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Jeder vierte Internetnutzer in Deutschland Opfer von Cyberkriminalität

Sascha Schmidt
Cyberkriminalität

Pixabay.com/mohamed-hassan | http://www.pixabay.com

Neue Studie veröffentlicht

24 Prozent der deutschen Internetnutzer/-innen sind bereits mindestens einmal Opfer von Cyberkriminalität geworden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Digitalbarometer“, die kürzlich veröffentlicht wurde.

36 Prozent der Cyberkriminalitätsopfer haben Betrug beim Online-Shopping erlebt. 28 Prozent wurden Opfer von Fishing-Attacken, bei denen vertrauliche Daten gestohlen wurden. 26 Prozent berichten von Schadsoftware-Angriffen durch Viren und Trojaner, während 18 Prozent von Identitätsdiebstahl betroffen waren. Cybermobbing oder Erpressersoftware haben jeweils 13 Prozent der Opfer bereits erlebt. Betrüger, die über erfundene Geschichten online eine Beziehung zu ihren Opfern aufbauen und schließlich um Geld bitten, spielen ebenfalls nach wie vor eine Rolle.

Antivirensoftware nutzen etwa 61 Prozent der Befragten und 58 Prozent nutzen laut eigenen Angaben sichere Passwörter. Nur ein Drittel informiert sich regelmäßig über Internetsicherheit, die meisten nur im Problemfall. 19 Prozent der Internetnutzer/-innen verschlüsseln ihre E-Mails. Soziale Netzwerke werden von den Befragten nur geringfügig als Gefahrenquelle wahrgenommen: Nur für 14 Prozent der Nutzer/-innen spielt Sicherheit im Kontext von sozialen Netzwerken eine Rolle.  

Generell zeigt sich in der Studie der Trend, dass jüngere Menschen häufiger Opfer von Cyberkriminalität werden. Grund hierfür ist zum einen, dass jüngere Menschen viel mehr Dinge online erledigen als ältere Menschen. Zum anderen reagieren junge Menschen gemäß der Studie langsamer auf Empfehlungen zur Erhöhung der Cybersicherheit. Fast die Hälfte aller 60- bis 66-Jährigen setzt Empfehlungen sofort um (49 %), während es bei den 16- bis 29-Jährigen nur etwa jeder Vierte (26 %) ist.

Als besonders wichtig erachten die Nutzer/-innen ihre Sicherheit beim Online-Banking (62 %), dem Online-Shopping (44 %) und dem allgemeinen Surfen im Internet (33 %). Nur jeder dritte Fall von Cyberkriminalität wird bei der Polizei angezeigt.

Die Studie „Digitalbarometer“ wird jährlich vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und dem Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes erstellt.  

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Sascha Schmidt

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