Neue Studie zur digitalen Kompetenz im Alter

Sascha Schmidt
Senioren mit Smartphones

Martin Storz

Digital souverän?

Die kürzlich veröffentlichte Studie „Digital souverän? Kompetenzen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter“ untersucht die digitalen Kompetenzen der Bevölkerung in Deutschland. Hierbei vergleicht sie die Kompetenzen verschiedener Altersgruppen und stellt vor allem bei älteren Generationen Defizite fest.

Wie sicher fühlen sich die Menschen in Deutschland beim Umgang mit digitalen Endgeräten wie dem Smartphone? Laut repräsentativer Studie der Bertelsmann Stiftung fühlen sich 63 Prozent der Befragten im Alter ab 14 Jahren eher sicher bis sehr sicher beim Umgang mit dem Internet. Unterschiede sind vor allem mit Blick auf die verschiedenen Altersgruppen festzustellen: Während sich bei den 14- bis 29-Jährigen etwa 79 Prozent eher sicher bis sehr sicher fühlen, so sind es bei den 60- bis 69-Jährigen nur 41 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei der Selbsteinschätzung der eigenen Kenntnisse im Bereich digitaler Technologien, Anwendungen und Gefahren. Von den 14- bis 29-Jährigen schätzen 89 Prozent ihre Kenntnisse als gut bis sehr gut ein. Bei den 60- bis 69-Jährigen sind es nur noch 50 Prozent. Auf die Frage, für welche Zwecke die Bevölkerung auf das Internet angewiesen ist, nennen 76 Prozent der Befragten die Suche nach Informationen. 68 Prozent geben an, dass sie das Internet vor allem zu Kommunikationszwecken nutzen. Mit Blick auf die Zukunft gehen 62 Prozent der Befragten davon aus, dass auch behördliche Angelegenheiten zukünftig stärker von digitalen Technologien abhängig sein werden.  

Die Studie zeigt insgesamt, dass ältere Generationen digitale Kompetenzen durchaus als wichtig für das tägliche Leben einschätzen. Digitale Medien können beispielsweise mobil eingeschränkten Personen dabei helfen, Online-Bestellungen für den täglichen Bedarf zu tätigen und mit der Familie in Kontakt zu bleiben. Jedoch macht die Studie auch deutlich, dass bei der Förderung von digitalen Kompetenzen aufseiten der Seniorinnen und Senioren noch Handlungsbedarf besteht.

Mit dem Senioren-Medienmentoren-Programm unterstützt das Landesmedienzentrum Seniorinnen und Senioren bei der Bedienung und Nutzung digitaler Medien. Darüber hinaus bietet das LMZ mit der Broschüre „Treffpunkt Internet“ Tipps zur zielgerichteten Nutzung von Medienangeboten für Neueinsteiger.  

In den kommenden Wochen widmen wir uns in einer Schwerpunktserie dem 1x1 des Internets. Start ist am 29. Juli 2019 mit dem Thema „Mein Smartphone und Internezugang“.

Mehr Informationen zum Senioren-Medienmentoren-Programm erhalten Sie hier.

Download Broschüre „Treffpunkt Internet“

Sascha Schmidt

E-Mail senden

Diese Seite teilen:

Weitere Informationen

Kategorien: