„Programmieren mit Scratch“

Sarah Heinisch
101 Schulen: Scratch-Workshop, Schlossrealschule Stuttgart

Sarah Heinisch

Workshop an der Schloss-Realschule für Mädchen in Stuttgart

Bei Schülerinnen das Interesse für die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu wecken, war das Anliegen des Schülerworkshops „Programmieren mit Scratch“ an der Schloss-Realschule für Mädchen in Stuttgart-West. Der Workshop im Rahmen des Kindermedienland-Programms 101 Schulen fand am 19. Dezember 2016 statt und wurde von Frank Wagner, Referet des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg (LMZ), durchgeführt. Anlass war die „TECademy“ in der 6. Klasse der Schloss-Realschule für Mädchen im Auftrag der Südwestmetall, dem Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V. Als besonderer Gast konnte Herr Philipp Franke (Projektleitung der Initiative Kindermedienland) aus dem Staatsministerium begrüßt werden.

Im Workshop „Programmieren mit Scratch“ werden die Schülerinnen in die Welt der Informatik herangeführt. Auf spielerische und anschauliche Weise werden algorithmische Abläufe verdeutlicht und ein einfacher Einstieg in das Programmieren geboten. Hierbei können neben Bildern und Tönen auch Texte eingebunden werden. In diesem Workshop erlernen die Schülerinnen das Programmieren mit der bildlichen Programmiersprache Scratch und produzieren eigene kleine lauffähige Programme, wie kurze Animationen und Spiele.

Die Einführung in den Workshop begann LMZ-Referent Frank Wagner mit der Frage, was die Schülerinnen gerne einmal selbst programmieren würden. Auf den genannten Antworten wie einem „3D Drucker“ oder auch Spieleklassikern wie „Snake“ wurde anschließend aufgebaut und der Einstieg in das Prinzip des Programmierens und das Programm Scratch geliefert. Das vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelte, frei verfügbare Tool ist als kostenlose Browserversion offline und online verfügbar.

Zunächst wurde den Schülerinnen in Kleingruppen die Aufgabe eines „Roboterkellners“ in ausgeschnittenen Papierkärtchen vorgelegt. Nach dem Motto „Was muss ich tun, damit…“ galt es so die einzelnen Schritte von der Bestellung bis zur Bedienung genau zu durchdenken. Sollten einzelne Schritte vergessen worden sein, würde die Reaktionskette des Roboters nicht funktionieren. Würde die Tür beispielsweise nicht vorher geöffnet werden, würde der Roboter einfach durch die Tür laufen. Bereits hier wurden die Schülerinnen animiert, aufgetretene Probleme zu lösen und die Fehler zu finden.

101 Schulen: Scratch-Workshop, Schlossrealschule Stuttgart

Sarah Heinisch

Schülerinnen helfen sich gegenseiteig

Nachdem die Ergebnisse der Gruppen verglichen wurden ging es an das gemeinsame Programmieren. Die verschiedenen Funktionen des Programms (Figuren, Töne, Bilder und Hintergründe einfügen oder löschen), auch Skripte genannt, wurden erläutert und erklärt. So konnten die Schülerinnen sich auch selbst an das Programmieren machen. Mit Hilfe der „Scratch Cards“ wurde den Schülerinnen diverse Aufgabenstellungen, die es nun zu programmieren galt, vorgegeben. So zum Beispiel das Wechseln der Farbe einer Figur oder auch die Figur dazu zu bewegen, dem Mauszeiger zu folgen. Der Schwierigkeitsgrad konnte auch erhöht werden, so zum Beispiel durch das Programmieren eines eigenen Spiels Namens „Fische fressen“.

Hier zeigte sich auch bereits, dass die teilnehmenden Schülerinnen sich bei auftauchenden Problemen bereitwillig gegenseitig halfen.

Durch das Prinzip „trial and error“ testeten und probierten die Schülerinnen die verschiedenen Funktionen und Möglichkeiten zum Ziel zu gelangen voller Elan aus, um anschließend ihre Ergebnisse zu präsentieren. Einige der Schülerinnen wollten ihre Ergebnisse auch mit nach Hause nehmen, um auch nach dem Workshop noch weitere Funktionen auszuprobieren und die erstellten Programme mit Tönen, Musik oder weiteren Bildern zu verfeinern und ihren Eltern zu zeigen. Abschließend zeigte sich ein Großteil der Schülerinnen begeistert und motiviert, weiter im Bereich Programmieren und Technik zu arbeiten und ihre Talente zu fördern.

Sarah Heinisch

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