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Erkennen, was wahr und richtig ist – Unterrichtsmaterial zu Fake News und Deepfake

Madeleine Hankele-Gauß
Junge mit Fake-News-Zeitung und Pinocchio-Nase

Getty Images/Rich Vintage

Imma oder der schmale Grat zwischen Realität und Täuschung

Das erste Paket mit Unterrichtsmaterial für die Kampagne „Bitte was?! Kontern gegen Fake und Hass“ der Landesregierung Baden-Württemberg ist erschienen. Die Lehrmaterialien zum Thema Informationskompetenz sollen Kinder und Jugendliche für einen respektvollen Umgang miteinander im Netz sensibilisieren. Die Zielgruppe sind Grundschüler/-innen sowie Schüler/-innen der Sekundarstufe I. Nach Abschluss der Kampagne werden die Materialien in der Online-Mediathek SESAM zur Verfügung gestellt.

Imma – so heißt eine japanische Influencerin, die auf der Online-Plattform Instagram rund 150.000 Abonnenten hat. Wie andere Instagrammer zeigt sie sich in ihren Posts mal in eleganten Haute-Couture-Kleidern, mal in neuen Marken-Sneakern, mal vor teuren Luxusautos. Anders als ihre „Kollegen“ ist die Influencerin mit dem blassrosa Pagenkopf jedoch eines nicht: ein echter Mensch.

Wie können wir eine auf künstlicher Intelligenz basierende Influencerin wie Imma – einen sogenannten Deepfake – von einer echten Influencerin unterscheiden? Auf welche Art und Weise entstehen täuschend echte Gesichter, Personen oder Nachrichten, die dennoch nicht der Realität entsprechen? Warum und mit welchen Folgen werden sie im Netz verbreitet? Diese spannenden Fragen werfen die neuen Unterrichtsmaterialien der Kampagne „Bitte was?!“ rund um Informationskompetenz auf.

Fake News in vier Schritten erkennen

Grafik: Madeleine Hankele-Gauß

Fake News in vier Schritten erkennen

Angepasst an ihre Lebenswelt, untersuchen die Grundschüler/-innen beispielsweise drei unterschiedliche Lexikoneinträge zum Thema Meerschweinchen. Mithilfe der kindgerechten Suchmaschine fragFINN sollen sie begründen, welche der drei Texte falsche Informationen enthalten. Dabei müssen sie unter anderem Folgendes recherchieren: Dürfen Meerschweinchen Schokolade essen? Stammen sie aus Südamerika? Sind sie von dort aus selbst nach Europa geschwommen?

Mit tatsächlich im Internet verbreiteten Fake News werden die Schüler/-innen der Sekundarstufe I konfrontiert. Anhand der millionenfach geteilten Falschmeldung „700 Euro Weihnachtsgeld für Flüchtlinge“ eignen sie sich eine Strategie zum Erkennen von Fake News an. Die vier Strategieschritte „Quellenkritik“, „Faktencheck“, „Bildrecherche“ und „Aktualitätskontrolle“ verinnerlichen die Lernenden, indem sie weitere Internetmeldungen auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfen.

Von Brettspiel bis Video-Blog: Medienprodukte selbst erstellen

Alle vier Unterrichtsmodule regen die Kinder und Jugendlichen dazu an, eigene Medienprodukte zu erstellen. Seien es ein Brettspiel zum Thema „Wahrheit oder Lüge“, ein Flyer zur Aufklärung über Fake News oder ein Video-Blog über das Geschäftsmodell von YouTube: Als Medienproduzenten können die Schüler/-innen andere auf Täuschungen im Netz aufmerksam machen. Dabei können sie ihre neu gewonnenen Kenntnisse unmittelbar kreativ umsetzen.

Madeleine Hankele-Gauß

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