, sondern auf „Bedeutung“ und „Qualität“.

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