Twitter für Lehrkräfte – Unterrichtsideen einfach finden

Ina Mangold
Twitter-Logos

Auf Twitter finden Lehrkräfte neue Ideen rund um das Thema (Medien-)Bildung. | Pixabay.com/TheDigitalArtist | CC0

Twitter für Lehrkräfte – Unterrichtsideen einfach finden

Neue Unterrichtsideen und -trends gesucht? Das Soziale Netzwerk Twitter ist nicht nur eine Plattform, um kurze Textnachrichten (sog. Tweets) zu posten. Es eignet sich auch dazu, nach Informationen zu suchen. Diese Funktion können Lehrkräfte nutzen und durch die Plattform Trends sowie neue Ideen rund um das Thema Medienbildung finden. Hier finden Sie Tipps, wie Twitter am besten im Bildungskontext eingesetzt werden kann und welchen Profilen gefolgt werden sollte.

Twitter geht unter den gängigen Sozialen Netzwerken heutzutage häufig unter – obwohl die Plattform ein Urgestein in diesem Bereich ist. Das liegt vielleicht daran, dass Twitter keine Selbstdarstellungsplattform ist, sondern eher eine Informationsplattform. Nicht umsonst wird Twitter oftmals als Soziales Netzwerk der Elite bezeichnet: Wer Nachrichten, Aktuelles aller Art oder verschiedene Meinungen sucht, wird hier fündig. Das liegt mitunter daran, dass Twitter von vielen Politikern und Journalisten genutzt wird. Prominente sind hier natürlich auch vertreten, tiefsinnige Sprüche und bildlastige Unterhaltung sind trotzdem seltener zu finden. Welche Inhalte letztendlich gelesen werden, hängt stark von den eigenen Nutzungsabsichten ab.

Denn Twitter eignet sich sehr gut, um in verschiedenen, spezifischen Themenbereichen auf dem neusten Stand zu bleiben. Auf der Plattform findet man schnell eine passende Community – ohne in eine solche aktiv Eintreten zu müssen. Aussagen können einfach in einem Feed gelesen werden, ein Gruppenbeitritt wie bei Facebook ist nicht nötig, gefolgt werden muss auch nicht unbedingt. Communities gibt es zu allen nur denkbaren Themen, so auch im Bereich der Medienbildung, speziell für Lehrkräfte.

Wie finde ich interessanten Communities?

Zuerst sollte wie in jedem anderen Sozialen Netzwerk vorgegangen werden, das heißt man fügt Kontakte hinzu. Anschließend kann man nach interessanten Leuten aus der Branche suchen, bei der Lehrer-Community zum Beispiel nach Referentinnen und Referenten bei Kongressen oder aber auch nach Schulbuch-Verlagen oder Behörden.

Interessante User, die sich mit dem Thema Medienbildung auseinandersetzen sind beispielsweise Elke Höfler (Username @lacknere), Dejan Mihajolovic (@DejanFreiburg), Schulbuchverlage (z.B. @cornelsenverlag oder @EKV_klettverlag) oder das Learning Lab der Universität Duisburg-Essen (@learninglab). 

Twitter ist perfekt für eine Schlagwortsuche. Beinahe jede/-r Nutzer/-in versieht seine Tweets mit den vielbekannten Hashtags – der Verschlagwortung von Worten mit einer Raute. So kann man durch die Suche der Hashtags, zum Beispiel #medienbildung, nach Tweets zu einem bestimmten Thema suchen. Verschiedene Themen und Communities nutzen ihre eigenen Hashtags, mit denen regelmäßig zu einem spezifischen Thema gepostet wird. So sind beispielsweise Neuheiten zu einem Thema leicht zu finden.

Interessante Schlagwörter im Bereich der Medienbildung sind beispielsweise #DigitaleKompetenz, speziell für Baden-Württemberg #SchuleDigitalBW, aber auch andere Bundesländer sind hier sehr aktiv (#SchuleDigitalNRW, #BayernEdu). Eher lockerer geht es im #twitterlehrerzimmer zu: Hier können Fragen zu allen schulrelevanten Fragen gestellt und beantwortet werden. Neue Informationen und Unterrichtmaterialen findet man unter den Hashtags der verschiedenen Schularten (z.B. #grundschule, allgemein auch #Lehrende).

Natürlich kann auf Twitter auch aktiv kommuniziert werden. Gerade durch die Verschlagwortung von Tweets erreichen die Fragen auch die richtigen Menschen – nämlich die, die ebenfalls nach einem bestimmten Thema suchen.

Seine eigene Filterblase aufbauen

ei Twitter lohnt es sich, das Schneeballsystem zu nutzen: Erst einmal sollte man einfach anfangen, einzelnen Personen zu folgen. Posten oder Verlinken diese andere interessante Personen, folgt man wiederum denen. Hier darf ganz entspannt eine eigene kleine Filterblase gebildet werden. Wichtig ist aber auch: Zum Folgen man muss nicht immer mit den Meinungen der Menschen übereinstimmen, oft kommt man über Umwege an interessante Informationen und findet so neue Trends.

Hat man erst mal ein Netzwerk an Personen und Themen zusammengestellt, läuft das Informieren einfach durch das Scrollen durch den persönlichen Newsfeed, regelmäßiges überprüfen der gängigen Hashtags ist trotzdem empfehlenswert. So kann man sicher gehen, dass neue Trends nicht verpasst werden. Wenn einem die Inhalte irgendwann nicht mehr reichen, ist manchmal ein Sprachwechsel interessant. Auf Englisch findet man meist mehr Treffer.

Schön und gut, aber wo fange ich an?

Für all diejenigen, die jetzt gar nicht wissen, wo sie anfangen sollen, können wir die Twitter-Kanäle unserer LMZ-Mitarbeiter/-innen Fabian Karg (@HerrKarg) und Stephanie Wössner (@petiteprof79) empfehlen. Beide folgen vielen unterschiedlichen Kanälen, ab und an posten sie selbst etwas. Oder natürlich unseren eigenen Kanal (@mcolmz). Wie man sieht, sind auch User mit weniger Followern, aber einer hohen Aktivität durch das Teilen von Inhalten interessant. Hier könnte man anfangen und sich durch die letzten Tweets der beiden scrollen. Sind interessante Hashtags dabei? Haben Sie interessante Beiträge geteilt? Dann kann noch genau nachgeschaut werden, wem die beiden folgen: Viele Follower sind ein Indiz für Meinungsführer und User, die sehr aktiv sind. 

Sie nutzen Twitter bereits als Informationsquelle?

Wenn Sie sich bereits ein Netzwerk aus interessanten Nutzer(-inne)n und Themen aufgebaut haben, lassen Sie uns ihre Empfehlungen doch in den Kommentaren wissen.

Ina Mangold

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