Snapchat startet neues Videoformat „Shows“

Jiří Hönes
Mädchen mit Smartphone

GettyImages/AntonioGuillem

In den USA bereits erfolgreich

Unter dem Namen „Shows“ plant Snapchat ein neues TV-ähnliches Angebot für Smartphones. In den USA ist das Format bereits erfolgreich, jetzt soll es auch in Deutschland angeboten werden.

„Shows“ umfasst kurze Clips im Hochformat und erinnert damit an das Angebot „IGTV“ aus dem Hause Facebook/Instagram, das ebenfalls auf junge Smartphone-User als Zielgruppe ausgerichtet ist. Die Videos sollen zwischen drei und sieben Minuten lang sein. Mit deutlich schnelleren Schnitten als übliche TV-Sendungen will sich das Angebot an den Nutzungsgewohnheiten Jugendlicher orientieren.

Das neue Format ist Teil des „Entdecken“-Bereichs in der Snapchat-App. Dort bietet der Dienst bereits seit 2015 Content von Medienpartnern wie „Spiegel Online“, „Bild“ oder „Vice“ an. Bislang handelt es sich dabei um sogenannte „Stories“, die aus animierten Bildern und Verlinkungen externer Inhalte bestehen. Mit den „Shows“ kommen nun Videos hinzu.

Als Partner konnten laut Frankfurter Allgemeiner Zeitung bislang neun Medienmarken gewonnen werden: Axel Springer mit „Bild Fußball“, Brainpool TV mit „LUKE! Die Woche und ich“, Promiflash mit „Celebrity News“, funk, Load Studios, Onefootball, Spiegel mit „Bento Mic Drop“, Tastemade und ze.tt mit dem Format „Out Now!“. In diesem Format aus der Zeit-Verlagsgruppe, das bereits in Form klassischer Online-Videos besteht, berichten junge Menschen von ihrem Coming-out.

Anders als in den USA soll es in Deutschland keine Snapchat-Eigenproduktionen geben. Dort produziert das Unternehmen unter dem Titel „Snap Originals“ eigene „Shows“ wie etwa „The Dead Girls Detective Agency“. In der ersten Folge der humoristischen Mystery-Soap wird die junge Charlotte Feldman vor ein U-Bahn gestoßen. Aus dem Jenseits kann die Heldin die Reaktionen auf ihren Tod beobachten und begibt sich auf die Suche nach ihrem Mörder.

In den USA hat Snapchat mit den „Shows“ deutliche Erfolge erzielt. Die US-Angebote sind auch in Deutschland verfügbar, die deutschen Kanäle dürften bald starten.

Jiří Hönes

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