3. Mai: Welttag der Pressefreiheit

Reportagefilmkamera

GettyImages/Denizbayram

Wie steht es um die Pressefreiheit in Deutschland und weltweit?

Diese Frage rückt am 3. Mai, dem Welttag der Pressefreiheit, in den Vordergrund. Vor mehr als 20 Jahren haben die Vereinten Nationen diesen besonderen Tag eingeführt. Neben besonderen Aktionen wird er auch zum Anlass genommen, um darüber zu berichten, wie es um die Pressefreiheit weltweit bestellt ist.

 
Vor kurzem hat die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) die Rangliste der Pressefreiheit 2019 veröffentlicht. Laut ROG hat sich die Situation für Medienschaffende vor allem in Ländern verschlechtert, in denen sich Journalisten bislang eher sicher fühlen konnten. Dazu zählen auch Europa und die USA (Platz 48). Deutschland rangiert auf Platz 13, wenngleich die Zahl tätlicher Angriffe gegen Journalisten auch hierzulande im vergangenen Jahr gestiegen ist. Auf Platz 1 der Rangliste findet sich Norwegen, gefolgt von Finnland, Schweden, den Niederlanden und Dänemark.
Ganz am Ende der Rangliste stehen wie in den Vorjahren Diktaturen, die keinerlei unabhängige Berichterstattung zulassen: Turkmenistan (180), Nordkorea (179) und Eritrea (178) haben lediglich untereinander die Plätze getauscht.


Die Pressefreiheit wird in Artikel 5 des Grundgesetzes in Deutschland gesichert. Sie ist zentraler Eckpfeiler unserer Demokratie. 


Filme zur Pressefreiheit für den Schulunterricht 


Die Experten unserer Medienbegutachtung haben Filme zur Pressefreiheit zusammengestellt, die Lehrkräfte im Gemeinschaftskundeunterricht zum Thema politischer Willensbildungsprozess bzw. politische Teilhabe zeigen und besprechen können.


Die Dokumentation „Ausgelacht!?“ geht den Tabus der Pressefreiheit in Israel, Palästina, Deutschland, Tunesien, Frankreich, Belgien und den Vereinigten Staaten nach. Nach den Angriffen auf „Charlie Hebdo“ setzt sich die Doku besonders intensiv mit der Satire als Form politischer Kritik vor dem Hintergrund verschiedener staatlicher Systeme auseinander. Sie eignet sich für die Erörterung der Pressefreiheit in der Demokratie in den Klassen 11 bis 13. 
Ebenfalls einen Daumen hoch und damit eine Empfehlung unserer Experten hat der Film „Journalismus & Pressefreiheit“ erhalten. Er befasst sich mit dem Zustand der Pressefreiheit und mit der Frage, ob Medien heute noch ihrer gesellschaftlichen Aufgabe nachkommen, die für die demokratische Meinungsbildung unentbehrliche Vielfalt an Informationen und Meinungen bereitzustellen. Der Film spannt mit Hilfe zweier Interviewpartner einen Bogen von den historischen Zusammenhängen des Kampfes um freien Journalismus bis hin zur aktuellen Bedrohung desselben. Er spricht Schülerinnen und Schüler in den Klasen 7 bis 13 an. 


Abgerundet werden unsere Empfehlungen durch einen weiteren Film mit dem Titel „Pressefreiheit“. Darin werden junge Redakteure bei ihrer Recherche zum Thema Pressefreiheit begleitet. Sie sprechen dafür unter anderem mit einem Vertreter des Deutschen Journalistenverbands und der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ sowie oppositionellen Journalisten aus dem Iran. Der Schwerpunkt des Filmes liegt auf dem Nutzen der Pressefreiheit für Demokratie und Menschenrechte; er eignet sich für die Klassen 8 bis 10.


Alle Filmempfehlungen sind mit ausführlichem Zusatzmaterial versehen. Allerdings gilt es zu beachten, dass nicht alle Titel an allen Medienzentren verfügbar sind.

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