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Wissen to go – Wie sehen jugendgerechte Medienformate aus?

Madeleine Hankele-Gauß
Junge Redaktion spricht über Fotoauswahl

Anchiy via Getty Images

Diskussion am Tag der Medienkompetenz Nordrhein-Westfalen

„Wo ist dein Video zu TikTok? Das ist eine der Fragen, die in den letzten Monaten am häufigsten unter Videos von mir gepostet wurde.“ So steigt der erfolgreiche YouTuber Mirko Drotschmann in eines seiner Videos ein. Als „MrWissen2Go“ beleuchtet er auf seinem YouTube-Kanal mit 1,3 Millionen Followern politische, mediale und geschichtliche Ereignisse. Mit dem zitierten Einstieg signalisiert er seiner jugendlichen Zielgruppe, dass er mit seinem Video auf ihr Feedback reagiert und ein für sie wichtiges Thema aufgreift.

Das sind gleich zwei Aspekte, die die Teilnehmer/-innen der Diskussion „Jugend und Medien – Wie sieht die Zukunft aus?“ als entscheidend dafür ansahen, dass Medien für junge Menschen attraktiv sind. Kein Wunder also, dass MrWissen2Go gleich mehrfach in der Diskussion als Beispiel für gelungenen, jugendgerechten Journalismus genannt wurde. Die Diskussion war Teil des Tags der Medienkompetenz Nordrhein-Westfalen. Unter der Moderation von Hatice Kahraman vom Webradio Salon5 diskutierten die WAZ-Journalistin Anne Krum, der funk-Redaktionsleiter Sebastian Göllner, der YouTuber Marvin Neumann sowie zwei jugendliche Mitarbeiter/-innen der Salon5-Redaktion über zukunftsfähigen Journalismus.

Kriterien für Medienformate, die junge Menschen erreichen

Damit Medienformate junge Menschen erreichen, sollten sie aus Sicht der Diskussionsteilnehmer/-innen:

  • auf den Plattformen veröffentlicht werden, auf denen sich Jugendliche und junge Erwachsene bewegen, wie z. B. Instagram, Snapchat, YouTube oder TikTok, und die Fragen sowie das Feedback der Nutzer/-innen beantworten, kommentieren und aufnehmen
  • die Spielregeln verschiedener Social-Media-Plattformen und deren Algorithmen berücksichtigen
  • Themen aus der Lebenswelt der Jugendlichen als Aufhänger nutzen, wie z. B. popkulturelle Themen oder aktuelle Ereignisse in der Medienwelt
  • gemeinsam mit der Zielgruppe entwickelt werden, beispielsweise durch Nutzerbefragungen, junge Redaktionsteams oder Hosts
  • Informationen in knapper Form – beispielsweise als kurzes Erklärvideo – darstellen und durch Links zu ausführlichen Texten, Videos oder Podcasts ermöglichen, bei Bedarf tiefer einsteigen zu können
  • gutes Storytelling mit spannendem Einstieg und zugespitzten Fragestellungen aufweisen
  • Quellen veröffentlichen und Recherchevorgänge transparent machen, zum Beispiel im Beschreibungstext von Social-Media-Posts

„Junge Menschen sind interessiert, sie wollen Nachrichten, sie wollen Qualität, sie wollen Quellen (…) und sie wollen mit den Journalisten und Presentern in Kontakt treten“, so fasst die Moderatorin Kahraman die Ergebnisse der Diskussion zusammen. Falls auch Ihre Schüler/-innen mit Journalistinnen und Journalisten in Austausch treten wollen, finden Sie hier Informationen zu den Workshops von „Korrespondenten machen Schule“. 

Diskussion „Jugend und Medien“ in voller Länge

Workshops „Korrespondenten machen Schule“

Madeleine Hankele-Gauß

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