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Von Session zu Session – Barcamps für Jugendliche

Madeleine Hankele-Gauß
Jugendliche schlägt eine Session auf einem Barcamp vor

lisa5201 via Getty Images

Leitfaden zur Organisation von Jugendbarcamps erschienen

Ob gemeinsam Ideen für ein Theaterstück entwickeln, sich über politische Protestformen austauschen oder die Frage des Jugendschutzes beim Gaming diskutieren: Der thematischen Vielfalt von Barcamps für Jugendliche sind keine Grenzen gesetzt. Jugendbarcamps wie das JugendPolitCamp oder das Gamescamp, die seit fast zehn Jahren regelmäßig stattfinden, zeigen das Erfolgspotenzial des Veranstaltungsformats. Wer für seine Schüler/-innen ein eigenes Jugendbarcamp organisieren möchte, erhält nun Unterstützung durch die neue Broschüre „Jugend Barcamp – Leitfaden für ein offenes Veranstaltungsformat“ des Projekts jugend.beteiligen.jetzt.

Was ist ein Barcamp?

Bei einem Barcamp handelt es sich um ein offenes Veranstaltungsformat, bei dem die Teilnehmer/-innen in mehreren 45-minütigen Workshops – genannt Sessions – zusammenkommen, um sich über ein Thema auszutauschen. Es zeichnet sich aus durch:

  • Selbstorganisation und Improvisation: Die Teilnehmer/-innen selbst entwickeln das Programm der Sessions im Rahmen der Veranstaltung und führen die Sessions als Referentinnen und Referenten durch. Bei der Sessionplanung kann jede/-r einen Workshop, einen Vortrag, eine Projektvorstellung, eine Fragestellung oder ein Problem als Inhalt einer Session vorschlagen.
  • Vernetzung: Ziel eines Barcamps ist es, dass die Teilnehmer/-innen sich offen miteinander austauschen, ihre Erfahrungen oder ihr Wissen miteinander teilen und gemeinsam Antworten oder Lösungen entwickeln. Hierarchie oder Expertentum soll dabei keine oder eine möglichst kleine Rolle spielen. Zur kommunikativen Vernetzung vor, während und nach dem Barcamp werden soziale und digitale Medien genutzt.
  • Feste Raum- und Zeitstruktur: Der Tagesablauf mit fixen Zeitslots und Räumen für Sessions wird im Vorfeld des Barcamps festgelegt. Programmpunkte können parallel und nacheinander stattfinden.

Wie organisiert man ein Jugendbarcamp?

Wie man ein Barcamp für Jugendliche organisiert, erklärt die Broschüre „Jugend Barcamp“ in den vier Kapiteln „Konzeption und Planung“,  „Kommunikation“, „Durchführung“ und „Dokumentation“ Schritt für Schritt. Neben Interviews zu diversen Jugendbarcamps finden sich auch Hinweise zur Durchführung von Online-Barcamps. Mithilfe des kostenlosen Planungstool „Camper“, mehreren Videokonferenzräumen und der Möglichkeit, diese in kleinere Breakout-Räume zu unterteilen, lässt sich ein Jugendbarcamp auch komplett virtuell realisieren.

Außerdem bietet die Broschüre hilfreiche Tipps, wie man Jugendliche dabei unterstützen kann, sich auf das offene Veranstaltungsformat einzulassen. Empfohlen werden beispielsweise mehrere Sessionplanungen pro Tag, damit sich die Schüler/-innen daran gewöhnen können, selbständig Themen einzubringen und umzusetzen. Zusätzlich können sogenannte „Joker“ – Erwachsene mit einer bestimmten Expertise – zu einem Jugendbarcamp eingeladen werden. Jugendliche können Sie als Unterstützung bei der Durchführung ihrer eigenen Session anfordern.

Um ein Thema zu wählen, das die Schüler/-innen in ihrer Lebenswelt direkt betrifft, sollten im Vorfeld unbedingt einige Jugendliche in die Konzeption und Planung des Barcamps eingebunden werden. Als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sorgen sie zugleich für positive Mund-zu-Mund-Propaganda und können Gleichaltrige zu einer Teilnahme motivieren.
 

Zur Broschüre „Jugend Barcamp“

Zum Planungstool „Camper“

Madeleine Hankele-Gauß

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