1. Sie befinden sich hier:
  2. Newsroom
  3. Aktuelle Beiträge aller Bereiche
  4. Google stellt Streaming-Dienst für Computerspiele vor: Die Zukunft des Gaming?

Google stellt Streaming-Dienst für Computerspiele vor: Die Zukunft des Gaming?

Sascha Schmidt

Spielen ohne leistungsstarke Hardware

Google hat bei seiner jüngsten Keynote den Streaming-Dienst Stadia vorgestellt. Der Dienst soll jedoch keine Videos, sondern ganze Computerspiele streamen. Stadia soll noch in diesem Jahr erscheinen.

Die Computerspiel-Industrie war bislang eine der Branchen, in denen Google noch keine große Rolle spielte. Dies soll sich laut der jüngsten Keynote des Unternehmens bald ändern: Mit dem Dienst Stadia will Google es ermöglichen, komplette Computerspiele zu streamen. Die Nutzer/-innen benötigen zum Spielen also keine leistungsstarke Hardware mehr, sondern können den Dienst auf nahezu jedem Gerät mit Internetzugang nutzen. Hierzu zählen das Smartphone, der Smart TV oder auch stationäre Computer. Das Spielen soll unabhängig von der Hardware ohne Qualitätsverlust möglich sein. Laut Google schafft Stadia je nach Internetverbindung eine Übertragungsrate von 60 fps (frames per second) und eine Auflösung von 4K.

Videos und Spielen gehen Hand in Hand

Eine weitere Besonderheit von Stadia ist die Verbindung zwischen Let’s Play Videos und dem Spielen selbst. Wenn Zuschauer/-innen in Let’s Play Videos auf YouTube ein interessantes Spiel entdecken, so sollen sie einfach auf den „Jetzt spielen“-Button klicken, um das jeweilige Spiel zu starten. Das Spiele-Streaming funktioniert dann ohne Download, ohne Installation und auf nahezu jedem internetfähigen Gerät. Spieler/-innen sollen auch die Möglichkeit haben, lückenlos die Spielgeräte zu wechseln. Beispielsweise können sie ein am Smart TV begonnenes Spiel direkt auf dem Smartphone fortsetzen. Einen eigenen Controller bietet Stadia ebenfalls, jedoch sollen Spieler/-innen den Dienst auch mit jedem beliebigen Controller nutzen können.

Hohe Stabilität, leistungsstarke Technik

Um einen stabilen Stream mit niedrigen Latenzwerten (Übertragungsverzögerungen) zu gewährleisten, setzt Google eine Technik ein, die speziell für die Plattform entwickelt wurde. Stadia baut auf ein extrem leistungsstarkes Rechenzentrum und eine Infrastruktur mit mehr als 7.500 Netzwerkknoten. Einen exklusiven Online-Store für Stadia-Spiele soll es laut Google nicht geben. Stattdessen können Entwickler den Stadia-Zugang überall im Netz anbieten. Ein Klick auf den „Jetzt spielen“-Button soll genügen, um ein Spiel zu starten. Über Preise und Bezahlmodelle von Stadia verriet Google noch nichts. Sicher ist hingegen, dass der Streaming-Dienst noch in diesem Jahr in den USA, Kanada und großen Teilen Europas anläuft. Welche Entwicklerstudios sich an Stadia beteiligen werden, ist noch nicht bekannt. Hersteller von Spielehardware müssen sich jedenfalls auf einen zusätzlichen Konkurrenten auf dem hart umkämpften Markt für Computerspiele einstellen.

Mehr Informationen zum Thema Computerspiele finden Sie hier.

Sascha Schmidt

E-Mail senden

Diese Seite teilen:

Weitere Informationen

Kategorien: