Spotlight – TikTok-Challenges: Wie können Schulen mit riskanten Internet-Trends umgehen?

In der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen nehmen soziale Netzwerke wie WhatsApp, Instagram und TikTok eine große Rolle ein. Insbesondere TikTok erlebte die letzten beiden Jahre einen regelrechten Boom. Fast die Hälfte aller 12- bis 19-jährigen nutzen TikTok in Deutschland täglich oder mehrfach pro Woche. Und 30 Prozent aller 6- bis 13-Jährigen sind mindestens einmal die Woche auf TikTok – so die jüngsten Ergebnisse der KIM- und JIM-Studien. Doch welcher Reiz geht von dieser App aus? Selbst ein Star sein, im Mittelpunkt stehen, Bewunderung erlangen oder Selbstwirksamkeit erleben: All das erleben Heranwachsende mit TikTok per Knopfdruck.

Leider hat die Begeisterung für TikTok seine Schattenseiten. Gefährliche Trends und sogenannte Challenges, welche auf der Plattform viral verbreitet werden, führen bei Heranwachsenden zu grenzüberschreitendem Handeln wie Sachbeschädigung und Amok-Ankündigungen.

Um Schulen bei dem Thema TikTok-Challenges zu unterstützen, bietet das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) für Lehrkräfte, Erziehende und Eltern diese Sonderseite an: bestehend aus Informations- und Unterrichtsmaterialien, Eltern-Tipps sowie zwei Informationsveranstaltungen.

Weitere Informationen zu TikTok Challenges

Download: Handout TikTok Challenges – Informationen und Tipps zum Umgang (PDF)

Download: Handout TikTok im Klassengespräch (PDF)

Mädchen vor dem Handy

TikTok lässt viele Schmunzeln. Trotzdem ist Vorsicht geboten im Umgang mit dieser App.

Online-Veranstaltung am 30. April 2022

Titel: „Positive Trends setzen: Umgang mit Challenges im Unterricht“

  • Datum: 30.04.2022
  • Uhrzeit: 15:30–17:00 Uhr
  • Beschreibung: Challenges mit kriminellen oder gar lebensgefährlichen Folgen sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Doch es gibt auch positive Challenges wie die Ice Bucket Challenge, die 2014 auf die Krankheit ALS aufmerksam machte, oder die #fillthebottle-Challenge, die zum Aufräumen der Umwelt aufrief. Wie Lehrkräfte Challenges kreativ und sinnstiftend im Unterricht aufgreifen können, zeigen Torsten Traub, Referatsleitung Schulische Medienbildung, und Christian Heneka, Realschullehrer und medienpädagogischer Referent, anhand verschiedener Impulse und am Beispiel der Kampagne „Bitte was?! Kontern gegen Fake und Hass“.
  • Referenten: Torsten Traub (LMZ), Sebastian Seitner (LMZ)
  • Zielgruppe: Lehrkräfte

Zur Veranstaltung anmelden

Videoaufzeichnung: „Herausgefordert: Problematische TikTok-Challenges in Adoleszenz und Schule“

Welche Rolle spielt TikTok im Alltag und Erwachsenwerden von Schülerinnen und Schülern? Was macht den Reiz von Challenges aus und motiviert Jugendliche dazu, für Klicks sogar Gefahren oder strafrechtliche Folgen in Kauf zu nehmen? Wie können Schulen und Familien darauf reagieren? Diesen und weiteren Fragen widmet sich die Sonderveranstaltung zu Vandalismus und Amokdrohungen im Zuge von TikTok-Challenges. Medienpädagogin Kim Beck (Handysektor und Medially – der Medienkompetenzpodcast) gewährt Einblicke in die Welt von TikTok und zeigt auf, warum die Plattform bei Jugendlichen so beliebt ist. Im anschließenden Expertinnen-Gespräch geben LMZ-Referentin Dr. Meike Uhrig, Realschullehrerin Miriam Kirchmann und Kim Beck praktische Tipps und Hilfestellungen, wie ein pädagogischer Umgang mit TikTok und Challengeformaten gelingen kann.

Hier finden Sie die Videoaufzeichnung der Online-Veranstaltung vom 10. März 2022.

Weitere Angebote des LMZ

Wer das Thema Soziale Netzwerke oder TikTok-Challenges im Unterricht oder im Rahmen von Elternabenden thematisieren möchte, erhält auch bei der medienpädagogischen Beratungsstelle des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg Unterstützung:  
Tel: 0711 490963-21, E-Mail: beratungsstelle@lmz-bw.de

Darüber hinaus bietet das Landesmedienzentrum zusätzlich rund um das Thema Soziale Netzwerke eine Reihe von präventiven Maßnahmen an. Hier finden Sie eine Auswahl:

  • Interessierte Schulen können über das Programm 101 Schulen Workshops zum Thema Soziale Netzwerke organisieren.  
  • Für nachhaltige Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern bietet das LMZ das Programm SMEP Jugendmedienschutz an. In 20 Stunden werden Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren zu Schüler-Medienmentorinnen und -mentoren (Smeppern) ausgebildet. Hierbei werden sie ausführlich zum Thema soziale Netzwerke geschult. Danach sind sie in der Lage, ihr Wissen an Jüngere weiterzugeben.
  • Beim Eltern-Medienmentoren-Programm werden Erziehungsberechtigte zu Medienmentorinnen und -mentoren ausgebildet, um andere Familien zu beraten und zu unterstützen. Eltern-Kind-Workshops klären zudem über aktuelle Themen wie TikTok auf.
  • Die Kampagne „Bitte Was?!“ Kontern gegen Fake und Hass bietet Schulen eine umfassende Materialsammlung rund um ein respektvolles und verantwortungsbewusstes Miteinander in und mit sozialen Medien.

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