Casting Shows und Reality TV

Reality-TV – in diesem Zusammenhang meinen wir neben den Realitysoaps auch Castingshows, Gerichtsshows oder Coachingshows – tut so, als zeige es echtes Leben. Doch diese Art Fernsehen ist natürlich hochgradig künstlich: Es ist professionell geplant, um mit vorgegebener Dramaturgie möglichst eine maximale Quote bei minimalen Produktionskosten zu erzielen. Das Problem dabei: Kinder und Jugendliche können die fiktionalen Inhalte nicht richtig einordnen – sie halten sie für echt, für real. Nachgewiesenermaßen führt das zu einer Verzerrung des Wirklichkeitsbildes.

Der Schülerworkshop „Inszenierte Realität/Reality-TV“ wurde Ende 2012 im Landesmedienzentrum Baden-Württemberg entwickelt. Im Rahmen des Workshops werden kurze Filme und Rollenspiele eingesetzt, um die Produktionsabläufe hinter den Reality-TV-Sendungen verständlich zu machen und damit die Problematik dieser Sendungen zu verdeutlichen.
Insbesondere das Element des Rollenspiels, bei dem die Schülerinnen und Schüler selbst in die Haut von Caster beziehungsweise Drehbuchautor schlüpfen, erlaubt es den Jugendlichen, aus eigenem Erleben heraus nachzuvollziehen, wie solche Sendungen funktionieren und sie kritisch zu betrachten.

Der Workshop ist für die Klassenstufen 7 bis 10 geeignet, schwerpunktmäßig wird er in Klassenstufe 8 eingesetzt. Er ist modular aufgebaut und kann in drei oder vier Schulstunden durchgeführt werden.

Mädchen schauen Fernsehen

GettyImages/LSOphoto

Handouts

Hier können Sie den Unterrichtsverlauf sowie die Materialien zum Modul herunterladen.

Modul „Inszenierte Wirklichkeit/Reality TV“ – Ablauf

PDF

Arbeitsblatt Casting

DOCX

Arbeitsblatt Kandidatin DSDS

DOCX

Arbeitsblatt Script

DOCX

Filme

Im Workshop werden unterschiedliche Film eingesetzt, die Sie zum Teil auf Youtube betrachten können.

Casterin Imke Arntjen (2:33–4:48)

YouTube

Drama bei SWR3 LateNight

YouTube

Frauentausch – hinter den Kulissen (0:22–2:05)

YouTube

Constantin Schnell

E-Mail senden

Diese Seite teilen: