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In-Game-Käufe und Lootboxen bald für unter 18-Jährige verboten?

Sascha Schmidt
Hände mit Spielcontrollern

GettyImages/hobo_018

Gesetzesentwurf in den USA in Prüfung

In-Game-Käufe und Lootboxen stellen für die Computerspielindustrie heutzutage eine wichtige Einnahmequelle dar, auch wenn sie umstritten sind. Mit einem neuen Gesetz könnten Kaufmechanismen in Computerspielen für Personen unter 18 Jahren eingeschränkt werden.

Was sind Lootboxen?

Als Lootboxen werden virtuelle Kisten in Computerspielen bezeichnet, die eine zufällig festgelegte Auswahl an Items enthalten. Dazu zählen beispielsweise Spielwaffen oder seltene Ausrüstungsgegenstände für die Spielfigur. Lootboxen kommen häufig in sogenannten Free-to-Play-Spielen zum Einsatz. Die Nutzung von Free-to-Play-Spielen an sich ist kostenfrei, der Erwerb von Lootboxen wird jedoch häufig für den Spielfortschritt vorausgesetzt. Neben mobilen Spielen setzen inzwischen auch plattformübergreifende Spieletitel wie FIFA und Overwatch auf diese Einnahmequelle. Auch im Spiel Fortnite kamen sogenannte Lootboxen in einem bestimmten Modus zum Einsatz. Diese wurden allerdings Anfang 2019 wieder entfernt.

Verbot von Pay-to-Win-Mechaniken

Sollen sogenannte Lootboxen für Minderjährige verboten werden? Wenn es nach US-Senator Josh Hawley geht, so nutzt die Computerspielindustrie Lootboxen bewusst manipulativ, um Kinder und Jugendliche zum Kauf zu verleiten. Hawley hat deshalb eine Gesetzesvorlage vorgelegt. Sollte dieses Gesetz verabschiedet werden, so dürften in den USA zukünftig keine Lootboxen mehr in Spielen mit einer Altersfreigabe unter 18 Jahren verkauft werden. Nach dem Gesetzesentwurf wären neben Lootboxen auch sämtliche anderen Pay-to-Win-Mechaniken für Minderjährige verboten. So schließt der Entwurf auch sämtliche In-Game-Käufe ein, sofern die Spieler/-innen durch deren Erwerb schneller einen Spielfortschritt erzielen können.

Der Gesetzesentwurf von Hawley wird derzeit in den USA geprüft. Welche Auswirkungen das Inkrafttreten auf den europäischen Computerspielemarkt hätte, bleibt abzuwarten.

Mehr Informationen zu Computerspielen und In-Game-Käufen finden Sie auf unserem Portal.

Sascha Schmidt

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