Bewegtbildnutzung im Wandel

Anja Würdinger
Kinder vor dem Fernseher

MariaKray/iStock/Getty Images Plus via GettyImages

AGF GenZ Videostudie bei Kindern und Jugendlichen

Die Arbeitsgemeinschaft Videoforschung GmbH (AGF) hat vom Marktforschungsinstitut Kantar die Nutzung von Bewegtbildern bei Kindern und Jugendlichen untersuchen lassen. Dabei wurden die Daten von mehr als 5.100 Befragten der sogenannten „Generation Z“ (Jahrgang 1998 bis 2016, GenZ) ausgewertet.

Diese Grundlagenstudie erhob Daten über das Videokonsumverhalten von Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen drei und siebzehn Jahren sowie ihrer Eltern mit Fokus auf Bewegtbild wie klassisches TV und Online-Video-Content.

Dabei wurde festgestellt, dass 90 % der Befragten täglich Videos im Fernsehen oder im Netz ansehen. Bei den Lieblingsapps für Videos liegt in allen Altersgruppen YouTube klar vorn. Netflix folgt auf dem zweiten Platz. Einzige Ausnahme: Bei den Zehn- bis Dreizehnjährigen hat sich TikTok bereits auf den zweiten Platz vorgeschoben.

Zeichentrickserien und Cartoons sind bei den Kleinsten im Alter von drei bis sechs Jahren am gefragtesten. Sie identifizieren sich mit den Figuren ihrer Lieblingssendung. Dabei kann das tägliche Ansehen der Sendung ein Ritual und damit ein strukturgebendes Element des Tagesablaufs sein.

Mit zunehmendem Alter werden Identifikationsfiguren wie Comichelden, Tiere oder Fahrzeuge von realen Personen wie Influencern von YouTube oder Instagram, Sängern oder Sportlern abgelöst. Auch die Nutzung des Formats verändert sich in diesem Zusammenhang. Während bei den Kleinsten noch das Fernsehen dominiert, stehen bei den Jugendlichen Streaming-Dienste hoch im Kurs, da sie sich in diese Social-Media-Kanäle selbst einbringen und mit anderen austauschen können.

Die Befragung zeigt auf, dass auch das Medienverhalten der Eltern einen großen Einfluss auf die Kinder und Jugendlichen hat. Je häufiger im Haushalt ferngesehen wird, umso höher ist auch die Fernsehnutzung der Kinder und Jugendlichen. Der Einfluss der Eltern schwindet allerdings mit Eintritt ins Jugendlichenalter. Ab diesem Zeitpunkt bestimmen diese immer selbstständiger über die Nutzungszeiten und die Inhalte, die sie konsumieren.

 

Zur Studie (PDF)

Zum Film zur Studie

Zur Pressemitteilung des AGF (PDF)

Anja Würdinger

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