Medienbildung sichtbar machen – mit dem e-Portfolio Medienbildung

Jiří Hönes
Anke Leucht und Kathrin Tillenburg

Anke Leucht und Kathrin Tillenburg präsentierten das neue e-Portfolio Medienbildung. | Jiří Hönes

Neues Online-Angebot in der Pilotphase

Das neue e-Portfolio Medienbildung des LMZ für Grundschulen bietet Lehrkräften die Möglichkeit, die Lernschritte ihrer Schülerinnen und Schüler im Bereich Medienbildung zu dokumentieren. Es wurde nun auf der Learntec 2019 vorgestellt.

Mit dem neuen e-Portfolio Medienbildung für die Grundschule bietet das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) ein Werkzeug zur Dokumentation von Lernschritten im Bereich Medienbildung. Es trägt der Leitperspektive Medienbildung im Bildungsplan 2016 Rechnung und hilft Lehrkräften dabei, die Medienbildung spiralcurricular und fächerintegrativ in den Unterricht zu integrieren. Anke Leucht und Kathrin Tillenburg haben das Angebot, das sich aktuell noch in einer ersten Erprobungsphase befindet, beim Medienkompetenztag des Stadtmedienzentrums Karlsruhe auf der Learntec in Karlsruhe vorgestellt. Das Angebot ist zunächst für die Grundschule verfügbar und wird gegenwärtig an mehreren Testschulen erprobt.

Das e-Portfolio Medienbildung ist eine Online-Plattform, deren Herzstück das Kompetenzraster Medienbildung darstellt. Dieses listet die zu erreichenden Kompetenzen jeder Jahrgangsstufe auf und teilt sie in folgende Kompetenzbereiche auf:

  • Information und Wissen
  • Kommunikation und Kooperation
  • Produktion und Präsentation
  • Schützen und sicher agieren
  • Informationstechnische Grundlagen
  • Mediengesellschaft und -analyse

Für jeden dieser Kompetenzbereiche sind Lernschritte aufgelistet. Zu jedem Kompetenzfeld finden sich direkt die passenden Unterrichtsmaterialien, mit denen diese Kompetenzen erreicht werden können. Sie sind nach Schulfächern sortiert und können in der SESAM-Mediathek heruntergeladen werden.

Das e-Portfolio Medienbildung wird als internetbasierte Plattform mit intuitiver Bedienbarkeit die Ablage und den Tausch von Materialien untereinander ermöglichen. Diese Funktion steht momentan nur den Testschulen zur Verfügung. Sie können auch eigene Materialien ablegen und somit das Repertoire erweitern.

Bei der Eingabe der Lernstände der einzelnen Schülerinnen und Schülern kann das Erreichen der Kompetenzbereiche von der Lehrkraft und den Schülerinnen und Schülern, quasi als Eigen- und Fremdevaluation, dokumentiert werden. Dieser Kenntnisstand kann dann als Zertifikat im PDF-Format ausgegeben werden. Ein solches Zertifikat enthält eine Auflistung der Kompetenzen der Schülerin oder des Schülers. Perspektivisch kann so ein Zertifikat bei höheren Klassen an weiterführenden Schulen beispielsweise bei Bewerbungsgesprächen eingebracht werden.

Über sogenannte Sammelmappen können den Schülerinnen und Schülern Aufgaben zur Verfügung gestellt werden. Dies müssen nicht zwangsweise digitale Aufgaben sein, es kann sich auch um Übungen mit Stift und Papier handeln.

Das e-Portfolio befindet sich derzeit in der Pilotphase. Es wird an sieben Grundschulen – sechs davon nehmen am Referenzschulmodell teil – im Land getestet, wobei Schulnetzberater/-innen (SNB) und Medienpädagogische Berater/-innen die Lehrkräfte unterstützen. Nach dieser Pilotphase erhält das Angebot nochmals einen Feinschliff und wird dann allen Schulen im Land zur Verfügung stehen.

Zum e-Portfolio Medienbildung

Jiří Hönes

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