Landesmedienzentrum belegt ersten Platz des Landesweiterbildungspreises 2018

Preisträger des Landesweiterbildungspreises 2018

Senioren-Medienmentoren-Programm erhält Auszeichnung | Robert Thiele

Senioren-Medienmentoren-Programm wurde ausgezeichnet


Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) wurde für das im Auftrag des Staatsministeriums durchgeführte Senioren-Medienmentoren-Programm mit dem ersten Preis beim Landesweiterbildungspreis Baden-Württemberg ausgezeichnet. Das Programm vermittelt älteren Menschen Kenntnisse und Kompetenzen, die für eine sichere und alltagsorientierte Nutzung digitaler Medien hilfreich sind. Es ist Teil der Initiative Kindermedienland des Landes Baden-Württemberg. „Dieses Angebot an ältere Menschen ist ein Beispiel dafür, dass wir bei der Digitalisierung alle Menschen mitnehmen und ihnen eine Teilhabe in einer digitalisierten Welt ermöglichen wollen“, so Rudi Hoogvliet, Sprecher der Landesregierung, die dieses Programm ins Leben gerufen hat. 

Nach wie vor gibt es in Deutschland fast 20% der Bevölkerung, die das Internet nicht nutzen. Der Großteil davon – über 90 Prozent – ist älter als 50 Jahre alt. Vielfach scheuen sich Ältere, die neuen Technologien und medialen Angebote zu nutzen, weil vor allem über Probleme mit den digitalen Medien berichtet wird. „Das Senioren-Medienmentoren-Programm soll dazu beitragen, dass ältere Menschen sich sicherer fühlen beim Umgang mit Computern, Smartphones, Internet und ihren vielen Anwendungsmöglichkeiten“, so Wolfgang Kraft, Direktor des Landesmedienzentrums. Das Programm zeigt die vielfältigen positiven Möglichkeiten auf und gibt gleichzeitig Hinweise für eine sichere Nutzung digitaler Medien zur Alltagsorganisation, Kommunikation und Unterhaltung. 

„Vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft spielen Bildungsangebote, die speziell Seniorinnen und Senioren in den Blick nehmen, eine zunehmend wichtigere Rolle. Die Projekte der Preisträger greifen auf besondere Weise die Bedürfnisse älterer Menschen auf und beziehen ihre Fähigkeiten und Erfahrungen ein. Im Sinne des lebenslangen Lernens stärken sie damit die Weiterbildungsbeteiligung von älteren Menschen“, sagte Volker Schebesta, Staatssekretär im Kultusministerium, bei der Preisverleihung.

Das Senioren-Medienmentoren-Programm richtet sich an Seniorinnen und Senioren, die bereits Erfahrungen mit der Bedienung und Nutzung digitaler Medien gesammelt haben. Diese erhalten die Möglichkeit, sich im Rahmen einer zehnstündigen Schulung als Senior-Medienmentor/-in weiterzubilden, mit dem Ziel, ihr Wissen später an ältere Menschen in ihrem direkten Umfeld weiterzugeben. Somit können andere von ihrem Erfahrungsschatz und ihren Kenntnissen profitieren. Dabei geht es u.a. um folgende Themen: Sichere Nutzung von Internet, Smartphones, Tablets & Apps, Social Media und Internet der Dinge, Daten- und Verbraucherschutz, Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten im Internet. 

Mehr Informationen dazu unter https://senioren.kindermedienland-bw.de/de/startseite/

Dort finden Interessierte auch die Möglichkeit zur Anmeldung. 

Lesen Sie auch die PM zum Landesweiterbildungspreis auf den Seiten des Kultusministeriums. 

Staatssekretär Volker Schebesta MdL hat am 26. September 2018 die drei Preisträger des Landesweiterbildungspreises 2018 ausgezeichnet. Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Preis stand in diesem Jahr unter dem Motto „Weiterbildung im Zeichen des demografischen Wandels“. Der erste Preis ging an das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg für das „Senioren-Medienmentoren-Programm“. Den zweiten Preis nahm die SteginkGroup-Akademie aus Schwäbisch-Gmünd für das Projekt „Zertifizierte Ausbildung zum Competence-Services-Berater“ entgegen. Den dritten Preis erhielt das Zentrum für Wissenschaftliche Weiterbildung an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe für ihr Projekt „Weiterbildender Masterstudiengang Geragogik“.

„Vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft spielen Bildungsangebote, die speziell Seniorinnen und Senioren in den Blick nehmen, eine zunehmend wichtigere Rolle. Die Projekte der Preisträger greifen auf besondere Weise die Bedürfnisse älterer Menschen auf und beziehen ihre Fähigkeiten und Erfahrungen ein. Im Sinne des lebenslangen Lernens stärken sie damit die Weiterbildungsbeteiligung von älteren Menschen“, sagt Schebesta bei der Preisverleihung. Die Preisverleihung war Höhepunkt des Fachtages „Weiterbildung im Zeichen des demografischen Wandels“ des Bündnisses für lebenslanges Lernen im Haus Katholischen Kirche in Stuttgart.

In Anlehnung an die 2017 veröffentlichten Handlungsempfehlungen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum Thema „Aktives Altern – Übergänge gestalten“ hat die Jury – unter Vorsitz von Prof. Uwe Bähr vom Landesseniorenrat Baden-Württemberg – die drei Preisträger ausgewählt, die hinsichtlich der darin empfohlenen Kriterien besonders überzeugten. Diese Kriterien waren Zielgruppenorientierung, Innovation, Niederschwelligkeit, Übertragbarkeit auch auf andere Zielgruppen sowie Nachhaltigkeit.

Alle zwei bis drei Jahre zeichnet die Landesregierung mit dem Landesweiterbildungspreis besonders innovative und erfolgreiche Weiterbildungsprojekte aus Baden-Württemberg aus. Damit soll zum einen das Bewusstsein für die Bedeutung der Weiterbildung und des lebenslangen Lernens in der Öffentlichkeit gestärkt, zum anderen die Leistungs- und Entwicklungsfähigkeit baden-württembergischer Weiterbildungsträger in besonderer Weise sichtbar gemacht werden. Nachdem der Landesweiterbildungspreis im Jahr 2010 an innovative Konzepte aus der Familienbildung, im Jahr 2013 an Projekte aus dem Themenfeld Alphabetisierung und im Jahr 2015 an Projekte mit dem Schwerpunkt neue Medien und mobiles Lernen verleihen wurde, wurden aktuell wegweisende Weiterbildungskonzepte für die Zielgruppe der Seniorinnen und Senioren gesucht.

Zur aktuellen Pressemitteilung des Landesmedienzentrums BW

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