Sieben Ideen für aktive Medienarbeit in ihrem Unterricht

Nora Brockamp

1. Erklärvideos

Diese Idee eignet sich eigentlich für jedes Unterrichtsfach. Man benötigt nur ein Smartphone oder Tablet, das man auf einer Stuhlkante oder einer anderen Erhöhung über einem Tisch fixiert, sowie Papier und Stifte. Durch das Erstellen des Erklärvideos verinnerlichen Schülerinnen und Schüler die Inhalte besser, denn sie müssen das Gelernte auf eine knappe, verbildlichte Erklärung herunterbrechen. Auch ist es so möglich, Themen auf verschiedene Gruppen aufzuteilen und die Videos zu nutzen, um Wissen peer-to-peer weiterzugeben. Als Beispiel finden Sie hier ein recht langes Video aus dem Biologieunterricht.

2. Museumsgang mit Audioguide

Bei dem Museumsgang handelt es sich um eine bewährte Methode. Statt Vorträgen vor der gesamten Klasse gibt es Expertengruppen, die ein Thema mit einem Plakat aufbereiten und sich dann mit anderen Expertengruppen mischen, sodass sie abwechselnd einem Vortrag lauschen oder selbst ihren halten. Damit es mehr Gruppen geben kann oder Inhalte auch individuell zu verschiedenen Zeiten (je nach Lernstand und aktueller Aufgabe) verinnerlicht werden können, kann auch ein Audioguide erstellt werden. Die Schülerinnen und Schüler nehmen eine Tonspur zu ihrem Plakat auf. Diese darf nur eine vorher festgelegte Länge haben. So kann bei gleichzeitigem Anhören in einem klaren Zeitrhythmus durchgewechselt werden und die Inhalte werden trotzdem in verständlicher Sprache auf Augenhöhe erklärt. Außerdem müssen die Inhalte durch die Zusammenfassung auf das wesentliche reduziert werden. Eine genauere Beschreibung, wie sich das umsetzen lässt, bietet Ohrenspitzer.

3. QR-Code-Rallye

Auch diese Idee eignet sich in jedem Schulfach. Benötigt werden dazu Computer mit Internetanschluss, ein Drucker und mobile Geräte, auf denen ein QR-Code-Reader installiert ist. Auf Internetseiten, wie QR-Code Monkey können QR-Codes einfach selbst generiert werden. Ein Thema kann mit verschiedenen einzelnen Sachinhalten erschlossen werden. So können Schüler/-innen in Gruppen jeweils einen Teil des Themas als Quiz, Infotext, Bild oder Verweis auf ein YouTube-Video erklären und einen QR-Code dazu erstellen. Die QR-Codes können im Klassenraum an verschiedenen Orten aufgehängt werden, sodass jeder rumgehen und sich das Thema Stück für Stück analog und digitale sowie multimedial erschließen kann.

4. Foto-Story

Insbesondere alltägliche Themen, die nah an den Lebenswelten von Jugendlichen stattfinden, lassen sich leicht in Foto-Storys umsetzen. Natürlich eignet sich das Format auch, um im Deutschunterricht theoretische Konzepte wie die Drei-Akt-Struktur praktisch umzusetzen und so zu verinnerlichen. Die Schülerinnen und Schüler können die Fotos mit Smartphones, Tablets oder digitalen Kameras erstellen und anschließend entweder auf einem Plakat oder in PowerPoint oder ComicLife mit Sprechblasen versehen. Am Ende kann ein Heft mit allen Foto-Storys entstehen.

5. Plakate am Computer designen

Plakate sind zur Präsentation von Lerninhalten sehr verbreitet. Aber nicht immer sind sie schön gestaltet. Ein Plakat am Computer zu designen kann für technikaffine Schüler/-innen motivierend wirken und neue kreative Gestaltungsmöglichkeiten erschließen. Ein einfaches Online-Designtool ist zum Beispiel befunky.com.

6. Hörspiel im Deutschunterricht

Hörspiele lassen sich ähnlich einsetzen wie Fotostorys. Neben der hörbaren Umsetzung von kreativen Schreibaufgaben können auch Ausschnitte aktueller Lektüre im Unterricht als Hörspiel interpretiert werden und dabei um Geräusche ergänzt werden. So werden Lektüreinhalte erfahrbar. Weitere Tipps, Arbeitsschritte und Beispiele gibt es auf der Webseite von Ohrenspitzer.  

7. Dokumentarvideo statt Referat erstellen

Diese Idee setzt schon etwas mehr Mut voraus, besonders bei den Schüler/-innen. Sie eignet sich jedoch gut als willkommene Abwechslung für Schüler/-innen, die keine Lust auf Referate haben. Die meisten Themen sind einfach interessanter aus dem Mund eines Experten. Anstatt sich zuhause zu treffen, um ein Referat vorzubereiten, könnten diese sich auch mit dem Smartphone bei einem Experten verabreden und diesen zu ihrem Referatsthema interviewen. Diese Form der Auseinandersetzung mit einem Thema eignet sich auch für die Berufsfindung.

Nora Brockamp

Diese Seite teilen:

Weitere Informationen

Kategorien: