Tiktok möchte den deutschen Markt erobern

Scarlett Rybarczyk
singende Maedchen

GettyImages/golero

Die Kurzvideo-App richtet sich vor allem an die junge Zielgruppe

Über die aus China stammende Kurzvideo-App Tiktok wird seit längerer Zeit rege diskutiert. Dies macht sich ebenso in den Downloadzahlen der App bemerkbar, denn sie zählt seit Monaten zu den am häufigsten heruntergeladenen Apps. Nun kündigte das Unternehmen an, eine deutsche Niederlassung in Berlin und München aufzubauen.

Mit der App Tiktok können kurze Videos gedreht werden, in denen die Nutzer/-innen lippensynchron aktuelle Pop-Songs nachsingen und die zur Musik passenden Bewegungen ausführen. Die Videos können zusätzlich mit optischen Effekten, Filtern und Emojis aufgewertet werden. Das Videoportal, mit sozialer Netzwerk Funktion, hatte weltweit im vergangenen Jahr knapp 500 Millionen Nutzer/-innen – meist aus der sehr jungen Zielgruppe. In Deutschland sollen bereits 4,1 Millionen Monthly Active User die App nutzen. Diese Zahlen zeigen das große Potential der App auch auf dem westlichen Markt.

Bytedance, das Unternehmen hinter Tiktok, erwarb im vergangenen Jahr die Musik-App Musical.ly, um auf den westlichen Märkten Fuß zu fassen. Zunächst gab es einen Rückschlag, denn die in den USA geltenden Jugendschutzgesetze wurden bei der Anmeldung zur Nutzung der App missachtet. Man versäumte das Einverständnis der Eltern bei unter 13-jährigen Nutzer/-innen einzufordern, was eine Strafe von 5,7 Millionen US-Dollar zu Folge hatte. Die Vorwürfe bezogen sich allerdings auf die Zeit vor der Übernahme der App, Bytedance versichere trotzdem, dass in Zukunft alle geltenden Gesetze eingehalten werden, da der Jugendmedienschutz bei solch einem Portal wie Tiktok fundamental sei.

Mehr Informationen zum Tiktok finden Sie hier:

Themenspecial zu TikTok bei Handysektor

TikTok - Eltern sollten auf Sicherheitsregeln achten

Scarlett Rybarczyk

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