Das Thema „Künstliche Intelligenz“ in der Schule aufgreifen

Corinna Kirstein

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Relevanz des „Machine Learning“ für Lehrende und Lernende

Technologien auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) finden zunehmend Einzug in unser Leben. Dabei umfasst der Begriff „Maschine“ sowohl physische Computer und Roboter als auch digitale Programme und Apps. Die Interaktionen zwischen Mensch und Maschine nehmen zu. Immer mehr Aufgaben werden an Maschinen gegeben, die lernähnlich Beispiele in virtuellen Gedächtnissen abspeichern und Prozesse mit der Zeit automatisieren. Folglich sind die damit verbundenen Chancen und Risiken unvermeidbares Thema für eine zukunftsorientierte Didaktik.

„Machine Learning“ – Handreichung und Online-Module für den Schulunterricht

Wie lassen sich Künstliche Intelligenz und „Machine Learning“ in den Unterricht einbringen? Informationen, Methoden und Anregungen, das Thema in der Klasse zu behandeln, erhalten Lehrkräfte kosten- und lizenzfrei auf der Internetseite „Machine Learning. Intelligente Maschinen“. Neu: Das Material gibt es jetzt auch als Handreichung gebündelt zum Download. Die erste Auflage erschien soeben (2019) in der Unterrichtsmaterialreihe „Medien in die Schule“, einem Gemeinschaftsprojekt von FSM (Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V.) und Google Deutschland in Kooperation mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen e.V. 

Gesellschaftliche Bedeutung: Schülern Teilhabe eröffnen

Wie funktioniert „Machine Learning?“ Welche Auswirkungen ergeben sich für unsere Gesellschaft und welche Entwicklungen sind künftig zu erwarten? Welche ethischen und sozialen Aspekte müssen beachtet werden, um ein gutes Zusammenleben von Menschen und Maschinen zu ermöglichen? Wie können wir Schülerinnen und Schüler in den Diskurs zu „Machine Learning“ einbinden, damit sie lernen, aktiv an den Vorteilen der technischen Errungenschaft teilzuhaben? Wie viel Verantwortung kann der Mensch an die Maschine abgeben? Und wie viel Informationen benötigt diese, um ihre Aufgaben gut zu erfüllen? Welche Aufgaben sollte der Mensch niemals den Maschinen überlassen? Die zentrale ethische Herausforderung ist, die Maschinen und Programme so zu gestalten, dass sie mit unseren Gesellschafts-, Rechts- und Wertvorstellungen vereinbar sind. Diese gesellschaftliche Debatte ist gerade für die heranwachsende Generation von Bedeutung.

Pädagogische Ziele

Experte Thorsten Leimbach, Leiter der Roberta-Initiative am Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, nennt die pädagogischen Ziele: Mit der neuen Handreichung lernen die Schülerinnen und Schüler „Konzepte, Algorithmen und Anwendungen von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning“ nachzuvollziehen und werden dazu befähigt, „eine eigene Haltung zu dem Thema aufzubauen … Die Jugendlichen analysieren dabei nicht nur ihr eigenes Nutzungsverhalten, sondern positionieren sich zu den ethischen Fragestellungen.“ 

Neben Erklärungen zum Verständnis bietet das Material Anleitungen für den direkten Einsatz im Unterricht. Handreichung und Website sind in Module gliedert, die einen Einstieg auch ohne größere Vorkenntnisse ermöglichen. Unterrichtsverlaufspläne sowie Arbeitsblätter und Zusatzmaterialien erleichtern die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts.

Die Publikation zeigt zum einen, welche positiven Aspekte Machine-Learning bietet; zum anderen sensibilisiert sie für die Risiken und Herausforderungen der KI-Anwendung. In der Auseinandersetzung mit konkreten Beispielszenarien aus dem Alltag lernen die Schüler/-innen, Argumente für eine Begründung des eigenen Standpunktes zu formulieren und festigen ihre kritische Analysefähigkeit. So üben sie auch, dass jedes Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten ist. 

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