Frankreich führt nationale Digitalsteuer ein

Sascha Schmidt
Frankreichs Flagge

Pixabay.com/RGY23

Google, Facebook und Co. im Visier

Frankreichs Senat hat ein umstrittenes Digitalsteuer-Gesetz verabschiedet. Damit will die französische Regierung unter anderem digitale Werbeerlöse internationaler Internet-Unternehmen besteuern.

Die in Frankreich verabschiedete Digitalsteuer betrifft Konzerne, die mit ihren Online-Aktivitäten mehr als 750 Millionen Euro und in Frankreich mindestens 25 Millionen Euro weltweiten Jahresumsatz erzielen. Somit zielt das Gesetz vor allem auf große Unternehmen wie Google, Amazon und Facebook ab. Die Konzerne sollen unter anderem auf digitale Werbeerlöse drei Prozent Steuern zahlen. Grund für die Steuer ist vor allem das beanstandete Verhältnis zwischen den Jahresumsätzen der Konzerne und den tatsächlich gezahlten Steuern in den jeweiligen Ländern. Die Digitalsteuer nimmt insbesondere digitale Werbeeinnahmen in den Fokus, welche bislang steuerlich in eine Art Grauzone fielen.

Die meisten großen Internetkonzerne haben ihren Sitz in den USA. Deshalb kündigte die US-Regierung bereits an, die Digitalsteuer prüfen zu wollen. Mehrere EU-Nationen haben in den vergangenen Monaten bereits über die Einführung einer solchen Steuer diskutiert. Eine einheitliche EU-Digitalsteuer war zuletzt durch den Widerstand mehrerer Mitgliedsstaaten gescheitert.

Sascha Schmidt

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