Neue Studie räumt mit Gaming-Klischees auf

Sascha Schmidt
Hände mit Spielcontrollern

GettyImages/hobo_018

Mehrheit der Gamer/-innen sind weiblich

Gamerinnen und Gamer sehen sich oft Vorurteilen und Klischees ausgesetzt. Eine neue Studie des Instituts YouGov räumt nun mit den gängigen Klischees auf und zeigt, wie Gamer/-innen wirklich ticken. An der repräsentativen Studie nahmen 1.002 Deutsche zwischen 16 und 37 Jahren teil.

Gaming scheint längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein: So geben 80 Prozent der Befragten an, in ihrer Freizeit Games zu spielen. Stundenlanges Zocken am Tag? 56 Prozent der Befragten behaupten, maximal eine Stunde pro Tag mit digitalen Spielen zu verbringen. 53 Prozent spielen am liebsten mit dem Smartphone und untermalen so den Stellenwert von mobilem Gaming. Doch wie sieht es aus mit der Geschlechterverteilung? Klischees zufolge ist der klassische Gamer männlich. Die Studie zeigt jedoch, dass 62 Prozent der Gamer/-innen weiblich sind. Auch die Hobbies neben Gaming fallen überraschend vielfältig aus: Allen voran steht das Musikmachen, was 56 Prozent der befragten Gamer/-innen angeben. 61 Prozent der Gamer/-innen legen Wert auf soziales Engagement und widersprechen damit dem gängigen Klischee der sozial isolierten Zocker. Am wichtigsten ist ihnen die Familie, gefolgt von Freundschaften und Partnerschaften. Ganze 77 Prozent geben zudem an, dass ihnen der Schutz der Umwelt am Herzen liegt. Die eigene Karriere spielt für 70 Prozent der Befragten eine Rolle.

Beruflich weisen Gamer/-innen verschiedenste Fachrichtungen auf und sind nicht nur in klassischen IT-Bereichen zu finden. Am meisten unter der Befragten vertreten sind Schüler/-innen und Student(-inn)en (29 Prozent), der öffentliche Dienst (12 Prozent), der IT-Bereich (10 Prozent), das Gesundheits- und Bildungswesen (9 Prozent) und der Bereich Lebensmittel/Gastronomie (7 Prozent).

Gaming als reine Zeitverschwendung?

Mitnichten, wenn es um die Sicht der Gamer/-innen selbst geht. Ihrer Meinung nach vermittelt Gaming ihnen wertvolle Kompetenzen, allen voran strategisches Denken (36 Prozent), hohe Aufmerksamkeit (33 Prozent), Kreativität (27 Prozent), Teamfähigkeit (26 Prozent) und Stressresistenz (24 Prozent).

Mehr Informationen zu digitalen Spielen finden Sie hier.

Sascha Schmidt

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