Bundesregierung fördert deutsche Computerspiele

Sascha Schmidt
Familie spielt Computerspiele

GettyImages/Ivanko_Brnjakovic

34 Millionen Gamer in Deutschland

Mit einer Summe von insgesamt 50 Millionen Euro will die Bundesregierung die Games-Branche in Deutschland fördern. Die Pilotphase der Förderung startet ab sofort.

Der Markt für Computerspiele in Deutschland wächst. Laut dem Spiele-Verband game spielen über 34 Millionen Deutsche Games auf mobilen Endgeräten, dem PC oder Spielekonsolen. Dabei zählen nicht nur Kinder und Jugendliche zu den Spielenden: Das Durchschnittsalter der Gamer in Deutschland beträgt inzwischen 36,4 Jahre. Die Zahl der Spieler/-innen, die 50 Jahre und älter sind, liegt sogar bei zehn Millionen. Dies entspricht einem Anteil von etwa 29 Prozent aller Gamer in Deutschland. Mit 48 Prozent stellen Frauen dabei knapp die Hälfte der Spielenden.

Die hohe Zahl der Spieler/-innen macht sich auch in den Umsätzen bemerkbar: So stieg der Gesamtumsatz der Gaming-Branche von 4 Milliarden Euro im Jahr 2017 auf 4,37 Milliarden Euro im Jahr 2018. Dies entspricht einem Anstieg von neun Prozent. Das Wachstum geht dabei vor allem auf steigende Einnahmen durch Abo-Gebühren für Online-Dienste und In-Game-Käufe zurück.

Geringer Anteil an deutschen Spielen auf dem Weltmarkt

Trotz der höheren Umsätze auf dem deutschen Gaming-Markt und der wachsenden Zahl an Gamer ist der Anteil der in Deutschland entwickelten Spiele auf dem Weltmarkt relativ gering. Um deutsche Entwicklerstudios international wettbewerbsfähig zu machen, hat die Bundesregierung bereits eine bessere Förderung der Games-Branche in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen. Nun fiel der Startschuss für die Förderung, indem das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung stellt. Die Förderung soll in zwei Stufen erfolgen, wobei in der nun startenden Pilotphase kleinere Vorhaben mit einer Fördersumme von maximal 200.000 Euro im Fokus stehen. Die Produktionsförderung mit höheren Beträgen ist für einen späteren Zeitpunkt angesetzt. Die Bundesregierung plant, nicht nur kulturell wertvolle Spiele zu fördern, sondern auch kommerziell ausgerichtete Titel. 

Mehr Informationen zum Thema Computerspiele erhalten Sie auf unserem Portal. Zudem öffnet jeden Freitag die ComputerSpielSchule am Stadtmedienzentrum Stuttgart ihre Pforten. Dort können Interessierte neue Spiele ausprobieren und sich über aktuelle Entwicklungen auf dem Gaming-Markt austauschen.

Sascha Schmidt

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