Neuer Hersteller-Vertrag: Google schreibt zwei Jahre Sicherheitsupdates für Android-Geräte vor

Sascha Schmidt
Smartphones

GettyImages/manop1984

Zwei Jahre Updates für Android-Geräte

Monatlich veröffentlicht Google neue Updates für das Betriebssystem Android – und jeden Monat stehen die Netzbetreiber und Hersteller vor der Herausforderung, diese auf den Endgeräten zu installieren. Die Updates müssen nämlich immer an die jeweiligen Hard- und Software-Spezifikationen der Geräte angepasst werden, da inzwischen nahezu jeder Hersteller von Android-Smartphones eine speziell abgewandelte Version des Betriebssystems nutzt. Laut Branchenmagazin The Verge soll Google mit den Herstellern nun einen Vertrag geschlossen haben, der sie explizit dazu verpflichtet, die Geräte mit Google Updates zu versorgen.

Der Vertrag verpflichtet Hersteller von Android-Geräten, ihre populären Smartphones und Tablets über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren mit Updates zu versorgen. Er sieht außerdem vor, dass Smartphones im ersten Jahr nach Markteinführung mindestens vier Sicherheitsupdates erhalten. Sicherheitsupdates sind auch innerhalb des zweiten Jahres nach Markteinführung vorgeschrieben, dann allerdings ohne festgelegte Mindestanzahl. Dennoch müssen sie von den Herstellern stets innerhalb eines seitens Google vorgegebenen Zeitrahmens umgesetzt werden. Wenn die Hersteller ihre Geräte nicht auf dem neuesten Stand halten, kann Google die Genehmigung zukünftiger Geräte verweigern. Die Nutzungsbedingungen gelten für alle Geräte, die nach dem 31. Januar 2018 veröffentlicht und von mehr als 100.000 Nutzer/-innen aktiviert wurden. Laut The Verge sind diese Bedingungen in allen Regionen gleich oder zumindest im Wesentlichen sehr ähnlich.

Die vertragliche Regelung soll vor allem Hersteller in die Pflicht nehmen, die Geräte nicht mehr regelmäßig updaten, wenn diese bereits länger auf dem Markt sind oder die Nutzerzahlen zurückgehen.

Sascha Schmidt

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