Die Ernst-Reuter-Schule in Karlsruhe ist „SmartSchool“

Jiří Hönes
Winfried Kretschmann

Schulen müssen sich für die Digitalisierung öffnen“, sagte Winfried Kretschmann anlässlich der Auszeichnung der Ernst-Reuter-Schule zur „SmartSchool“. | BITKOM

Frank Mentrup und Winfried Kretschmann zu Gast

Die Ernst-Reuter-Schule in der Karlsruher Waldstadt wurde als erste Schule in Baden-Württemberg als „SmartSchool“ ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung würdigt der Branchenverband Bitkom Schulen, die digitale Bildung entweder bereits praktisch umsetzen oder überzeugende Konzepte zur Digitalisierung von Schule und Unterricht erarbeitet haben.

Zur feierlichen Übergabe der Urkunde am 1. Dezember kam neben Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup sogar Ministerpräsident Winfried Kretschmann an die Karlsruher Gemeinschaftsschule. Dieser betonte in seiner Festrede, Schulen müssten sich für die Digitalisierung öffnen. Hierfür sei die Ernst-Reuter-Schule ein herausragendes Beispiel, auf das man richtig stolz sein dürfe. Mentrup hob hervor, dass die Schule schon immer eine Vorreiterin in Sachen Medien gewesen sei. Sie sei nun ein Kompetenzzentrum, es müsse jedoch die ganze Schullandschaft mitgenommen werden.

Oliver Tuszik von der Bitkom betonte, die größte Herausforderung sei die Kontinuität. Eine „SmartSchool“ zeichne sich aus durch digitale Infrastruktur, Inhalte sowie neue didaktische Konzepte, was mit Abstand der schwerste Teil sei.

„Mediennutzung nach Qualität und nicht nach Quantität“

Der Direktor der Ernst-Reuter-Schule sagte: „Den Titel zur ‚SmartSchool‘ haben wir wahrscheinlich deshalb erhalten, da wir in unserem Konzept und in unserer Medienarbeit die guten und positiven Dinge aus der ‚analogen Welt‘ behalten und bewahren und die guten und positiven Dinge aus der ‚digitalen Welt‘ aufgreifen und adaptieren.“ So heißt es im Medienprofil der Schule: „Mediennutzung nach Qualität und nicht nach Quantität“, das Leitprinzip lautet: „Welches Medium ist am zielführendsten?“

„Die Ernst-Reuter Schule zeigt bereits heute, wie die Schule der Zukunft aussehen kann“, begründet die Bitkom die Auszeichnung. Digitale Medien werden über Fächergrenzen hinweg sinnvoll in den Unterricht eingebunden. Interaktive Tafeln und Tablets werden so selbstverständlich genutzt wie Tafel und Kreide.

Moderne Ausstattung und ein ausgefeiltes didaktisches Konzept

In einem Makerspace mit Greenscreen lernen Schülerinnen und Schüler eigenverantwortlich das Drehen und Schneiden von Filmen sowie kreatives Denken mit innovativen Methoden wie Design Thinking. Sie produzieren Lern- und Erklärvideos, mit denen andere Schülerinnen und Schüler wiederum lernen können. Darüber hinaus ist ein InnovationLab in Planung, in dem Freiräume für individuelle und interaktive Lernformen entstehen sollen.

Wie Pallesche betonten die Ehrengäste der Gemeinschaftsschule in der Waldstadt, Winfried Kretschmann und Dr. Frank Mentrup: Das Digitale ist nicht Zweck, sondern Mittel zum Zweck. An der Ernst-Reuter-Schule wird diese Haltung anschaulich gelebt.

Die Bitkom sucht weiterhin bundesweit Schulen, die ebenfalls Vorreiter der digitalen Bildung werden möchten. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 22. Dezember. Der SmartSchool-Wettbewerb  richtet sich an allgemein- und berufsbildende Schulen in öffentlicher und privater Trägerschaft, die in den Säulen digitale Infrastruktur, digitale Inhalte/Pädagogische Konzepte und Weiterqualifizierung der Lehrkräfte Konzepte entwickelt haben.

 

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