Justizthriller „Naomis Reise“ im Rahmen der SchulKinoWoche Baden-Württemberg

Constantin Schnell

Bildquelle: filmgalerie 451

Vorführung und Filmgespräch mit Regisseur Frieder Schlaich

„Naomis Reise“, Deutschland/Peru 2018, ist ein Justizthriller der anderen Art: Der Film zeigt keine überdramatisierte Gerichtsverhandlung mit hitzigen Plädoyers und überbordenden Gefühlsausbrüchen. Ganz im Gegenteil: Der Prozess ist zwar packend, aber auch so realistisch, dass den Zuschauern fast kalt wird. Regisseur Frieder Schlaich gelingt der Kunstgriff, uns emotional anzurühren, obwohl (oder weil?) die Darsteller dieses Spielfilms echte Richter, echte Staatsanwälte, echte Strafverteidiger sind. Das ist das Frappierende an diesem Film: Dass man hinterher erkennt, dass unser Justizsystem genau so funktioniert. Scheinbar sachlich, aber doch kalt, ohne Raum für Gefühle und letztendlich diskriminierend. Dieser Einblick ist hochspannend, aber doch schwer auszuhalten.   

Frieder Schlaich ist in Stuttgart geboren. Hier gründete er die legendäre Videothek Filmgalerie 451. Bekannt wurde er mit den Filmen „Paul Bowles – Halbmond“ und „Otomo“. Er lebt heute in Berlin als Regisseur und Produzent; zuletzt produzierte er Robert Schwentkes „Der Hauptmann“.

Der Film eignet sich schwerpunktmäßig für Gemeinschaftskunde, aber auch für Religion/Ethik. Geeignet ab Klassenstufe 10.

Nur am Montag, 25.03.2019 um 10:00 Uhr im CinemaxX SI-Centrum Stuttgart-Möhringen
und am Mittwoch, 27.02.2019 um 9:30 Uhr im Gloria Kino Center Geislingen
Jeweils in Anwesenheit des Regisseurs Frieder Schlaich. 

Anmeldung unter www.schulkinowoche-bw.de oder Tel. 0711 253583-38.
 

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Constantin Schnell

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