Google: Neue Datenschutz-Funktionen angekündigt

Sascha Schmidt

Vereinfachter Zugriff auf Privatsphäre-Einstellungen

Bei der Entwicklerkonferenz Google I/O hat Google-Chef Sundar Pichai angekündigt, zukünftig mehr Fokus auf Datenschutz und Privatsphäre zu legen. Grundlage hierfür bilden neue Funktionen vieler Google-Dienste.

Eine der wichtigsten Neuerungen seitens Google besteht darin, Nutzerinnen und Nutzern zukünftig in allen wichtigen Anwendungen einen direkten Zugang zu ihrem Google-Account zu ermöglichen. Dieser erfolgt über ein prominent platziertes Profilbild auf der Bedienoberfläche der jeweiligen Plattform. Die Privatsphäre-Einstellungen sollen zudem um den sogenannten Inkognito-Modus erweitert werden. Dieser ist in der Video-App YouTube bereits aktiv und soll zukünftig auch in Apps wie Google Maps zur Verfügung stehen. Google will Nutzerinnen und Nutzer mit der Inkognito-Funktion selbst entscheiden lassen, ob ihre Aktivitäten in ihrem Google-Account gespeichert werden oder nicht. Der entsprechende Button soll sich zentral platziert im Menü befinden, welches sich erneut mit einem Klick auf das eigene Profilbild öffnen lässt.

Daten automatisch löschen

Eine weitere Neuerung ist das automatisierte Löschen von Standort- und Aktivitätsdaten vieler Google-Dienste. Während Nutzer/-innen jene Datensätze bislang manuell in ihrem Google-Dashboard auswählen und löschen mussten, soll dies zukünftig automatisiert erfolgen. Nutzer/-innen von Google-Diensten können die gesammelten Daten wahlweise in Intervallen von 3 oder 18 Monaten automatisch löschen lassen. Zudem soll es bald möglich sein, gesammelte Aktivitäts-Daten in Diensten wie YouTube, dem Google Assistant sowie Google Maps anzuzeigen. Ähnliches gilt auch für die Anzeige von personalisierter Werbung in Browsern. Mit Hilfe einer Browser-Erweiterung will Google es ermöglichen, die verantwortlichen Daten für die Anzeige bestimmter Werbeflächen sowie die beteiligten Unternehmen einzusehen.

Neue Ansätze für künstliche Intelligenz

Grundlage vieler angekündigter Änderungen bilden neue Ansätze, die künstliche Intelligenz (KI) der Dienste zu trainieren. So sollen sich KI-Modelle zukünftig auch ohne das Sammeln von unzähligen Datenmengen weiterentwickeln. Viele Dienste werden dann größtenteils nur lokal auf dem Smartphone ausgeführt, ohne permanent Daten mit der Cloud auszutauschen. Die lokale Datenverarbeitung soll sich dann auch positiv auf die Geschwindigkeit der Dienste auswirken.

Die angekündigten Änderungen für die Google-Dienste sollen größtenteils noch 2019 eingeführt werden.

Mehr Informationen zum Thema Datenschutz erhalten Sie hier.

Sascha Schmidt

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