Facebook kündigt eigene Kryptowährung an

Sascha Schmidt
Kryptowährung

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Libra soll sich als globale Währung etablieren

Facebook kündigt an, eine globale Kryptowährung namens Libra zu entwickeln. Ähnlich wie Bitcoin soll die Währung auf der Blockchain-Technologie basieren, jedoch ohne Kursschwankungen auskommen.

Das von Facebook angekündigte Libra ist eine Form von digitalem Geld. Libra basiert auf der sogenannten Blockchain-Technologie. Eine Blockchain ist eine erweiterbare Liste von Datensätzen, die mittels Verschlüsselungstechniken miteinander verkettet sind. Das äußerst komplexe System kommt häufig bei Kryptowährungen zum Einsatz, so auch bei Bitcoin. Ein großer Unterschied zu Bitcoin ist jedoch, dass Libra keinen spekulativen Vermögenswert darstellt, sondern durch eine Reserve von Vermögenswerten gedeckt ist. Insofern soll Libra ohne Kursschwankungen auskommen.

Facebook hat bereits mit 27 anderen Partnern die sogenannte Libra Association gegründet, darunter Unternehmen wie VISA, Mastercard, eBay und PayPal. Diese sollen gemeinsam Libra verwalten. Nutzer/-innen können im Gegensatz zu Bitcoin keine Libra selbst erstellen, sondern müssen diese bei den entsprechenden Handelsplattformen erwerben. Diese Form der Verwaltung soll ebenfalls zur Stabilität der Kryptowährung beitragen.

Libra soll vor allem einfache und kostengünstige Transaktionen zwischen verschiedenen Währungen ermöglichen. Eine zentrale Zielgruppe sind dabei Personen, die keinen Zugang zu Bankkonten haben. Um die Transaktionen einfach und intuitiv zu gestalten, wird die entsprechende App (Wallet) mit WhatsApp sowie dem Facebook Messenger verknüpft. Die Nutzer/-innen agieren bei Libra unter Pseudonymen, während Facebook angibt, selbst keinen Zugang zu sensiblen Transaktionsdaten der Nutzer/-innen zu erhalten. Libra soll 2020 auf den Markt kommen.

Mehr Informationen zu sozialen Netzwerken finden Sie hier.

Sascha Schmidt

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